Sepultura verabschieden sich nach 40 Jahren beachtlicher Bandkarriere mit „The Cloud of Unknowing“
AnkündigungenDies & DasNews 14. April 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Neiiiiiin! Das könnt ihr uns nicht antun!!! Mein Klingelton am Handy ist ROOTS!!!! Nach über 40 Jahren Metal-Geschichte wollen Sepultura sich nun endgültig verabschieden und hinterlassen mit einer letzten, überraschend freien Veröffentlichung ein eindrucksvolles Vermächtnis.
Die Ära einer meiner absoluten Lieblingsbands geht nun zu Ende. Ich pack’s überhaupt nicht, schluchz. Sepultura wollen ihre außergewöhnliche Karriere nach mehr als vier Jahrzehnten zum Abschluss zu bringen. Mit 14 Gold-Auszeichnungen, Shows in über 80 Ländern und ihrem Status als eine der einflussreichsten Metalbands weltweit haben die sympathischen Herren Musikgeschichte geschrieben – weit über ihre brasilianischen Wurzeln hinaus.
Aktuell ist die Band noch auf ihrer Abschiedstour „Celebrating Life Through Death“ unterwegs, doch parallel dazu entstand die Frage: Wie verabschiedet man sich würdig nach so einer Laufbahn? Die Antwort: mit neuer Musik – spontan, ehrlich und ohne Druck.
2024 stieß der erst 23-jährige US-Drummer Greyson Nekrutman zur Band und brachte frischen Wind ins Line-up. Seine Vielseitigkeit und kreativen Impulse entwickelten sich schnell zum Motor für neue Ideen. Gitarrist Andreas Kisser wollte diese besondere Dynamik unbedingt festhalten – und so entstand die Idee zu einer finalen EP.
Aufgenommen wurde „The Cloud of Unknowing“ in den legendären Criteria Studios / Miami, produziert von Stanley Soares. Ohne festen Plan, ohne Zeitdruck: Innerhalb von zehn Tagen ließ die Band den Songs freien Lauf und entwickelte alles direkt im Studio. Das Ergebnis ist ein ungefiltertes Werk, und eine würdiges Monument einer beeindruckenden Bandgeschichte.
Mit „The Cloud of Unknowing“ präsentieren Sepultura eine ihrer vielseitigsten und emotionalsten Veröffentlichungen. Die vier Tracks spiegeln noch einmal die gesamte Bandbreite des genialen Sounds wider.
Von der wuchtigen Energie von „All Souls Rising“, die sich in orchestrale Höhen steigert, bis hin zur introspektiven Power-Ballade „Beyond the Dream“ mit cleanen Vocals.
Der charismatische Sänger Derrick Green verleiht den Songs zudem eine starke inhaltliche Tiefe. „All Souls Rising“ greift historische Ereignisse wie den Sklavenaufstand im Haiti des 18. Jahrhunderts auf und überträgt sie auf aktuelle gesellschaftliche Fragen – ein Aufruf zu Zusammenhalt über Grenzen hinweg.
Auch „The Place“ schlägt nachdenkliche Töne an und thematisiert Migration, Identität und innere Konflikte – getragen von einer musikalischen Entwicklung, die den emotionalen Wandel eindrucksvoll widerspiegelt.
Mit „The Cloud of Unknowing“ setzen Sepultura ein letztes Statement: roh, reflektiert und menschlich. Ein würdiger Abschied einer Band, die den Metal über Generationen hinweg geprägt hat – und deren Einfluss noch lange nachhallen wird.
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de






