Lionheart gestern im Schlachthof Wiesbaden – FOTOSTRECKE und Nachbericht
FotostreckenNewsRückblicke 17. Januar 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Wenn der Schlachthof Wiesbaden bebt, die Fäuste in die Höhe gehen und jede Textzeile aus hunderten Kehlen zurückschallt, dann ist Hardcore angesagt: Lionheart und ein hochkarätiges Support-Line-up, bestehende aus Madball, Gideon und Slope, lieferten gestern Abend ein intensives Statement für die ungebrochene Kraft der Szene.
Der Schlachthof Wiesbaden verwandelte sich gestern Abend in ein Epizentrum lautstarken Hardcores. Angeführt von Lionheart, einer der prägendsten Bands der Bay Area, wurde dem Publikum eindrucksvoll vor Augen geführt, warum diese Spielart harter Musik seit Jahrzehnten Menschen weltweit bewegt.
Lionheart haben sich spätestens seit ihrem Debütalbum „The Will To Survive“ (2007) einen festen Platz im internationalen Hardcore-Olymp erspielt. Beeinflusst von Szenegrößen wie Blood For Blood, Hatebreed und Madball, steht ihr Sound für eine brachiale Mischung aus klassischem Hardcore, West-Coast-Grooves, Metal-Riffs und subtilen Hip-Hop-Anleihen. Songs wie der wuchtige Titeltrack „Valley Of Death“ – zugleich Namensgeber des 2019 erschienenen Durchbruchalbums – entfalteten auch live ihre volle Wirkung und ließen die Halle kochen.
Was Lionheart dabei von vielen Genre-Kollegen unterscheidet, ist ihre Authentizität: Die Texte erzählen von Gewalt, Verlust und einem Leben am Rand der Gesellschaft – stets getragen vom unbeugsamen Willen, nicht aufzugeben. Diese Haltung brachte der Band nicht nur weltweite Anerkennung, sondern auch Einladungen zu großen Bühnen, etwa als Support von Body Count bei deren Open-Air-Shows 2022. Dass Wiesbaden mittlerweile mindestens zum sechsten Mal auf dem Tourplan der Kalifornier steht, unterstreicht die besondere Verbindung zum hiesigen Publikum. Und die Ankündigung „New Music on the way“ sorgte zusätzlich für Vorfreude.
Die Supportbands
Nicht minder eindrucksvoll präsentierten sich die Special Guests des Abends. Madball, eine der stilprägendsten Bands des New York Hardcores neben Sick Of It All und Agnostic Front, bewiesen einmal mehr, warum sie seit den frühen 90ern als lebende Legenden gelten. Ihre energiegeladene Performance verband rohe Aggression mit Szenehistorie – ein Lehrstück in Sachen Hardcore-Ethos.
Mit Gideon aus Tuscaloosa, Alabama, folgte ein moderner, härterer Ansatz: Die Band, deren Mitglieder selbst den Weg vom Hardcore-Punk hin zu einem metallischeren Sound vollzogen haben, brachte massiven Druck auf die Bühne.
Den Auftakt machten Slope aus Duisburg, die mit ihrem eigenständigen Crossover aus Hardcore, Funk und Groove-Metal eindrucksvoll zeigten, warum sie zu den spannendsten Vertretern der aktuellen deutschen Szene zählen.
Das Publikum feierte alle drei Bands und trällerte lautstark sämtliche laut herausgebrüllten Texte mit.
Fazit: Am Ende blieb ein Abend, der einmal mehr bewies: Hardcore ist keine Nostalgieveranstaltung, sondern lebendige, schweißtreibende Gegenwart. Und der Schlachthof Wiesbaden der perfekte Ort dafür.
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LIONHEART, SECU und Publikum
MADBALL, SECU und Publikum
GIDEON, SECU und Publikum
SLOPE, SECU und Publikum
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de


































































































































































