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KATAKLYSM, VADER und BLOOD RED THRONE in der Batschkapp Frankfurt – FOTOSTRECKE und Nachbericht KATAKLYSM, VADER und BLOOD RED THRONE in der Batschkapp Frankfurt – FOTOSTRECKE und Nachbericht
Trotz Dienstagabend und beinahe schon traditionellem Tour-Stopp in unserer Gegend lieferten Kataklysm, Vader und Blood Red Throne in der Batschkapp ein Death-Metal-Paket, das die... KATAKLYSM, VADER und BLOOD RED THRONE in der Batschkapp Frankfurt – FOTOSTRECKE und Nachbericht

Trotz Dienstagabend und beinahe schon traditionellem Tour-Stopp in unserer Gegend lieferten Kataklysm, Vader und Blood Red Throne in der Batschkapp ein Death-Metal-Paket, das die Halle im wahrsten Sinne des Wortes zum Beben brachte.

Frankfurt zeigte sich am gestrigen Dienstagabend von seiner härteren Seite – in der Batschkapp versammelte sich eine angenehme Zahl an Death-Metal-Fans, um ein Line-up zu feiern, das stilistisch kaum passender hätte sein können. Die Hall war gerade richtig gefüllt, so, dass man ohne gröbere Karambolage headbangen und tanzen konnte.

Den würdigen Auftakt machten Blood Red Throne aus Norwegen, die seit 1998 für ihren technisch versierten, aber zugleich unfassbar brachialen Death Metal bekannt sind. Mit druckvollem Sound und präzisem Zusammenspiel gelang es der Band im Nu das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen.

Im Anschluss waren Vader an der Reihe – eine echte Institution des Genres. Ehrlich gesagt, ich wusste gar nicht mehr, wie geil diese Band eigentlich ist und war sehr beeindruckt und überrascht. Die polnische Formation um Frontmann Piotr Wiwczarek gehört seit den frühen 1980er-Jahren zu den prägendsten und erfolgreichsten europäischen Death-Metal-Bands – und das mit Recht. Entsprechend routiniert und energiegeladen fiel das Set aus – rasende Blastbeats, schneidende Riffs und kaum Verschnaufpausen sorgten für eine dichte, intensive Atmosphäre im Saal.

Als schließlich Kataklysm die Bühne übernahmen, war die Stimmung bereits auf einem Höhepunkt – und wurde – kaum zu glauben – immer noch weiter gesteigert. Die sympathische kanadische Band, gegründet 1991 in Montreal, ist bekannt für ihren „Northern Hyperblast“-Stil und ihre enorme Live-Präsenz. Trotz der regelmäßigen Tourstopps in Deutschland – gefühlt fast im Jahresrhythmus – gelang es der Band das Publikum mit Haut und Haar für sich einzuvernehmen. Routiniert, aber niemals abgespult. Die Band zeigte sich spielfreudig, nah am Publikum und mit einer Setlist, die sowohl Klassiker als auch neuere Songs geschickt kombinierte.

Bemerkenswert war vor allem die Atmosphäre im Publikum – für einen Wochentag war die Batschkapp erstaunlich gut gefüllt, und die Fans gingen von Beginn an mit. Lockere Circle Pits, Headbanging und lautstarke Mitsing-Passagen bestimmten das Bild – ein Beweis dafür, dass starke Line-ups auch unter der Woche mühelos funktionieren.

Am Ende des Abends bleibt ein klarer Eindruck – dieses Tourpaket überzeugte nicht nur durch seine Hochkarätigkeit, sondern vor allem durch die Leidenschaft aller Beteiligten. Ein Dienstag, der sich wie ein Wochenende anfühlte – ganz im Zeichen des Death Metal. Genial!

KATAKLYSM

VADER 

BLOOD RED THRONE

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de