FOTOSTRECKE und Nachbericht: HEAVEN SHALL BURN, The Halo Effect , The Black Dahlia Murder und Frozen Soul im Schlachthof Wiesbaden
FotostreckenNewsRückblicke 9. März 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Wenn vier Schwergewichte des modernen Death Metal gemeinsam auf Tour gehen, ist Abriss garantiert. Auf der ausverkauften „Heimat Over Europe Tour 2026“ lieferten Heaven Shall Burn gemeinsam mit The Halo Effect, The Black Dahlia Murder und Frozen Soul im Schlachthof Wiesbaden einen Abend voller brachialer Riffs, Circle Pits, Rudersessions und hymnischer Melodien. Zwischen Old-School-Death-Metal und modernem Metalcore wurde die beliebte Konzertlocation zum kochenden Hexenkessel.
Wenn eine Tour schon lange vor dem Konzerttermin als „ausverkauft“ gemeldet wird, ist klar, hier steht ein Abend mit hoher Erwartungshaltung bevor. Genau so war es im legendären Schlachthof Wiesbaden. Ich fieberte dem Abend schon wochenlang entgegen und freute mir einen Haxen aus, als es endlich so weit war. Im Rahmen der „Heimat Over Europe Tour 2026“ schnürten Heaven Shall Burn gemeinsam mit The Halo Effect, The Black Dahlia Murder und Frozen Soul ein unwiderstehliches Death-Metal-Paket. Stilistisch bewegte sich die Musik zwischen modernem Metalcore und klassischem Melodic Death Metal.
Den Auftakt machten Frozen Soul aus Texas. Die US-Band, gegründet 2018 in Fort Worth, hat sich mit ihrem kompromisslosen Old-School-Death-Metal und dem Debütalbum Crypt of Ice schnell einen Namen in der Szene erspielt. Mit schweren Riffs, tiefen Growls und eisiger Atmosphäre brachte die Band die Halle früh auf Betriebstemperatur und setzte den ersten Moshpit des Abends in Bewegung. Ich genoss jeden Ton in vollen Zügen und verausgabte mich gleich am Anfang körperlich und enegetisch. Das Licht war leider außer dunkel nur dunkel – deshalb gibt es auch nicht viele Bilder der Band.
Anschließend übernahmen The Black Dahlia Murder aus Michigan. Seit ihrer Gründung 2001 zählt die Band zu den prägenden Vertretern des melodischen Death Metal in den USA. Mit technisch versierten Gitarrenläufen, rasenden Blastbeats und einer enormen Bühnenenergie lieferte die Formation ein intensives Set aus Klassikern, aber auch neueren Songs. Das Publikum dankte es mit Crowdsurfing und einer durchgehend kochenden Stimmung vor der Bühne.
Mit The Halo Effect folgte ein echtes Highlight für Fans des Göteborg-Sounds. Die schwedische Band wurde 2019 von ehemaligen Mitgliedern von In Flames gegründet und vereint Musiker wie Sänger Mikael Stanne. Frontmann von Dark Tranquility und Gitarrist Jesper Strömblad. Entsprechend stark geprägt ist der Sound der Gruppe vom klassischen melodischen Death Metal der 1990er-Jahre. Hymnische Melodien, zweistimmige Gitarren und Stannes markante Stimme und sympathisch-herzliche Bühnenpräsenz sorgten für einen der atmosphärisch dichtesten Momente des Abends.
Schließlich betraten Heaven Shall Burn die Bühne – und die Halle verwandelte sich endgültig in ein brodelndes Meer aus Circle Pits und erhobenen Fäusten. Die Thüringer Band rund um Bandchef und Gitarrist Maik Weichert, 1995 gegründet und schon seit vielen Jahren eine feste Größe im europäischen Metal, verbindet Metalcore mit melodischem Death Metal und ist bekannt für ihre politisch engagierten Texte gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und für den Tierrechte. Mit Songs vom aktuellen Album HEIMAT und Klassikern aus ihrer über 25-jährigen Karriere zeigte die Band eindrucksvoll, warum sie zu den wichtigsten Vertretern ihres Genres zählt. Sänger Marcus Bischoff hatte das Publikum dabei von der ersten Sekunde an fest im Griff. Und mit Freude durften wir alle beruhigt feststellen auch die infektiös bedingten Stimmprobleme des letzten Jahres sind Gott sei Dank überwunden.
Trotzdem ich mich bei drei so starken Vorbands total verausgabt habe, konnte ich noch meine Restenergie bündeln, um HSB, wie die band in Kurzform genannt wird, noch total abfeiern zu können. Für mich sind die Jungs aus meinem Musikrepertoire nicht mehr wegzudenken. HSB zählen zu meinen absoluten Lieblingsbands. Nicht nur wegen der zweifellos großartigen und hochenergetischen Musik – auch wegen ihrer Haltung und dem Mut auf der Bühne auszusprechen, was uns alle schon lange bewegt. Danke, dass es Menschen und Musiker wie euch gibt! Ihr seid wunderbar!
Neben der musikalischen Wucht stand auch eine besondere Aktion im Fokus: Die Tour ist Teil der Kampagne „Pay With Your Blood“, die in Kooperation mit dem Wacken Open Air und regionalen Blutspendediensten organisiert wird. Die Idee dahinter: Blutspenden und im Gegenzug ein Ticket erhalten – eine ungewöhnliche, aber wirkungsvolle Verbindung aus Metal-Community und gesellschaftlichem Engagement.
Fazit: Am Ende blieb das Gefühl, Teil eines Abends gewesen zu sein, der mehr war als nur ein Konzert. Ein massives Metal-Package, vier Bands in Höchstform, mutige Statements gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeit und Rechtsruck und eine ausverkaufte Halle, die jeden einzelnen Song frenetisch feierte.
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HEAVEN SHALL BURN
THE HALO EFFECT
THE BLACK DAHLIA MURDER
FROZEN SOUL
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de
























































































































































































