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Metal-Review: AMARANTHE – Manifest Metal-Review: AMARANTHE – Manifest
Am 2. Oktober 2020 erschien das neue Album von AMARANTHE. Es heißt MANIFEST und ist eine Mischung aus Pop und Power Metal.  Metal-Review: AMARANTHE – Manifest

Am 2. Oktober 2020 erschien das neue Album von AMARANTHE. Es heißt MANIFEST und ist eine Mischung aus Pop und Power Metal. 

Die sechs Schweden haben das letzte Jahrzehnt damit verbracht, sich als sehr positive und leidenschaftlich melodische Kraft im Heavy Metal zu etablieren. Treue Fans der Band können sich jetzt freuen, da das neue Album MANIFEST am Start ist. Trotz der nicht wegzuleugnenden Einflüsse aus der Popmusik, sind die großen Melodien, scharfen Riffs und geistreichen, multi-dimensionalen Echos auch in diesem Album ausreichend vorhanden.

Dazu Olof zu Nuclear Blast: „Von unserem zweiten bis zu unserem dritten Album gab es eine ziemlich große Veränderung, dann von »Massive Addictive« zu »Maximalism« haben wir erneut eine Kehrtwende gemacht. Dann gab es von »Maximalism« zu »Helix« eine weitere Wendung, aber das aktuelle Album ist eine durchaus logische Fortführung zu »Helix«. Wir haben diesmal alles aufgefahren, was auf dem letzten Album gut funktioniert, und es auf 13 Songs gebracht. Ich habe von einer Menge Leute gehört, dass es definitiv das härteste AMARANTHE Album sei. Es ist ein Heavy Metal Album mit massiven, lauten Gitarren. Aber es sind auch immer noch die Pop/Dance Elemente darin enthalten und auch einige epische Filmmusik-Momente! Die Songs sind unterschiedlicher als auf »Helix« und es ist ein abenteuerliches Album. Wir haben dabei einige Dinge ausprobiert, die wir nie zuvor getan haben.”

Es ist ein Album verschiedenster Stimmungen und Texturen, mit immenser Kraft und Aggression, aber auch von sehr viel weicher Schönheit. Die Vermischung ungleicher Elemente war immer ein Teil in AMARANTHE’s Ethos, aber auf ihrem sechsten Album zeigt die Band einen verstärkten Sinn für lyrische und konzeptionelle Inhalte. Die Songs verarbeiten verschiedenste Themen, diese reichen von drohenden, klimatischen Katastrophen bis hin zu theistischer Mythologie. Alle Texte stammen aus den Federn von Olof und Elize. 

Dazu Olof: „Es ist definitiv das am meisten entwickelte und philosophische Album, das wir je gemacht haben. Es ist tiefgründig und besitzt eine große Bandbreite an lyrischen Themen. Wir haben dies ein wenig auf der ‘Do Or Die’ Single hervorgebracht, in der es um die aktuellen Umweltveränderungen und die Klimalage geht. Wir haben auch ein paar Kommentare und Diskurse über die Coronavirus Situation eingebracht, auch wenn sie einem nicht auf die Nase gebunden werden. Dann gibt es noch einen Song über Trennungen – wobei es nicht nur ein Song über eine Beziehung ist, sondern auch über Freundschaften und Geschäftliches.“

Über ihren ungeniertesten und bösesten Song auf MANIFEST sagt Olof lachend: „Naja, um euch ein genaueres Bild zu geben, es gibt einen Song über den Fall von Lucifer und die Erschaffung des Satans!. Das Thema ist für AMARANTHE her neu, aber aus irgendeinem Grund hat es funktioniert. Es ist also ein vielseitiges Album, aber schon etwas düsterer als zuvor, würde ich sagen. Ich muss gestehen, dass ich mit 14 ein Black Metal Kind war .“

MANIFEST ist das perfekte Gegenmittel für alle anhaltenden Ängste, die uns alle in diesen unruhigen Zeiten plagen. Es ist eine filmreife Wertschätzung der Kraft des zeitlosen Heavy Metal und, laut Olof, ein außergewöhnlicher Grund fröhlich zu sein.

Aufgenommen wurde MANIFEST in Dänemark mit Jacob Hansen, mit dem die Band schon lange zusammenarbeitet.

Fazit: MANIFEST ist extrem abwechslungsreich und kennt keine Genregrenzen. Pop, Rock und Metal werden hier mutig gemischt. Härte wechselt sich ab mit Blümchenpop. Shouting und Growls wechseln ab mit melodiösem Klargesang. Ein interessanter Mix, dem es, trotz der Pop-Einflüsse, auf keinen Fall an Komplexität und Melodienreichtum fehlt.

Elize Ryd – Gesang

Henrik “GG6” Englund

Wilhelmsson – Gesang

Nils Molin – Gesang

Olof Mörck – Gitarre & Keyboard

Morten Løwe Sørensen – Schlagzeug

Johan Andreassen – Bass

www.amaranthe.se

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de