Review: BOREALIS – THE OFFERING Review: BOREALIS – THE OFFERING
Die Kanadier BOREALIS haben mit ihrem vierten Album „The Offering“ einen großen Schritt vorwärts gemacht. Das Konzeptalbum über eine menschenopfernde Sekte glänzt mit kraftvollem,... Review: BOREALIS – THE OFFERING

Die Kanadier BOREALIS haben mit ihrem vierten Album „The Offering“ einen großen Schritt vorwärts gemacht. Das Konzeptalbum über eine menschenopfernde Sekte glänzt mit kraftvollem, melodischem Progressive Power Metal. Die Thematik wird dabei gekonnt auf der ganzen Bandbreite emotional und ausdrucksstark, mal symphonisch, mal hart und mal düster umgesetzt.

Die aus Ontario / Kanada stammenden BOREALIS sind auf ihrem vierten Werk “The Offering” musikalisch deutlich gereift und haben sich eine gewisse Eigenständigkeit erarbeitet. Das Konzeptalbum glänzt mit kraftvollem, progressivem und melodischem Power Metal, der gekonnt und entsprechend der Thematik mal hart (”River”), mal sehr emotional (“The Devil´s Hand”) und mal symphonisch (“The Ghost Of Innocence”) und insgesamt sehr atmosphärisch umgesetzt wird.

Thematisch geht es auf  “The Offering” um eine Sekte, die Kinder opfert, um das Leid der Menschheit zu beenden. Die schwierige Thematik findet sich in aller Gefühlsbreite und Emotionalität hervorragend in den Songs wieder. Vor allem Songs wie “The Offering” und “Scarlet Angel” stechen da hervor. Sänger Matt Marinelli erklärt die Thematik: “The album follows the creation, rise and ultimate demise of a cult who practices human, more specifically child sacrifice. They believe this method of belief, sacrifice and devotion will bring an end to the suffering of humanity, as well as bring back the innocence of mankind that was lost to greed and industrialism. However, due to their lack of respect to powers greater than themselves, they unwittingly create a deity out of the sacrificed kid, whom ultimately delivers punishment due to their injustice. The men in the cult are too self-consumed with their righteous quest, they’ve completely overlooked the fact that children are the true key to restoring and preserving lost innocence.”BOREALIS – THE OFFERING

Musikalisch sind von “The Offering” vor allem zwei Aspekte hervorzuheben. Einmal die sehr gute Gitarrenarbeit, die zwar vor allem im Instrumentalstück “The Path” und in den progressive Einlagen in Songs wie “Into The Light” oder “The Awakening” zur Geltung kommt, aber insgesamt über alle Songs hinweg durch Ausdrucksstärke und Filigranität glänzt. Die Gitarren unterstreichen genauso die unterschiedlichen Atmosphären wie der zweite hervorzuhebende Punkt: Die herausragende gesangliche Leistung von Matt Marinelli. Die klaren Vocals sind enorm ausdrucksstark und tragen die thematische Emotionalität und Bandbreite an Gefühlen in den Songs. Gleichzeitig wird er in einigen Songs (“Scarlet Angel”, “The Ghost Of Innocence”) von der hinreißenden Sarah Dee unterstützt. Die Atmosphäre wird zudem von durchgehend präsenten Keyboards unterstrichen, die vor allem in den symphonischen Parts (“The Second Son”, “The Ghost Of Innocence”) brillieren.

Dazu geben Schlagzeug und Bass die Schlagzahl in den Songs vor. Beide sind druckvoll treibend und sehr abwechslungsreich gespielt und kommen besonders in den progressiven Parts sehr zur Geltung. „The Offering“ wurde zudem von BOREALIS Drummer Sean Dowell produziert, gemixt und gemastert.

Fazit: Insgesamt ist “The Offering” ein klasse Album, das Resultat eines Reifungsprozesses ist und mehr musikalische Eigenständigkeit zeigt. BOREALIS haben Songs kreiert, die eine Einheit sind und bestens als Gesamtkonzept funktionieren. Mit ihrem vierten Werk sollten BOREALIS viele neue Freunde gewinnen. Bleibt zu hoffen, dass die Kanadier bald den Weg nach Europa schaffen, um “The Offering” live zu präsentieren.

Anspieltipps: Sign Of No Return, River, Scarlet Angel, The Ghost Of Innocence

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. The Fire Between Us 04:41
  2. Sign Of No Return 05:05
  3. The Offering 05:08
  4. River 04:44
  5. The Second Son 05:34
  6. The Devil’s Hand 03:58
  7. Into The Light 05:24
  8. Scarlet Angel 05:24
  9. The Awakening 05:06
  10. The Path (Instrumental) 02:18
  11. Forever Lost 05:07
  12. The Ghosts Of Innocence 08:45

Line up: Matt Marinelli – Vocals & Guitars, Ken Fobert – Guitars, Trevor Mcbride – Bass, Sean Werlick – Keyboards, Sean Dowell- Drums

Hörprobe auf Youtube von „Sign Of No Return“:

 

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