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Metal-Review: HÄMATOM – MASKENBALL Metal-Review: HÄMATOM – MASKENBALL
Ihr 15-jähriges Jubiläum feiern HÄMATOM mit ihrem neuen Album „Maskenball“. Hierauf verneigt sich die Band vor vier musikalischen Richtungen, vor eigenen Lieblingssongs und ‑bands,... Metal-Review: HÄMATOM – MASKENBALL

Ihr 15-jähriges Jubiläum feiern HÄMATOM mit ihrem neuen Album „Maskenball“. Hierauf verneigt sich die Band vor vier musikalischen Richtungen, vor eigenen Lieblingssongs und ‑bands, vor großartigen Gästen und alten Wegbegleitern aus den vergangenen 15 Jahren. Das heißt nichts anderes, als dass es HÄMATOM standesgemäß mächtig krachen lassen.

Seit 15 Jahren lassen es die maskierten Herr Nord, Ost, Sued und West in der Republik mächtig krachen. Der letzte Release „Bestie der Freiheit“ erklomm dabei sogar Platz 2 der deutschen Charts. Um die letzten 15 Jahre angemessen zu feiern, veröffentlichten HÄMATOM am 30.08. ihr neues Studioalbum „Maskenball“. Am Tag darauf folgte mit dem dazugehörige „Maskenball“ Oper Air Konzert in Gelsenkirchen die Megasause.

Auf „Maskenball“ gibt es Altbewährtes in neuem Gewand, neue Songs und deutsche und englische Cover-Versionen. Besonders sticht dabei die Liste an illustren Gästen hervor, die es sich nicht nehmen lassen, mit HÄMATOM zu feiern. Von den überarbeiteten Songs brilliert besonders das bereits veröffentlichte „Alte Liebe Rostet Nicht“ als klaviergetragene, stimmgewaltige Akustik-Version mit Micha Rhein von IN EXTREMO. Auch das sehnsüchtige „Unsterblichkeit“ gefällt.

Der Opener „Wir Sind Keine Band“ drückt genau das aus, was HÄMATOM die letzten 15 Jahre ausgemacht hat. „Wir sind keine Band. Wir sind eine Familie.“ kann klarer nicht ausgedrückt werden. Bei den neuinterpretierten Cover-Versionen fällt zunächst der QUEEN-Klassiker „I Want It All“ auf, den HÄMATOM zusammen mit BLIND GUARDIAN/DEMONS & WIZARDS- Frontmann Hansi Kürsch zum Besten geben.

Leider ist hier die Messlatte sehr hoch und die Version kommt über den „Nett“-Status nicht hinaus. Deutlich interessanter und überzeugender sind die Neuinterpretationen von „Stressed Out“ von den TWENTY ONE PILOTS, „Human“ von RAG´N´BONE MAN, „Freiheit“ von MARIUS MÜLLER-WESTERNHAGEN und „Boom Boom Boom“ von K.I.Z.. Den NDW-Klassiker von TRIO „Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha“ hauen HÄMATOM zusammen mit Mister EISBRECHER Alex Wesselsky stimmungsvoll aus den Boxen. Dazu gibt es die gewohnt sozialkritischen Songs, mit denen HÄMATOM immer wieder klare Botschaften verbreitet. Hier steht auf „Maskenball“ der Song „Anti Alles“ ganz vorne. Aber auch das tiefgehende und balladeske „Engel Lügen Doch“ legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft und hat einen ungewöhnlichen Kloss-im-Hals-Faktor.

Auch der Klassiker „F**k das System“ fehlt auf dem neuen Album nicht und wird zusammen mit der tschechischen Psy Core-Band DYMYTRY  (bekannt als Vorband von der „Bestie der Freiheit“-Tour) als Tschechische Version „Ser na system“ zum Besten gegeben. Insgesamt bietet „Maskenball“ genau das, wofür HÄMATOM so geliebt werden: raue Stimmgewalt, krachende Riffs, wuchtige Drums, eingängige Texte mit klaren Botschaften und einfach packende, mitreißende Songs. Auf „Maskenball“ wird dieses ausgesprochen abwechslungsreich in eine noch nie dagewesenen Sprachen- und Stilvielfalt dargeboten. So kann „Maskenball“ eigentlich nicht als gewöhnliches Studioalbum angesehen werden. „Maskenball“ ist der Soundtrack zu 15 Jahren Bandgeschichte, zu dem einfach megaamtlich abgefeiert werden darf.

Anspieltipps: Wir Sind Keine Band, Anti Alles, Stressed Out, Ser Na System,

Tracks

  1. Wir Sind Keine Band
  2. I Want It All (feat. Hansi Kürsch)
  3. Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha (feat. Alex Wesselsky)
  4. Engel Lügen Doch
  5. Anti Alles
  6. Stressed Out
  7. Bleib In Der Schule
  8. Alte Liebe Rostet Nicht (Akustik Version feat. Micha Rhein)
  9. Scheiße Aber Glücklich
  10. Human
  11. Boom Boom Boom
  12. Teufelsweib
  13. Blut Für Blut
  14. Ser Na System (feat. Dymytry)
  15. Freiheit
  16. Unsterblichkeit

Line up:

Torsten „Nord“ Scharf – Gesang
Frank „Süd“ Jooss – Schlagzeug
Peter „West“ Haag – Bass
Jacek „Ost“ Zyla – Gitarre

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 30.08.2019

 

Label: Sony Music

 

Hörprobe auf Youtube von „Wir Sind Keine Band“:

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