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Metal-Review: AVIANA – EPICENTER Metal-Review: AVIANA – EPICENTER
Mit ihrem zweiten Album „Epicenter“ und einem neuen Sänger meldet sich die Metalcore-Truppe AVIANA zurück. Die Schweden hauen dabei ein volles Metalcore-Brett mit gnadenlosen... Metal-Review: AVIANA – EPICENTER

Mit ihrem zweiten Album „Epicenter“ und einem neuen Sänger meldet sich die Metalcore-Truppe AVIANA zurück. Die Schweden hauen dabei ein volles Metalcore-Brett mit gnadenlosen Shouts, fetten Breakdowns, progressiven Leadgitarren und 90er Nu-Metal-Inspiration raus.   

Die Göteborger AVIANA haben nach ihrem Debütalbum „Polarize“ unmittelbar den Sänger austauschen müssen und haben mit Joel Holmqvist (ex. Walking With Strangers, Oceans Red) mehr als nur einen Ersatz gefunden. Durch Holmqvist haben sich das gesangliche Spektrum und somit auch die songtechnischen Möglichkeiten erweitert.

Beim Opener „My Worst Enemy“ deutet sich die Kurskorrektur zum Debütalbum zunächst nur leicht an. AVIANA gehen musikalisch zunächst wieder in die Vollen und räumen einfach alles ab – brutale Growls, fette Breakdowns, progressive djentige Gitarren und die gewohnte Abriss-Rhythmus-Sektion. Klargesang kommt nur kurz zum Einsatz. Was aber beim folgenden „Red Sky“ und spätestens „Altitude Sickness“ klar wird, ist die deutlich stärkere Einbindung von Klargesang. Die damit verbundenen Melodie-Parts puffern die Kanonaden aus der Abteilung Attacke ab und geben den Songs eine zusätzliche Dimension i, Vergleich zu „Polarize“.

Diesen neuen Sound auf „Epicenter“, das gemeinsam mit Jeff Dunne (FIT FOR A KING, MEMPHIS MAY FIRE, ICE NINE KILLS, CRYSTAL LAKE) zusammengezimmert wurde, sehen manche bereits als das nächste große Ding aus Göteborg. Gitarrist Marcus Heffler erklärt dazu: „We‘ve all been listening to a lot of different music the last couple of years, and also while growing up. But I would say a few of the bands that inspired us in writing music on our own is both bands like Limp Bizkit and Deftones, but even Northlane and Eminem. We are all listening and taking inspiration on a diverse type of music that contributes in our songwriting, but we wanted to find a new fresh sound with Epicenter still sounding like Aviana with Joel, our new vocalist.“

Während nun “Erased” sehr heftig und gleichzeitig progressive ausfällt, kommt „Heavy Feather“ mit viel Dynamik und Melodie, trotz massiver Breakdowns deutlich direkter rüber.

Voll auf Attacke reiten AVIANA mit „Look Away“ und „Frail“.

Bei „Celosia“ setzt die Abteilung Attacke erstmals komplett aus AVIANA setzen voll auf Melodie und hauptsächlich Klargesang. Auch „Melancholia“, „Hidden“ und „More Than A Name“, sowie das Instrumental-Stück „Ikigai“ fällen deutlich melodiöser aus, wobei die ersten drei genannten Songs noch ein ordentliches Pfund Attacke in sich haben.

Insgesamt klingen AVIANA auf ihrem neuen Album „Epicenter“ moderner und reifer. Das breitere Spektrum an Möglichkeiten kommt den Songs deutlich zu Gute und hebt das neue Werk ganz klar über das Debütalbum. Einziger Wermutstropfen ist, dass AVIANA vom Songwriting her die Möglichkeiten des neuen Sounds noch nicht voll ausschöpfen. Es fehlt einfach die eine oder andere große Melodie, damit wirklich etwas hängen bleiben würde. So ist „Epicenter“ zwar ein klasse Album mit viel Dynamik. Es fehlt aber noch ein kleiner Schritt, um wirklich das nächste große Ding aus Göteborg zu sein.

Anspieltipps: My Worst Enemy, Heavy Feather, Frail, More Than A Name,

 

Tracks

  1. My Worst Enemy 4:31
  2. Red Sky 4:01
  3. Altitude Sickness 3:41
  4. Erased 3:54
  5. Heavy Feather 4:30
  6. Look Away 3:29
  7. Celosia 4:40
  8. Frail 3:20
  9. Melancholia 3:08
  10. Hidden 4:08
  11. Ikigai 2:15
  12. More Than A Name 4:32

 

Line up:

Joel Holmqvist – Gesang

Marcus Heffler – Gitarre

Oscar Forsman – Gitarre

Sebastian Colque – Bass

Niclas Bergström – Schlagzeug

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 23.08.2019

 

Label: Nuclear Blast Records

 

Hörprobe auf Youtube von „Frail“:

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