Review: BROKEN SKULL – MEDICATION Review: BROKEN SKULL – MEDICATION
BROKEN SKULL sind drei Jungs aus dem niedersächsischen Helmstedt, die sich amerikanisch geprägtem Alternative Hardrock mit düsteren Klängen und harten Riffs verschrieben haben. Seit... Review: BROKEN SKULL – MEDICATION

BROKEN SKULL sind drei Jungs aus dem niedersächsischen Helmstedt, die sich amerikanisch geprägtem Alternative Hardrock mit düsteren Klängen und harten Riffs verschrieben haben. Seit April ist mit „Medication“ das Debütalbum im Orbit. BROKEN SKULL würzen hierauf den Alternative Rock mit einer guten Portion Metal und einigen verspielten Techniken. Tolle Melodien mit richtig Power dazu machen „Medication“ zu einem gelungenen Debütalbum, das mehr als ordentlich rockt.  

Das junge Trio BROKEN SKULL aus Niedersachsen sieht auf den Bandfotos aus, als ob sie kein Wässerchen trüben könnten. Zum Glück haben BROKEN SKULL sich aber dafür entschieden, Alternative Metal/Hardrock zu ihrer Bestimmung zu machen und den Gegenbeweis mit ihrem Debütalbum „Medication“ angetreten. Musikalisch orientieren sich BROKEN SKULL darauf zwar an modernem Alternative Hardrock, lassen aber auf der einen Seite krachende Metal-Elemente und auf der anderen so manche technische Spielerei einfließen. Gepaart mit einem unglaublichen Gespür für mitreißende Melodien haben BROKEN SKULL ein Dutzend Songs kreiert, die ordentlich fett rocken.

Der Stil von BROKEN SKULL wird auf „Medication“ durch rockig-verzerrte Gitarren getragen, die groovend, drückenden Gitarrenriffs – mal mitreißend rockig und mal fett metallisch – zaubern. Der Klargesang fällt mal gefühlvoll weich und mal kantig, rau und kraftvoll, teils sogar energisch wütend aus. Der tiefscheppernde Bass und die kraftvollen und sehr abwechslungsreichen Drums sind ebenfalls ein prägendes Element. Diese Mischung wird in klassischem Alternative Hardrock/Metal (Einflüsse im Sinne der 90er oder frühen 2000er), aber auch in verspielten Passagen dargeboten. Dabei gehören innovative Wendungen und gekonnte Wechsel innerhalb der Songs zum Standard auf „Medication“.

Nach einem kurzen Intro starten BROKEN SKULL ihr Debütalbum „Medication“ mit „Black Docks“ direkt durch. Fette Riffs, eine tolle Melodie und eine griffige aber abwechslungsreiche Songstruktur lassen den Opener richtig fett rocken. „Covered in Silence“, “Down by the River”, „Ternary“ und „Heart and Soul“ bieten groovenden und abwechslungsreichen Alternative Hardrock. Bei “Stand Up And Shout” wirkt zunächst ein experimenteller, ruhig gefühlvoller Anfang, der in einen energiegeladenen, wütenden Metalsound übergeht und sich im Folgenden damit abwechselt. Packender Metalsound findet sich auch im Stampfer „Saw“ und im feinen Alternative Metal-Song „Nightmare“. Der Titelsong „Medication“ zeichnet sich durch viele Wechsel aus. Der Song startet ruhig mit Klavier- und Akustikgitarreneinlagen, um kurz darauf kraftvoll und wütend los zu rocken. Diese Motive wechseln sich ab. Zwischendurch und zum Ende hin findet auch ein Chor seinen Einsatz. Zum Abschluss gibt es noch das THE POLICE-Cover „Message in a Bottle“. Das ist zwar nett, aber aufgrund der Stärke der anderen Songs eigentlich überflüssig. Brauchbar ist es vor allem als Aufmerksamkeitsfänger.Broken Skull - Medication - Artwork

Fazit: Insgesamt ist „Medication“ ein starkes Debütalbum – von den Songs, vom Sound, vom Ideenreichtum und von den Melodien her. Man merkt, dass die Jungs Spaß am Rocken haben. Aus verschiedenen Einflüssen schmieden sie ihren eigenen, modernen Sound, auch wenn wirklich neue Elemente eigentlich fehlen. Trotz technischer Spielereien wirken die Songs als Einheit und von der Melodie her geschickt geführt. Der Effekt ist: Sie rocken einfach mächtig. Die Songs sind für ein Debütalbum sehr ausgereift, auch wenn an der einen oder anderen Stelle noch gefeilt werden könnte. Auch der Gesang hätte hier und da mehr Dampf vertragen könnte. Hinter diesen Songs und diesem Sound würde beim Anhören wahrscheinlich niemand ein paar Jungspunde aus Niedersachsen erwarten, was schlicht und einfach für die Qualität von „Medication“ und von BROKEN SKULL spricht.

Anspieltipps: Black Docks, Stand up and Shout, Nightmare, Medication

Review: Michael Glaeser

Tracks

  1. Intro 1:15
  2. Black Docks 4:39
  3. Covered in Silence 5:00
  4. Down by the River 5:00
  5. Ternary 3:26
  6. Stand up and Shout 3:47
  7. Heart and Soul 4:40
  8. Saw 3:54
  9. Nightmare 5:09
  10. Medication 7:18
  11. Message in a Bottle 4:35

Line up:

Claas Dumdey – Gitarre, Lead Vocals

Lion Schoor – Bass, Backing Vocals

Philipp Trilat – Drums, Backing Vocals

 

Einbettungscode Youtube von „Covered In Silence“:

 

Das interessiert euch bestimmt auch:

Reviews