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Metal-Review: Shadow Witch – Witch of A Shadow Metal-Review: Shadow Witch – Witch of A Shadow
Shadow Witch mit neuem Album: Witch of A Shadow. Eine Band mit großem Potential und Wiedererkennungswert! Metal-Review: Shadow Witch – Witch of A Shadow

Shadow Witch mit neuem Album: Witch of A Shadow. Eine Band mit großem Potential und Wiedererkennungswert!

Wo soll man anfangen beim Einordnen dieser Band? Zu viel des hier Gebotenen hat man über all die Jahre des Musikkonsums schon verinnerlicht. Der Kochtopf wurde hier mit einigen feinen Zutaten befüllt und mit Marschierpulver abgeschmeckt. Stoner, Doom, Southern, klassischer Metal und Hardrock, haben die Vier New Yorker in ihren besten Jahren absorbiert, um es hiermit wieder zu veräußern.

” If Clutch, Red Fang, Mastodon, Sabbath and Another Animal had a baby, this is it…hell of an orgy“ Meint die Band selbst zu ihrem Stil.

Bereits beim Opener „Spearfinger“ stellte sich bei mir das Gefühl ein, an etwas Größerem teilzuhaben. Kaum ein junger Wilder könnte ohne weiteres so etwas Wuchtiges auf die Beine stellen. Raue, räudige und ungekämmte wuchtige Riffs in recht flinke, dichte, gar nicht träge Songs gegossen. Bass und Gitarre spielen zumeist Unisono, oder zweistimmig, was zusammen mit den nicht vorhandenen Gitarrensoli, einen sehr kompakten Sound generiert.

Die einfach nur tolle Gesangsstimme von Earl Walker Lundy gemahnt an Ian Gillian mit Chris Cornell-Sahnehäubchen. Die Melodien rollen und grooven, oft hypnotisch und dabei kraftvoll, mit einem beständigen Vorwärtsdrang. Sowas, wie eine Ballade, oder eine gezupfte Klampfe kommt gerade einmal als Intro in Frage. Bestenfalls Midtemposongs, die dann doch wieder eine Beschleunigung erfahren.

Fazit: Mit diesem Album beanspruchen Shadow Witch einen Platz im Stammbaum des Stoner/Doom. Ihr Bekanntheitsgrad hinkt ihrer Bedeutung noch nach. Die Scheibe ist stimmig, macht Laune und gehört gehört. Musik, die live so richtig abgehen müsste.

Michael Neumann

Video auf YouTube

Tracklist:

1. Spearfinger

2. Demon’s Hook

3. Wolf Among The Sheep

4. Witches Of Aender

5. Shifter

6. Saint Magdalene

7. 6×6

8. Sour

9. Fountain

Line-up

Doug Beans – Drums,

David Pannullo – Bass, 

Earl Lundy – Gesang / Mellotron / Loop,

Jeremy Hall – Gitarre

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