Review:  STORMWOLF – HOWLING WRATH Review:  STORMWOLF – HOWLING WRATH
Die italienische Heavy Metal-Combo STORMWOLF haben seit März 2018 mit „Howling Wrath“ ihr Debütalbum am Start. Mit kräftigen Riffs, flitzenden Soli und schnellen Drum-Breaks... Review:  STORMWOLF – HOWLING WRATH

Die italienische Heavy Metal-Combo STORMWOLF haben seit März 2018 mit „Howling Wrath“ ihr Debütalbum am Start. Mit kräftigen Riffs, flitzenden Soli und schnellen Drum-Breaks wurde klassischer Heavy Metal zusammen gezimmert und mit der kraftvollen, bluesgetränkten Stimme von Sängerin Elena Ventura verbunden. Zu acht eigenen Songs gibt es als Leckerbissen Coverversionen von Warlock und Lizzy Borden.  

STORMWOLF aus Genua wurden 2014 von Gitarristen Francesco Natale (Gitarrist und Hauptsongschreiber) und Sängerin Elena Ventura gegründet. Das Ziel war es, klassischen Heavy Metal mit der bluesigen Stimme der Sängerin zu verbinden und somit neue Wege zu gehen.

Nach den 2015er Demo „Stormwind“ ist seit März dieses Jahres mit „Howling Wrath“ das Debütalbum des italienischen Fünfers bereit. Die Songs leben von der Gegensätzlichkeit der beiden Elemente. Auf der einen Seite der kraftvolle Heavy Metal, der von der starken Gitarrenarbeit und Drums mit jeder Menge Power lebt. Bei den Soli flitzt Francesco Natale wie ein Wilder über die Saiten und mit krachenden Riffs wird auch nicht gegeizt. Dazu kommt die treibende Rhythmussektion. Auf der anderen Seite steht Frontfrau Elena, die eine kraftvolle Stimme hat, die gerne bluesig einsetzt.Stormwolf - Howling Wrath - Artwork

Als Stilmittel setzen STORMWOLF sehr gerne Tempo- und Rhythmuswechsel ein. Und da liegt auch leider das Problem von „Howling Wrath“. Die Songs bieten scheibchenweise tollen Heavy Metal, der aber durch ständiges Hin und Her zerstückelt wird. So fehlen den Songs der ganzheitliche Groove und jeglicher Tiefgang, geschweige denn Atmosphäre. Songs, wie „Stormwind“ könnten richtig klasse sein, hätte die Band den Song nicht in vier Teile zerlegt, die als Ganzes einfach nicht funktionieren. Das technische Können ist definitiv bei den fünf Italienern vorhanden, scheitert aber am übermotivierten Songwriting. Gleichzeitig hat Sängerin Elena zwar eine gute, aber nicht exzellente Stimme, die auf Dauer eher monoton klingt. Hier fehlt einfach eine charismatische Ausstrahlung. Besonders beim Cover von WARLOCK´s „All We Are“ wird der Klassenunterschied zu Metal-Queen DORO sehr deutlich. Die beiden LIZZY BORDEN Cover zum Schluss und das Instrumentalstück „Thasaidon“ deuten dagegen das musikalische Potential von STORMWOLF an. Leider ist der Sound von „Howling Wrath“ recht dünn, so dass die kraftvollen Songs zudem etwas blass daherkommen.

Fazit: Insgesamt haben STORMWOLF viele Qualitäten, die auf „Howling Wrath“ immer wieder durchblitzen. Das Gesamtwerk und jeder Song für sich lassen aber viele Wünsche offen. Immer wenn der Metalhead gerade zum Headbangen starten möchte, wird er abrupt durch einen Tempowechsel ausgebremst. Das ist leider auf Dauer frustrierend und schade. Dabei haben STORMWOLF musikalisch sicher das Potenzial mit etwas direkteren Melodien und weniger Wechseln tolle Songs zu schreiben. Es bleibt zu hoffen, dass STORMWOLF diese Möglichkeiten irgendwann besser nutzen als bei „Howling Wrath“.

Anspieltipps: Thasaidon,

Review: Michael Glaeser

Tracks

  1. The Phoenix
  2. Winter of the Wolf
  3. Marathon
  4. Fear of the Past
  5. Swordwind
  6. Lightcrusher
  7. Thasaidon (instrumental)
  8. Soulblighter
  9. All we are
  10. One False Move
  11. Me against the World

Line up:

Elena Ventura – Lead & Backing Vocals

Dave “The Brave” Passarelli – Lead & Rhythm Guitar, Backing Vocals

Francesco Natale – Lead & Rhythm Guitar, Backing Vocals

Francesco Gaetani – Bass Guitar

Tiziana „Titti“ Cotella – Drums&Percussions

 

Hörprobe auf Youtube von „Fear From The Past“:

 

 

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