Review: BLEEDING THROUGH – LOVE WILL KILL ALL Review: BLEEDING THROUGH – LOVE WILL KILL ALL
BLEEDING THROUGH sind zurück. Und die Pause scheint der Abrissbirne aus Orange County gut getan zu haben. Das neueste Werk „Love Will Kill All“... Review: BLEEDING THROUGH – LOVE WILL KILL ALL

BLEEDING THROUGH sind zurück. Und die Pause scheint der Abrissbirne aus Orange County gut getan zu haben. Das neueste Werk „Love Will Kill All“ ist einfach gewaltig. Der Fünfer reitet die volle Attacke ganz nach dem Motto „No filler, just killer“. BLEEDING THROUGH ist mit „Love Will Kill All“ ein krasses und krachendes Comeback gelungen.  

Sechs Jahre nach ihrem letzten Release „The Great Fire“ und einer Farewell-Tour sind BLEEDING THROUGH zurück – und das gewaltig. Fast 20 Jahre sind die Kalifornier bereits im Geschäft und sie haben trotz der Pause nichts verlernt. War der Metal-Fünfer früher bereits der Einstieg für Heavy Metal-Fans in den Extreme Metal, wird sich das durch das neue Werk „Love Will Kill All“ nicht ändern.

BLEEDING THROUGH vereinen gekonnt Hardcore mit Death und etwas Thrash Metal und streuen klassische Metalcore-Elemente und immer wieder Symphonisches mit ein. Diese hochmetallische Mischung an modernem Extreme Metal wird enorm energiegeladen im Vollgasmodus und mit höchster musikalischer Präzision präsentiert.

Sänger Brandan Schieppati treibt die Songs mit brutalen Growls an, verschafft ihnen aber durch Klargesang an den richtigen Stellen (vor allem Refrains) Eingängigkeit und Griffigkeit. Das Angenehme hierbei ist, dass die klaren Vocals rockig und ehrlich rüberkommen und ohne jegliche weichgespülte Dramatik auskommen. Für das Symphonische und Hymnische zeigt sich vor allem Keyboarderin Marta Demmel mit ihren Orgel- und SynthesizerBleeding Through - Love Will Kill All - Artwork-Einlagen verantwortlich.

Gitarrenmäßig bekommt der zuhörende Metalhead die massive Vollbedienung. Ebenso von der Rhythmusfraktion. Bei den Drums jagen sich Blastbeats und Doppelbass-Attacken gegenseitig. Die Songs fallen mit (fast) durchgängig unter vier Minuten recht knackig aus, was aber der Intensität und energetischen Ausdrucksstärke zugute kommt.

Nach einem kurzen Intro-Song mit Klargesang und symphonischer Orgel geht es beim eigentlichen ersten Song „Fade Into The Ashes“ direkt gerade und mit ordentlich Geschwindigkeit nach Vorne. Die Abwechslung mit dem melodiösen Refrain mit Klargesang zeigt sich in diesem Song exemplarisch für den auf „Love Will Kill All“ verwendeten Stil. Bei „End Us“ kommt hardcoremäßig ein ordentlicher Groove dazu. Bei „Cold World“ wird es schnell mit Metalcore-Elementen. „Dead Eyes“ bedient sich im Symphonischen und kommt mit einem schönen, griffigen Refrain daher. Bei „Buried“ geht es krachend zur Sache und das brutal aggressiv dahin geschmetterte „..Fucking Killing You“ ist gnadenlos glaubwürdig und einfach nur krass geil. „No Friends“ rollt etwas gemächlicher daher (im Vergleich) und ist ein brutaler Stampfer. Bei „Set Me Free“ wird die Atmosphäre mit bösartigem Kreischen und  einem Hang zum Black Metal gekonnt verdunkelt. Das abschließende „No One From Nowhere“ zeigt mit hämmerndem Bass wieder Metalcore-Elemente auf.

Fazit: Insgesamt fallen die Songs abwechslungsreich und vom Songwriting her sehr genial aus. BLEEDING THROUGH fusionieren Extreme Metal Stile ohne diese vor lauter Kompromissen tot zu reiten und hämmern diese zu Songs voll von Aggression, Power, Abwechslung und musikalischem Können zusammen. „Love Will Kill All“ ist für BLEEDING THROUGH ein grandioses Comeback und es bleibt zu hoffen, dass sich die Kalifornier nicht noch einmal für eine längere Pause verabschieden.

Anspieltipps: Fade Into The Ash, Cold World, Buried

Tracks

  1. 0 Darkness A Feeling I Know 1:21
  2. Fade Into The Ash 3:25
  3. End Us 3:25
  4. Cold World 3:03
  5. Dead Eyes 3:13
  6. Buried 2:54
  7. No Friends 3:17
  8. Set Me Free 3:35
  9. No One From Nowhere 2:35
  10. Remains 3:50
  11. Slave 2:19
  12. Life 4:02

Line up:

Brandan Schieppati – Vocals, Marta Demmel – Keyboard, Brain Leppke – Gitarre, Ryan Wombacher – Bass , Derek Youngsma – Schlagzeug

Einbettungscode Youtube von „Fade Into The Ash“:

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