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INTERVIEW – THIRD WAVE – Teil 4 INTERVIEW – THIRD WAVE – Teil 4
Vor ihrem Konzert im Nachtleben standen Adrian, Julian, Sebi und Bene von THIRD WAVE Lydia und Michael von Metalogy Rede und Antwort. Sie berichteten... INTERVIEW – THIRD WAVE – Teil 4

Vor ihrem Konzert im Nachtleben standen Adrian, Julian, Sebi und Bene von THIRD WAVE Lydia und Michael von Metalogy Rede und Antwort. Sie berichteten von ihrem ersten Rockkonzert, ihren Zukunftsplänen, ihren Freundschaften zu anderen Metalbands und vielem mehr.

Welches war euer erstes Konzert?

Julian: KATATONIA und LONG DISTANCE CALLING in der alten Batschkapp. Das war ziemlich geil.

Sebi: Mein erstes Metal-Konzert war damals ANTHRAX und MOTORHEAD in Offenbach. Mit meinem Vater zusammen. Das war geil. Da war ich auch das allererste Mal in meinem Leben im Moshpit. Mein Vater hat natürlich aufgepasst von draußen, aber die Leute waren auch vorsichtig. Das hat einen höllischen Spaß gemacht und war voll geil. Mein allererstes Konzert generell war BADESALZ auf dem Hessentag in Langenselbold.

Aber ohne Moshpit.

Sebi: Da gab es Moscht-Pit.

Adrian: Auf meinem ersten Konzert war ich, glaube ich, schon 16. Das war AVENGED SEVENFOLD in der Jahrhunderthalle. 2013. Für das erste Konzert war das sehr beeindruckend.

Bene: Mein erstes Konzert war in der Festhalle LINKIN PARK.

Wann ist euer nächstes Album zu erwarten? Habt ihr schon einen Plan?

Sebi: Wir werden es so bereuen, jetzt eine Aussage zu treffen.

Julian: Realistisch, ist in 3 Jahren.

Adrian: Man weiß nie, wie es ist. Das letzte Album ist auch früher rausgekommen als wir eigentlich gedacht hatten, dass es fertig wird. Aber zu diesem Zeitpunkt beim ersten Album waren wir mit dem Songwriting zu unserem letzten Album schon deutlich weiter als jetzt. Wir hatten der der Release-Show von unserem ersten Album schon einen Song gespielt, der auf dem jetzigen Album drauf ist. Dagegen haben wir jetzt erst eine Handvoll Riffs oder Ideen. Also, das jetzige Album war schon sehr kräftezehrend. Hinsichtlich eines neuen Albums ist also noch nicht viel passiert.

Julian: 13 Jahre, wie bei TOOL wird es aber nicht dauern.

Adrian: So schnell, wie es uns möglich ist.

Sebi: Wir wollen uns auf keinen Fall eine Timeline setzen, weil sonst Schrott rauskommt.

Julian: Da liegt jetzt gerade überhaupt nicht der Fokus drauf. Es geht jetzt erstmal um das live spielen und alles was nebenbei rauskommt, ist ein Bonus. Und wenn wir sagen, dass wir jetzt so weit sind und aktiv am Album arbeiten wollen, dann wird das  passieren. Aber ich glaube, das lässt sich nicht festlegen.

Seid ihr auf Label-Suche oder wollte ihr euch da nicht festlegen?

Sebi: Das kommt drauf an. Wenn es ein Label gibt, das passt, dann sehr gerne.

Julian: Wir haben uns damals entschieden, dass wir das zweite Album Do-It-Yourself machen. Ich sage es mal so: Wir haben selber am eigenen Leib erfahren, dass es nicht möglich ist, einen Label-Deal abzuschließen, wenn man gerade eben etwas veröffentlicht hat. Innerhalb von zwei Monaten nach dem Release will dich kein Label haben. Das heißt, wenn wir ein neues Album machen würden, könnten wir natürlich sagen, vor Release erst mal auf Label-Suche zu gehen und dann damit das Album veröffentlichen.

(Kurze Unterbrechung durch den Konzertmanager)

Wie gesagt, wenn wir irgendwann eine neue Platte aufgenommen haben, könnte man damit auf Label-Suche gehen. Aber momentan sind wir für Labels einfach nicht interessant. Also, wir haben gerade ein Album veröffentlicht. Wir sind gerade am Konzerte spielen. Mit neuem Material wird das möglich sein, denke ich. Aber die Entscheidung es jetzt Do-It-Yourself zu machen, war bewusst. Das lag nicht daran, dass wir kein Label gefunden haben, sondern wir haben gar nicht erst gesucht.

Macht ihr eure PR selber?

Julian: Wir haben mittlerweile die richtigen Leute gefunden, die das für uns machen. Das ist immer so der Trick, dass man sich Leute sucht, die wissen, wie es geht, und die man dann natürlich auch bezahlt. Wir haben mit einer Promotion Agentur für das zweite Album zusammengearbeitet, die uns als Newsletter verbreitet hat, damit wir auch Reviews bekommen. Ansonsten gibt es Mund-zu-Mund-Propaganda und wir haben eigene Flyer gemacht. Eigene Plakate. Eigenen Merchandise. Aber die Metal Promotion Agentur hat uns schon viel für uns getan. Die haben uns auch in den Metal Hammer gebracht und ins Legacy und ins Fuze. Wir waren schon in dreizehn Magazinen.

Habt ihr Freundschaften zu anderen Bands aus Frankfurt?

Sebi: Aus Frankfurt direkt jetzt nicht, aber wir haben zum Beispiel eine gute Freundschaft zu PRECIPITATION aus Babenhausen. Die haben uns quasi auch großgezogen, sage ich immer. Die haben, als wir noch keine Ahnung hatten, schon ihre Gigs gespielt und da haben sie uns ein bisschen an die Hand genommen. Bei unserem allerersten Konzert haben wir die kennengelernt. Die sind übrigens sehr empfehlenswert. Sehr guter Melo Death. Richtig geile Mucke. Über die haben wir auch Kontakt zu Sven Schornstein bekommen, der das erste Album von denen produziert hat und jetzt unser Album gemischt hat. Und dann, BLACK PARABEL. Die haben sich jetzt gerade komplett neu gefunden. Die gibt es, glaube ich, auch erst seit ein paar Monaten. Das sind auch Kumpels von uns. Ganz frisch. Die haben ein Heiden-Potenzial. Die machen so – Wie kann man das beschreiben? – eine Mischung aus TOOL, STONE SOUR und NIRVANA.

Julian: Ansonsten findet man immer wieder Leute. Meistens sind es auch nur ein, zwei Leute von einer Band. Manchmal verliert man sich auch komplett aus den Augen. Aber es ist auf jeden Fall schon ein Netzwerk, das sich immer wieder bewegt. Wo man auch immer mal wieder Leute trifft, die man das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen hat. Da kommt man schon gut rum.

Wie kamt ihr mit ALL WILL KNOW zusammen, die das Konzert heute Abend veranstaltet?

Julian: Die kennen wir jetzt bestimmt auch schon seit zwei Jahren. Die sind auch mit PRECIPITATION, der vorhin genannten Band, auch sehr gut befreundet. Und die veranstalten immer ein Festival in Darmstadt in der Oettinger Villa. Das nennt sich METAL UP YOUR LIFE und da haben wir vor einem Jahr jetzt das erste Mal gespielt. Als Opener. Und da kam dann der Kontakt zum Jan, dem Gitarristen von ALL WILL KNOW zustande. Und der hat mich dann von einem halben Jahr angerufen, weil wir ja ein neues Album am Start haben, und hat uns gefragt, ob wir Lust haben, im Nachtleben zu spielen. Ein schöner Freundschafts-Gig. Vier Bands. Da habe ich direkt zugesagt. Der hat uns da quasi mit ins Boot geholt. Wie gesagt, wenn man mal Leute kennenlernt und mit denen Kontakt hält, kann man sich natürlich gegenseitig unterstützen. Connections. Vitamin B. Das ist schon wichtig. Danke also auch an ALL WILL KNOW.

Vielen Dank für das tolle Interview.

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