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Metal-Review: GLOBAL SCUM – ODIUM Metal-Review: GLOBAL SCUM – ODIUM
GLOBAL SCUM ist das Solo-Projekt von Mastermind und Multiinstrumentalist Manuel Harlander. Auf seinem zweiten Werk "Odium" schwingt GLOBAL SCUM wieder die volle Groove Metal-Keule... Metal-Review: GLOBAL SCUM – ODIUM

GLOBAL SCUM ist das Solo-Projekt von Mastermind und Multiinstrumentalist Manuel Harlander. Auf seinem zweiten Werk „Odium“ schwingt GLOBAL SCUM wieder die volle Groove Metal-Keule mit Death Metal-Einschuss und prangert die Missstände dieser Welt an. So sind die 13 Songs ein perfekter Soundtrack zur alltäglichen medialen und gesellschaftlichen Apokalypse.       

2017 startete das österreichische Mastermind Manuel Harlander sein Soloprojekt GLOBAL SCUM. Mit „Hell Is Home“ packte er im gleichen Jahr sein von der Szene sehr gut aufgenommenes Groove Metal Debüt-Album aus. Im Jahr 2019 ist war es nun Zeit mit dem zweiten Machwerk „Odium“ nachzulegen. Musikalisch orientiert sich GLOBAL SCUM an Groove Metal-Größen, wie Soulfly, Sepultura, Ektomorf und den frühen Machine Head. Das heißt nicht weniger, als dass es mit einem energiegeladenen, brutalen, heftigen Metalbrett mächtig was auf die Ohren gibt. Nicht nur, dass Harlander alle Instrumente gekonnt und abwechslungsreich aus den Boxen haut, er growlt, screamt und kreischt, was das Zeug hält – brutal und anklagend. Ehrlicher kann man Groove Metal nicht leben. Dazu sind die 13 Songs passend kurz und knackig.

Thematisch hebt GLOBAL SCUM mächtig den Mittelfinger gegen die sozialen Missstände der Welt und haut kräftigst mit der Faust auf den Tisch. So prangert „Feared“ Korruption an und“Fake As Fuck“ schießt gegen die modernen Fake-Realitäten. Bei „Violent Creation“ legt GLOBAL SCUM gegen den parasitären weltweiten Terrorismus los und führt dieses Thema mit „Assassins“ weiter, bei dem es um die Sinnlosigkeit von Selbstmordattentaten geht. Ein Song wie „Disgusting Lust Of Madness“, der über einen kranken Geister der Neuzeit geht, zeigt perfekt, wie sich der Zorn des Zillertalers Harlander in die enorme Intensität des Songs von GLOBAL SCUM umsetzt. Dass das sogar auf Deutsch bestens funktioniert beweist „Martyrium“, das vom kranken Perversling Josef Fritzl handelt. Und selbst das Instrumental-Stück „Savage Killer“ lässt das Bahnbrechen von Wut und Zorn spüren.

GLOBAL SCUM und das neue Album „Odium“ ist für Manuel Harlander das Mittel der Wahl seiner Wut und seinem Zorn auf die Krankheiten und Ungerechtigkeiten unserer heutigen Gesellschaft freien Lauf zu lassen. Als Einmann-Projekt hat Manuel Harlander auch alle Freiheiten. Da er nicht nur alle Instrumente spielt und singt, sondern auch noch „Odium“ selber das Recording und den Mix übernommen hat, gab es keinerlei Grenzen und GLOBAL SCUM konnte sich förmlich austoben. Lediglich beim Produktionsprozess wurde mit Christian Schmid (u.a. Suicidal Angels, Mystic Prophecy) ein externer Profi an Bord geholt. Diese Freiheiten sind auf „Odium“ in jeder Sekunde zu spüren. Die Songs fallen durch die Bank kreative und abwechslungsreich aus und schwingen einen mächtigen Hammer gegen die moderne Gesellschaft. Einziger Wermutstropfen ist, dass bei den Instrumenten, insbesondere den Drums punktuell zu spüren ist, dass Harlander überall Vollprofi ist. Hier wären brachiale Attacken einer externen Kraft manchmal wünschenswert gewesen. Das trübt das Gesamtbild von „Odium“ aber nur minimal. „Odium“ als zweites Werk von GLOBAL SCUM ist brutal, gewaltig, anklagend, anprangernd, zornig und einfach ein mega-fettes Metal-Brett.

Anspieltipps: Feared, Assassins, Call For Resistance, Martyrium, Violent Creation

Tracks

  1. Lunatic 01:31
  2. Feared 03:51
  3. Fake As Fuck 03:38
  4. Full Of Hell 04:24
  5. Disgusting Lust Of Madness 04:25
  6. Assassins 05:27
  7. Back Beats 02:40
  8. Call For Resistance 03:03
  9. Martyrium 03:22
  10. Human Waste 03:05
  11. Violent Creation 04:31
  12. Savage Killer 02:15
  13. Mental Anxiety 03:56

 

Line up:

Manuel Harlander – Lead Vocals, Composing, Guitar, Bass, Programming

Review: Michael Glaeser

Veröffentlichungstermin: 19.07.2019 

Label: NRT Records

Hörprobe auf Youtube von „Feared“:

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