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Metal-Review: PATTERN-SEEKING ANIMALS – PATTERN SEEKING ANIMALS Metal-Review: PATTERN-SEEKING ANIMALS – PATTERN SEEKING ANIMALS
PATTERN-SEEKING ANIMALS sind eine neue Progressive Rock Band, bei der sich Songwriter und Produzent John Boegehold drei (ex-)Mitglieder von Spock´s Beard an die Seite... Metal-Review: PATTERN-SEEKING ANIMALS – PATTERN SEEKING ANIMALS

PATTERN-SEEKING ANIMALS sind eine neue Progressive Rock Band, bei der sich Songwriter und Produzent John Boegehold drei (ex-)Mitglieder von Spock´s Beard an die Seite holte. Zusammen hat das Quartett Progressive Rock auf allerhöchstem Niveau auf ihr Debütalbum „Pattern-Seeking Animals“ gebannt. Neben gekonnter Progressivität glänzen die Songs auch durch viel Gefühl und Melodie.       

John Boegehold hat bereits vorher als Songwriter und Produzent mit Spock´s Beard zusammengearbeitet. 2018 begann er damit, Material für ein Album zu schreiben und hatte schnell mehr als genug davon. Beim Schreiben dieser Songs achtete Boegehold besonders darauf, dass bei aller Progressivität die Songs eine gewisse Griffigkeit erhielten:

My goal was to produce music that’s progressive and intricate while keeping things immediate and melodic. Whether a song is four minutes or ten minutes long, I didn’t want more than a few bars go by without some kind of instrumental or vocal hook.”

Zur Umsetzung seiner Ideen holte sich Boegehold die (Ex-)Spock´s Beard Mitglieder Ted Leonard (Vocals und Gitarre), Jimmy Keegan (Drums und Vocals) und Dave Meros (Bass) an Board. Boegehold selber übernahm bei PATTERN-SEEKING ANIMALS das Spielen und Programmieren der Keyboards. Diese Konstellation hat drei Punkte bezüglich des Debütalbum „Patter-Seeking Animals“ zur Folge: (1) Der Sound klingt sehr nach (den frühen) Spock´s Beard, (2) die Keyboards von John Boegehold stehen sehr im Vordergrund, und (3) diese Allstar-Band aus absoluten Vollprofis liefert schlicht und einfach exzellenten Progressive Rock. Die Einbindung der anderen Bandmitglieder beschreibt Boegehold: “Besides live strings on a few songs and a female backing vocalist on another, it was all done between the four of us with Dave and Ted ending up as co-writers on some of the material.” Und auch gegen eine zu starke Anlehnung an Spock´s Beard wappnete sind Boegehold: “Pattern-Seeking Animals was a clean slate. So I found myself drawing on a few different musical influences and using some contemporary production ideas and sounds that I probably wouldn’t use with Spock´s Beard for various reasons.”

Direkt der Einstieg mit fast 10-minütigen „No Burden Left To Carry“ zeigt die musikalische Orientierung und die Erstklassigkeit auf. Zusammen mit den anderen beiden 10-Minütern „Orphans of the Universe“ und „Stars Along the Way” bildet der Song den stärksten und spannendsten Part von „Pattern-Seeking Animals“. Von den kürzeren Songs fallen die beiden Balladen „The Same Mistake Again“ und „Fall Away“ auf, die mit Klavierklängen und leicht symphonischen Vibe sanft daherkommen. Ein stimmungsvolles Highlight ist „These Are My Things“, das schunkel-rhythmisch daher schwebt. In die gleiche positive Kerbe schlägt die Gute-Laune-Nummer „No Land´s Man“ (inklusive Pfeifen). Dazu kommen das kraftvolle, rockende „No One Ever Died And Made Me King“ und das charismatisch abwechslungsreiche „We WriteThe Ghost Stories“.

Insgesamt müssen PATTERN-SEEKING ANIMALS den Vergleich mit dem Original nicht scheuen. Qualitativ befindet man sich auf demselben sehr hohen Niveau. Dazu sind die Songs auf „Pattern-Seeking Animals“ spannend und abwechslungsreich. Das Debütalbum von PATTERN-SEEKING ANIMALS ist mehr als gelungen. Alleinig die musikalische Nähe zu Spock´s Beard hinterlässt die Frage, ob ein bisschen mehr Abgrenzung wünschenswert gewesen wäre. Sicherlich haben PATTERN-SEEKING ANIMALS hier noch nicht ihr volles Potential ausgeschöpft. John Boegehold selber gibt die Hoffnung, dass von PATTERN-SEEKING ANIMALS noch einiges zu erwarten ist: “The plan is to tour as much as possible and to come out with a new album at least once a year. In fact, work on the second album is already well under way.” Der Beginn ist also sehr verheißungsvoll.

Anspieltipps: No Burden Left To Carry, These Are My Things, No One Ever Died And Made Me King, Stars Along The Way

Tracks

  1. No Burden Left to Carry 9:38
  2. The Same Mistakes Again 5:10
  3. Orphans of the Universe 10:28
  4. No One Ever Died and Made Me King 3:54
  5. Fall Away 4:47
  6. These Are My Things 4:52
  7. We Write the Ghost Stories 3:22
  8. No Land’s Man 5:35
  9. Stars Along the Way 10:20

 

Line up:

John Boegehold – Synths, Keyboards

Ted Leonard – Vocals, Guitar

Dave Meros – Bass

Jimmy Keegan – Drums, Vocals

Review: Michael Glaeser

Veröffentlichungstermin: 05.07.2019

Label: InsideOut Music

Hörprobe auf Youtube von „No Burden Left To Carry“:

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