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Metal-Review: FIRSTBOURNE – PICK UP THE TORCH Metal-Review: FIRSTBOURNE – PICK UP THE TORCH
FIRSTBOURNE aus Boston machen sich mit ihrem zweiten Werk „Pick Up The Torch“ auf den Weg zu Großem. AOR und Melodic Metal werden mit... Metal-Review: FIRSTBOURNE – PICK UP THE TORCH

FIRSTBOURNE aus Boston machen sich mit ihrem zweiten Werk „Pick Up The Torch“ auf den Weg zu Großem. AOR und Melodic Metal werden mit flirrenden Gitarren-Attacken und progressiven Verspieltheiten gewürzt und mit packenden Vocals und großen Melodien garniert. Fertig ist das Rezept für ein grandioses Melodic Metal-Werk.   

FIRSTBOURNE aus Boston streben danach, die Fackel von den alternden Headlinern zu übernehmen und legen dafür mit ihrem zweiten Album „Pick Up The Torch“ einen weiteren Grundstein. Das Rezept der Band ist dabei recht simpel: Melodischer Metal mit Hang zu bekannten Gitarrenhelden wird mit AOR vermischt und einer Frischzellenkur unterzogen. Wer auf Journey, Yngwie Malmsteen, Axel Rudi Pell oder Hardline steht und auf etwas frisches wartet, ist hier an der richtigen Adresse.

Wie die Referenzen schon ahnen lassen, bieten FIRSTBOURNE auf „Pick Up The Torch“ klasse, rockige Melodien, die sich ins Ohr fräsen, um dort für lange Zeit zu verweilen. Aber auch Metalisches und Progressives kommt nicht zu kurz, was dem Ganzen eine gewisse Frische und Spannung gibt.  Die eine Hälfte großartiger Melodien findet sich in tollen, gitarrenlastigen AOR-Songs. Allen voran steht der klassische AOR-Ohrwurm „Riot“, der einfach radiotaugliches Hitpotenzial hat. Ebenso mitreißende AOR-Perlen sind die schöne Powerballade „When Morning Breaks“, das ebenso gefühlvolle „My Choice”, der flotter Rocker „Breaking Chains” und das unterhaltsame „Pretend“.

Daneben gibt es klassische Metal-Songs, die neben packenden Refrains gitarrenseitig ordentlich Tempo machen. Hier wird mächtig ge-shred-dert und Akkorde rasen nur so vorbei, als ob man Meister Malmsteen persönlich einholen wolle. Auch vom Gitarrensound her lässt Gitarrist Mike Kerr immer wieder seine Vorliebe für Gitarrenhelden wie Yngwie Malmsteen, Eddie Van Halen oder Axel Rudi Pell durchblicken. Warum die Band sich aber zum Abschluss mit „Rising Force“ an einem Yngwie Malmsteen-Cover probiert, bleibt mir schleierhaft. Sich mit Größen wie ex-Rainbow-Sänger Joe Lynn Turner, Gitarrenflitzefinger Yngwie Malmsteen und Keyboard-Legende Jens Johansson zu messen, ist extrem mutig. Der Versuch ist letztendlich zwar ganz ordentlich, kann aber mit dem Original in keiner Weise mithalten.

Deutlich besser sehen FIRSTBOURNE bei ihren eigenen melodischen Metal-Songs aus. Mit dem Opener „Home“, dem mächtigen „Truth Of The Lion“, den interessanten „Control“ und dem knackig rasanten „Pick Up The Torch“ beweisen FIRSTBOURNE nicht nur ihre musikalischen Kompetenz, sondern auch, dass sie ein gnadenlos gutes Händchen fürs Songwriting haben. Ihre Progressive Metal-Einflüsse bringen FIRSTBOURNE bei „FirstBourne Heart“ zur Geltung. Richtig spannend flott und symphonisch angehaucht präsentiert sich das ausdrucksstarke „Symphony of Subconcious“ zum Abschluss (vor dem Cover). Irgendwo zwischen alledem schweben Songs, wie das nette „Pretend“, das riffige „For Now“ und das stampfende „Spinning Out“. Insgesamt ist „Pick Up The Torch“ eine absolut klasse Metal-AOR-Scheibe mit einem ordentlichen Unterhaltungswert. FIRSTBOURNE sind an ihren Instrumenten erstklassig und Ian Raposa weiß am Mikro absolut zu überzeugen. Seine Stimme passt perfekt zu der Mischung aus Metal und AOR. Dazu kommen ein klasse Sound und ein feines Gespür für gutes Songwriting. So haben FIRSTBOURNE mit „Riot“ und „Home“ zwei absolute Hit-Kandidaten im Gepäck. FIRSTBOURNE zeigen mit „Pick Up The Torch“, dass sie mächtig Potenzial haben. Der Start in Richtung Headliner ist also gemacht.  Anspieltipps: Home, Truth Of The Lion, When Morning Breaks, Riot

 

Tracks

  1. Intro
  2. Home
  3. Truth Of The Lion (feat. Jota Vox)
  4. Control
  5. New Tomorrow
  6. When Morning Breaks
  7. My Choice
  8. Breaking Chains
  9. Riot
  10. Firstbourne Heart
  11. Pretender
  12. For Now
  13. Pick Up The Torch
  14. Spinning Out
  15. Symphony Of Subconcious
  16. Rising Force

 

Line up:

Mike Kerr – Guitars

Ven Thanagaraj – Bass

Ian Raposa – Vocals

Joe Bertola – Drums

 

Junior Camilo – Keyboards

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 25.10.2019

 

Label: SAOL

 

Video auf Youtube von “Pretend”:

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