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Metal-Review: AGENTPUNCH – SOOTHSAYER Metal-Review: AGENTPUNCH – SOOTHSAYER
AGENTPUNCH aus Osnabrück haben klassischen Heavy Metal im Blut. Auf ihrem zweiten Album „Soothsayer“ hauen sie diesen direkt und ohne viel Firlefanz aus den... Metal-Review: AGENTPUNCH – SOOTHSAYER

AGENTPUNCH aus Osnabrück haben klassischen Heavy Metal im Blut. Auf ihrem zweiten Album „Soothsayer“ hauen sie diesen direkt und ohne viel Firlefanz aus den Boxen.

Auch wenn es ein paar stilistische Ausflüge gibt, stehen AGENTPUNCH für richtig guten und frischen Heavy Metal.   Seit 2016 machen AGENTPUNCH die Metalszene unsicher und sind nach ihrem Debütalbum „Investigation“ aus 2018 kurz darauf schon wieder am Start. Ende 2019 wurde direkt das zweite Album „Soothsayer“ nachgeschoben. Der Antrieb für dieses Tempo ist einfach, dass AGENTPUNCH Bock auf Heavy Metal haben. Und genau das ist es, was AGENTPUNCH auf „Soothsayer“ bieten: klassischen Heavy Metal modern interpretiert und mit verschiedenen Einflüssen versehen. Zur Orientierung kann hier Saxon genannt werden, wobei aber auch noch andere stilistische Einflüsse verarbeitet werden.

Rockige Elemente („Soothsayer“, „Mountain High“), Prog-Rock-Ansätze („Grace For The Innocence”) oder Speed- oder Thrash Metal-Anleihen („Rampage”) geben dem klassischen Heavy Metal-Sound ein modernes Gesicht.  AGENTPUNCH machen aber weit mehr als nur simplen Oldschool-Heavy Metal. Die Songs auf „Soothsayer“ fallen sehr abwechslungsreich und ausdrucksstark aus. Der 8-minütige Titeltrack pendelt zwischen ruhig atmosphärisch rockenden und Vollgas-Passagen. Auch bei „Mountain High“ und „River Turns Black“  rocken AGENTPUNCH enorm atmosphärisch, sehr melodiös und ausdrucksstark. „Blood On The Wall“ dagegen geht voll nach vorne und erinnert irgendwie an Rage. Zum einen wegen Sänger Alexander Mohrlang, der etwas nach Peavey Wagner klingt, und zum anderen weil die Gitarre an „Straight To Hell“ erinnert. Auch der Opener „Rampage“ geht flott nach vorne und hat ein fettes Speed/Thrash Metal- Feeling. Dazu sind Songs wie „Stalker“, „Cleopatra“ und „Rythm Of Abidance“ einfach nur richtig klasse abwechslungsreicher Heavy Metal. Insgesamt ist „Soothsayer“ ein klasse Heavy Metal Album mit viel Abwechslung, klasse Songs und einem tollen Sound. An diesem Album kann eigentlich jeder Metalhead seine Freude haben, weil es schlicht und einfach gut gemacht ist. AGENTPUNCH schaffen es zudem ihren eigenen Sound zu etablieren. Sie reißen alte Heavy Metal-Schule zwar nicht ab, verpassen ihr aber eine tiefgehende Grundrenovierung.  Anspieltipps: Rampage, Grace For The Innocence, Mountain High,

Tracks

  1. Rampage
  2. Stalker
  3. Cleopatra
  4. Grace For The Innocent
  5. Soothsayer
  6. Mountain High
  7. Blood On The Wall
  8. River Turns Black
  9. Rhythm Of Abidance
  10. Rocket To The Moon

 

Line up:

Alexander Mohrlang – Vocals

Juri Felde – Bass

Tomasz „Tommi“ Kosma – Drums

Roman Felde – Guitar

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 24.11.2019

 

Label: Timezone Records

 

Video auf Youtube von “Stalker”:

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de