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Metal-Review: SERIOUS BLACK – SUITE 226 Metal-Review: SERIOUS BLACK – SUITE 226
Nach einer wohlverdienten Pause melden sich SERIOUS BLACK zurück. Auf ihrer neuen Scheibe „Suite 226“ geht die deutsch-amerikanische All-Star-Band wieder deutlich härter zu Werke... Metal-Review: SERIOUS BLACK – SUITE 226

Nach einer wohlverdienten Pause melden sich SERIOUS BLACK zurück. Auf ihrer neuen Scheibe „Suite 226“ geht die deutsch-amerikanische All-Star-Band wieder deutlich härter zu Werke als zuletzt. Mit treibenden Riffs, knackigen Soli und jeder Menge Power wandelt das vierte Studioalbum von SERIOUS BLACK zwischen massivem Power Metal und flottem Rock. Dazu gibt es eine Story, die auf den Wegen des Wahnsinns zwischen Gummizelle und Traumwelt wandelt.

SERIOUS BLACK melden sich mit „Suite 226“ grandios zurück. Achtzehn Monate sind seit dem letzten SERIOUS BLACK-Album “Magic“ vergangen. Eine außergewöhnlich lange Zeit für eine Band, die seit ihrer Gründung 2015 jährlich ein neues Album veröffentlichen. Die Pause haben SERIOUS BLACK aber bestens kreativ genutzt. Nun sind die Powermetaller frisch und hungrig mit ihrer neuen Scheibe „Suite 226“ zurück. Oder, wie Bassist Mario Lochert es ausdrückt: „Das Warten hat nun ein Ende, wir sind frisch und ausgeruht zurück. Vor allem sind wir aber hungrig, auf die Bühne zurückzukehren.“

Die Frische macht sich vor allem im Sound bemerkbar. Nach zwei eher rockigen Alben und dem Unplugged-Album „First Light“ gehen SERIOUS BLACK mit „Suite 226“ wieder härtere Wege. Auf „Suite 226“ bieten SERIOUS BLACK wieder mächtigen Power Metal mit massiven Riffs, knackigen Soli, treibenden Double Basses, prägnante Keyboards und eingängige Hooks, wie es zuletzt auf „As Daylights Break“ zuhören war. Das ordentliche Pfund Härte wird dabei natürlich wieder mit eingängigen und mitreißenden Melodien veredelt.

Thematisch ist „Suite 226“ im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig. „Suite 226“ handelt von einem geistig verwirrten Mann, der zwischen seiner Traumwelt, der Realität und dem Bösen pendelt. Die Realität ist dabei eine feuchte, kalte  Gummizelle mit der Nummer 226. In seiner Traumwelt ist der Mann aber ein mächtiger Herrscher mit Schloss, Kurtisanen und eigenem Heer. Taumelnd zwischen Illusion und Realität wird er durch Dämonen, Panikattacken und Verfolgungswahn immer weiter in den Wahnsinn getrieben. Und „Suite 226“ ist der perfekte Soundtrack für diesen Ritt durch diesen Ort der Verdammnis.

Musikalisch setzen SERIOUS BLACK das Pendeln zwischen Illusion und Realität ausdrucksstark um. Besonders die entfesselten Vocals von Sänger Urban breed bringen die einzelnen Geisteszustände perfekt zum Ausdruck. Songtechnisch gibt es direkt zu Anfang mit dem flotten „Let Me Go“ und dem melodiösen „When The Stars are Wright“ zwei knackige Power Metal Nummern. Mit dem furios symphonischen „Solitude Étude“ wird das Tempo hoch gehalten. Das Tempo wird erst mit dem eingängigen Mid-Tempo-Rocker „Fate Of All Humanity“ gedrosselt. Diese rockige Seite zeigen SERIOUS BLACK auch bei der positiven Up-Tempo-Nummer „Way Back Home“. Dazwischen liegt „Castiel“, das anfangs ruhig daherrockt und dann metallisch Fahrt ausnimmt. Dem Wahnsinn etwas näher liegen die beiden dramatischen, symphonisch angehauchten Power Metal-Nummern „Heaven Shall Burn“ und „We Still Stand Tall“. Ruhig und friedlich geht es dagegen bei dem balladesken „Come Home“ zu. Zum Abschluss gibt es mit dem fast neunminütigen „Suite 226“ das große Finale. Mit dramatischen Klängen des Wahnsinns und melodiösen Parts wandelt der Song zwischen den Welten.

Insgesamt ist „Suite 226“ ein ausdrucksstarkes Power Metal-Album mit vielen verschiedenen Facetten. Mal furios, mal dramatisch, mal friedlich – und immer viel Melodie. Und musikalisch ist das neue Album sowieso, wie gewohnt, erste Sahne. SERIOUS BLACK haben mit „Suite 226“ also das perfekte Gepäck, für die nächsten Live-Shows.

Anspieltipps: Let Me Go, Solitude Étude, Way Back Home

Tracks:

  1. Let Me Go
  2. When The Stars Are Right
  3. Solitude Étude
  4. Fate Of All Humanity
  5. Castiel
  6. Heaven Shall Burn
  7. Way Back Home
  8. We Still Stand Tall
  9. Come Home
  10. Suite 226

Line up:

Urban breed – Vocals

Dominik Sebastian – Guitar

Mario Lochert – Bass

Ramy Ali – Drums

Review: Michael Glaeser

Veröffentlichungstermin: 31.01.2020

Label: AFM Records

Einbettungscode Youtube von “Let Me Go”:

 

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de