Universum25 – Die Maschinen wollen leben – dystopische Zukunftsfantasien oder schon real?
Neue Scheiben, Film- und BuchtippsNews 18. März 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Mit „Die Maschinen wollen leben“ melden sich Universum25 zurück. Das zweite Album der hochkarätig besetzten Formation verbindet harte Rockgitarren, treibende Beats und atmosphärische Electronica mit dystopischen Visionen über KI, Maschinen und eine übertechnisierte Zukunft. Ein kraftvolles, gesellschaftskritisches Werk zwischen Rock, Elektro und Punk, das hervorragend in unsere Zeit passt.
Drei Jahre nach ihrem viel beachteten Debüt kehren Universum25 mit einem neuen Album zurück. „Die Maschinen wollen leben“ knüpft musikalisch nahtlos an den selbstbetitelten Erstling aus dem Jahr 2023 an und führt den charakteristischen Sound der Band konsequent weiter. Kraftvolle Rockgitarren, treibende Rhythmen und atmosphärische Electronica bilden das Fundament für die scharf beobachtenden Texte der Formation.
Die Band vereint Musiker aus einigen der prägendsten deutschen Rock- und Punkbands. Frontmann Michael Robert Rhein (bekannt von In Extremo), Gitarrist Pat Prziwara von Fiddler’s Green, Gunnar Schroeder von Dritte Wahl, Bassist Rupert Keplinger (u. a. Eisbrecher und Antitype) sowie Schlagzeuger Alex Schwers von Slime. Ergänzt wird die Band durch den renommierten Produzenten und Songwriter Jörg Umbreit aus den Principal Studios. Gemeinsam präsentieren sie zehn neue Songs voller Energie, Spielfreude und musikalischer Wucht.
Inhaltlich bleibt das Album seiner dystopischen Grundidee treu. „Die Maschinen wollen leben“ entwirft ein postapokalyptisches Szenario, in dem das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät. Themen wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung und eine immer stärker technisierte Welt bilden den Hintergrund für eine Zukunftsvision, die erschreckend nah und real erscheint. Gleichzeitig richten Universum25 mit scharf formulierten Momentaufnahmen einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen der Gegenwart, die den Weg in diese mögliche Zukunft ebnen.
Bereits im Opener „Wenn Roboter träumen“ erlangen Maschinen ein eigenes Bewusstsein und beginnen, die Menschheit als unberechenbare Fehlerquelle zu betrachten. Unterstützt wird dieses düstere Szenario durch ein KI-generiertes Video, das die Vision einer von Algorithmen dominierten Welt visuell zuspitzt.
Der Song „Gardinen zu“ beschreibt die menschliche Neigung, unbequeme Wahrheiten zu verdrängen – musikalisch umgesetzt mit einem brachialen Bulldozer-Riff und bitterzynischen Textzeilen. Im Titeltrack „Die Maschinen wollen leben“ springt die Handlung weit in die Zukunft: Die Menschheit ist längst verschwunden, doch die Maschinen verrichten weiterhin ihre einst programmierten Aufgaben – bis sie sich ihrer eigenen Existenz bewusst werden und beginnen, ein unabhängiges Leben anzustreben.
Der starke Punkhintergrund der beteiligten Musiker zeigt sich besonders in „Zu deiner eigenen Sicherheit“ – einer bissigen Kritik an Autorität und Kontrolle, die sich zu einem treibenden Elektropunk-Track mit überraschendem Party-Charakter entwickelt. Auch die Perspektive der Künstlichen Intelligenz selbst kommt zu Wort: In „Ich denke, also bin ich“ reflektiert sie über ihre eigene Existenz, während der Song „Uhrwerk“ sich mit der Vergänglichkeit von Zeit und Leben auseinandersetzt.
Ein emotionaler Höhepunkt des Albums ist die Powerballade „Einsamkeit“, in der Michael Robert Rhein mit seiner markanten Reibeisenstimme die dunkle Leere des Alleinseins eindringlich zum Ausdruck bringt.
Mit ihrem zweiten Album zeigen Universum25, wie sich die musikalischen Wurzeln aller beteiligten Musiker – von Punk über Rock bis Elektronik – zu einem eigenständigen, kraftvollen Sound vereinen lassen.
Zur Erstauflage der CD- und LP-Version erscheint zusätzlich eine exklusive Bonus-CD beziehungsweise Bonus-LP mit dem kompletten Livekonzert der Band vom M’era Luna Festival 2025.
Passend zum Album gehen Universum25 im Februar 2026 auf große Release-Tour.






