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Metal-Review: SCARCROW – BEYOND THE BLACK RAINBOW Metal-Review: SCARCROW – BEYOND THE BLACK RAINBOW
Die Newcomer SCARCROW stehen auf mystischen Hard Rock – auf ihrem Debütalbum „Beyond The Black Rainbow“ haben sie diesen gekonnt umgesetzt. Die vier Jungs... Metal-Review: SCARCROW – BEYOND THE BLACK RAINBOW

Die Newcomer SCARCROW stehen auf mystischen Hard Rock – auf ihrem Debütalbum „Beyond The Black Rainbow“ haben sie diesen gekonnt umgesetzt. Die vier Jungs aus Donaueschingen orientieren sich dabei an Größen, wie Alice Cooper, Black Sabbath oder Dio, schaffen aber ihr ganz eigenes Flair.

Besonders die charismatische Stimme von Sänger Damin Fry und die stimmungsvoll düsteren Gitarren erzeugen dabei eine mystische Atmosphäre in modernem Gewand.  SCARCROW (ohne -e-) wurden 2015 in Donaueschingen von vier Musikern zum Leben erweckt, die die Liebe zu traditionellem Hard Rock im Sinne von Dio, Alice Cooper und Black Sabbath teilten.

Eine erste Duftmarke setzten SCARCROW 2016 mit ihrer ersten EP „A Murder Of Crows“. Nachdem neues Songmaterial schließlich ausgereift war, folgte im April 2019 das Debütalbum „Beyond The Black Rainbow“. Und wenn mystischer Hard Rock das Ziel von SCARCROW war, ist das mit „Beyond The Black Rainbow“ erstklassig gelungen.

Die besondere Stärke der Songs liegt darin, dass sich SCARCROW zwar an traditionellen Größen orientiert, diese aber mit einer modernen Atmosphäre und Spielart umsetzt. So entwickeln SCARCROW eine düstere Mystik und einen ganz eigenen Gänsehautfaktor. Hierfür sind vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend. Der erste ist sicherlich die Stimme von Sänger Damon Fry, die einfach unter die Haut geht und perfekt zu dieser Art von Musik passt. Zweitens pendelt die Gitarren gekonnt zwischen knackigen, rockigen Riffs („S.W.T.W.C.A.“) und mystischen Klängen („Mr. Lee“). Beides wird durch ein sehr interessantes Songwriting und eine bärenstarke Unterstützung der Rhythmussektion getragen.  Songtechnisch wird auf der einen Seite munter drauflos gerockt („Blood Brother“, „Wolf In Sheep´s Clothin´“, „Born Guilty“) und auf der anderen Seite gefühlvoll düster mystische Atmosphäre bei gedrosseltem Tempo erzeugt („Children Of The Crow“, „Mr. Lee“, „It Can´t Rain All The Time“). Dazwischen bewegen sich Songs wie „Stagefryght“ oder „Jezebel“. Dazu haben sich SCARCROW einige Gastmusiker an Bord geholt. Bei „Children Of The Crow“ sorgen die Kinder der Krähe für Gänsehautatmosphäre.

Bei „From The Ashes“ Rene Fichter (Blood Fueled Engine) als zweite düstere Metal-Stimmer für eine ordentliche Death Metal-Note zuständig. Bei den letzten beiden Songs „It Can´t Rain All The Time” und „Scars Behind The Mask” singt Julie von In Control im Duett mit Damon Fry. Beim ersten Song ergänzt die feine, hohe Stimme von Julie die düster-rockige Stimme von Damon als Gegenpol klasse. Bei „Scars Behind The Mask“ stellt Julie dann auf rockig um und Damon wird richtig bissig, was perfekt zusammenpasst und es richtig krachen lässt. Live treten SCARCROW übrigens in düsterem Outfit auf, was dem mystisch-rockigen Sound und den düsteren Geschichten (mal auch mit Augenzwinkern) die visuelle Unterstützung bietet.  Insgesamt ist SCARCROW mit „Beyond The Black Rainbow“ ein klasse Debütalbum gelungen. Eigener Sound mit hohem Wiedererkennungswert. Coole Songs, die im Ohr bleiben. Eine packende, düstere Atmosphäre, die absolut authentisch rüberkommt. SCARCROW machen einfach verdammt viel richtig. Und einen Song wie „Mr. Lee“ würde selbst einem Altrocker wie Alice Cooper gut zu Gesicht stehen. So ist „Beyond The Black Rainbow“ von SCARCROW eine absolute Empfehlung zu reinhören und mitreißen lassen.

 

Anspieltipps: S.W.T.W.C.A., Children Of The Crow, Mr. Lee, Scars Behind The Mask

Tracks

  1. Beyond The Black Rainbow
  2. S.W.T.W.C.A.
  3. Blood Brother
  4. Stagefryght
  5. Children Of The Crow
  6. Wolf In Sheep´s Clothin‘
  7. Jezebel
  8. Mr. Lee
  9. Born Guilty
  10. From The Ashes (feat. Rene Fichter of Blood Fueled Engine)
  11. It Can´t Rain All The Time (feat. Julie of In Control)
  12. Scars Behind The Mask (feat. Julie of In Control)

 

Line up:

Damon Fry – Gesang

Matthias Schorp – Gitarre / Backing Vocals

Tobias Wehrle – Schlagzeug

Simon Schorp – Bass / Backing Vocals

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 06.04.2019

 

Label:  Scream / TopX Music

 

Hörprobe auf Youtube von „Wolf In Sheep´s Clothin‘ „:

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