Review: Odd Dimension – The Last Embrace To Humanity Review: Odd Dimension – The Last Embrace To Humanity
Italien's Doktorarbeit über Dream Theater - Fulminanter Prog Metal von Format, sonnengereift und genial. Review: Odd Dimension – The Last Embrace To Humanity

Italien’s Doktorarbeit über Dream Theater – Fulminanter Prog Metal von Format, sonnengereift und genial.

Diesmal zieht es mich zurück nach 2013, weil ich im Archiv auf Erfreuliches gestoßen bin. Zum zweiten mal nach der überraschend guten Debüt -CD „Symmetrical“ brachten uns die fünf Burschen aus dem Piemont ein immer noch taufrisch wirkendes tolles Album.

Ihre Spielart des Prog Metal trägt eine sehr eigenständige Handschrift, die vor Ambition und Kreativität sprüht. Die Spanne reicht von aggressivem Heavy Prog, Jazz Fusion Einflüssen, bis zum Melodic Prog.

The Unknown King“ und „Under my Creed“ sind schneller, schwerer Prog Metal mit erfrischender Power.

Dissolving into the Void“ schaltet einen Gang zurück, ohne auf Prog-Elemente zu verzichten.

It’s so Late„, eine Powerballade mit treibendem Schlagzeug, einem perlenden Piano und den sehr lässig gespielten Gitarren. Spätestens hier kommen Dream Theater in den Sinn, nur daß James La Brie Sänger Manuel Candiotti nicht das Wasser reichen kann. Sehr sicher in den Höhen, viel Volumen und eine interessante Stimme, leistet er sich keinerlei italienischen Akzent.Odd Dimension – The Last Embrace To Humanity_Artwork

Der ruhigere Mittelteil wird fortgesetzt mit der echten Ballade „Another Time„.Wiederum perlt das Piano in den Breaks Akkorde herunter, daß das Schmalz aus den Boxen rinnt. Es wird wieder Zeit für Vollgas, mit „Fortune and Pain“ auf dass der Hörer geistig nicht wegdriften möge. Wie auch die meisten anderen Songs nimmt man sich fast sieben Minuten Zeit für einen progmäßigen Songaufbau.

Ein ganz anderes Kaliber ist „The New Lines Of Times„, einverhältnismäßig konventioneller Melodic Metal. Keine überraschenden Wendungen hier, nur wohlfühlen. Als Kontrast und fulminanter Schlusspunkt fährt „Far from Desire“ ein. Sehr metallischer Prog, ein Headbanger, ein absoluter Bringer mit allen Zutaten, die dich beim Gig alles vergessen lassen. Auch hier wieder ein entspannter Mittelteil, der eine folgende Steigerung erlaubt.

Fazit: Eine spannende, unterhaltsame Scheibe ohne Durchhänger, ein reifes Werk mit hervorragendem Handwerk im Songwriting. Die Band zeigt ein beeindruckendes Talent und große Kreativität. Hervorragend in Szene gesetzt wird das Werk durch die druckvolle und dennoch detailreiche, warme Produktion. Ein Jammer, daß bis jetzt kein Nachfolger erschienen ist.

Odd Dimension sind: Manuel Candiotti Vocals, Gianmaria Saddi Gitarren, Gabriele Ciaccia – Keys, Gigi Andreone – Bass, Federico Pennazzato – Drums.
Hörprobe auf YouTube:
Tracklist:
1. The Unknown King
2. Under my Creed
3. Dissolving into the Void
4.It’s so Late
5. Another Time
6. Fortune ans Pain
7. The New Lines Of Times
8. Far from Desire
Erschienen am 11. März 2013 bei Scarlet Records

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