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Metal-Review: ASENBLUT – DIE WILDE JAGD Metal-Review: ASENBLUT – DIE WILDE JAGD
ASENBLUT sind nach drei Jahren zurück und blasen mit „Die Wilde Jagd“ zum Angriff. Tetzel und seine Mannen rufen mit ihrem deutschsprachigen Melodic Death... Metal-Review: ASENBLUT – DIE WILDE JAGD

ASENBLUT sind nach drei Jahren zurück und blasen mit „Die Wilde Jagd“ zum Angriff. Tetzel und seine Mannen rufen mit ihrem deutschsprachigen Melodic Death / Viking Metal zur Schlacht – brutal, melodiös, donnernd und urwüchsig. ASENBLUT lassen es mit „Die Wilde Jagd“ mal wieder richtig krachen.             

ASENBLUT melden sich vier Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Berserker“ und dem kleinen Intermezzo „Legenden“ mit ihrem neuen Studioalbum „Die Wilde Jagd“ zurück. Mit brutaler Härte, packenden Melodien, viel Epos, ordentlich Geschwindigkeit und donnerndem  Kriegsgeheul ziehen ASENBLUT erneut in die Schlacht und die Welt vor Ragnarok zu retten. Auf „Die Wilde Jagd“ berichten die Göttinger Mannen um Halbgott-Schmied Tetzel wieder aus der nordischen Sagenwelt in Form feinstem Melodic Death Metal. ASENBLUT klingen dabei zwar oberflächlich wieder wie der kleine Bruder von AMON AMARTH. Die Band deshalb aber einfach abzustempeln, wäre meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Erstens ist es schon eine unglaubliche Leistung, klasse Viking Metal auf Deutsch aus den Boxen zu hauen („Die Wilde Jagd“, „Seite an Seite“, „Irminsul“) und zweitens gibt es bei ASENBLUT jede Menge andere Elemente, die den Sound von ASENBLUT vielschichtiger machen, als es scheint. So finden sich Black Metal („Codex Gigas“, „Penumbra“, „Wolfhunger“, „300“), Thrash  („Weder Gott, noch König“) und traditioneller Heavy Metal („Drachentöter“) im Sound von ASENBLUT auf „Die Wilde Jagd“. Geprägt wird der Sound wieder einerseits durch die brutalen Growls (und dem hier und da krassen Gekeife) von Fronthünen Tetzel. Andererseits gefällt die klasse Gitarrenarbeit. Da gibt es neben Twin-Guitars aus der IRON MAIDER-Schublade und Melodic Death-Riffs der Marke AMON AMARTH, auch jede Menge packende klassische Heavy Metal Riffs und furiosen Soli. Mancher Black Metal Part lässt durchblicken, dass ASENBLUT sehr viel von IMMORTAL halten. Die Drums bieten zudem mal treibende Double Bass-Attacken, mal rasende Blastbeats oder mal die perfekte rhythmische Kraft zu melodiösen Parts. Die Songs selber glänzen neben einem ordentlichen Wumms mit tollen Melodien und mitreißenden Refrains. Ohne viel Firlefanz geht es urwüchsig direkt nach vorne und voll auf die Zwölf. Besonders griffige Songs wie „Seite an Seite“ und „Die Wilde Jagd“ sollten sich in den nächsten Jahren sicherlich im Live-Set von ASENBLUT fest etablieren.

Fazit:

Insgesamt weiß „Die Wilde Jagd“ das Herz des Viking Metallers, aber auch des Metalheads durch und durch zu erfreuen. Die Songs sind einfach eine runde Sache. Besonders die vielschichtigen Gitarren wissen auf ganzer Linie zu gefallen. ASENBLUT haben das geliefert, was sie am besten können und das ist einiges. So kann sich jeder mit einem Sinn für Melodic Death Metal gefahrlos auf „Die Wilde Jagd“ begeben.

Anspieltipps: Codex Gigas, Drachentöter, 300, Wolfhunger,

Tracks:

  1. Die Wilde Jagd
  2. Codex Gigas
  3. Seite An Seite
  4. Irminsul
  5. Drachentöter
  6. Penumbra
  7. Weder Gott Noch Könige
  8. Wolfshunger
  9. 300
  10. Seite An Seite (Extended Version)

 

Line up:

Claus Cleinkrieg – Guitars

Stan – Guitars

Sash – Bass

Balrogh – Drums

Tetzel – Vocals

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 17.04.2020

 

Label: AFM Records

 

Video auf Youtube von “Die Wilde Jagd”:

 

Link zum Interview mit ASENBLUT-Frontmann Tetzel:

https://metalogy.de/interview-metalogy-im-gespraech-mit-asenblut-teil-1/

 

https://metalogy.de/interview-metalogy-im-gespraech-mit-asenblut-zweiter-teil/

 

ASENBLUT Live im Elfer, Frankfurt:

https://metalogy.de/ancient-ascent-tour-asenblut-waldgefluester-ereb-altor-und-angantyr-im-elfer-nachbericht/

 

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