Feige IS-Terroranschläge erschüttern Paris – Die Welt trauert mit den Menschen in Frankreich Feige IS-Terroranschläge erschüttern Paris – Die Welt trauert mit den Menschen in Frankreich
Bei insgesamt sechs Anschlägen wurden gestern in Paris 129 Menschen getötet. Mehr als 200 wurden verletzt. Davon 99 schwer und viele schweben noch in Lebensgefahr.... Feige IS-Terroranschläge erschüttern Paris – Die Welt trauert mit den Menschen in Frankreich

Bei insgesamt sechs Anschlägen wurden gestern in Paris 129 Menschen getötet. Mehr als 200 wurden verletzt. Davon 99 schwer und viele schweben noch in Lebensgefahr. Die beliebte Pariser Konzerthalle Bataclan verwandelte sich gestern nacht in einen Ort des Schreckens. Mehr als 80 Konzertbesucher starben. Viele wurden von den Terroristen regelrecht hingerichtet

In der Pariser Konzerthalle Bataclan spielte gerade die Indie-Rock-Band „Eagles of Death Metal“ als plötzlich Attentäter wahllos auf das Publikum feuerten. Panik brach aus. Der Albtraum dauerte mehrere Minuten. 87  Menschen kamen bei dem kaltblütigen Anschlag ums Leben. Schließlich stürmte die Polizei das Gebäude. Auch an fünf anderen Orten gab es zeitgleich Anschläge. Dabei wurden 40 weitere Menschen getötet. 200 wurden bei den Terrorakten in Paris verletzt. Viele der Verletzten schweben nach wie vor in Lebensgefahr.

Um eine Panik zu vermeiden wurde das Länderspiel im gegenüberliegenden Stade de France dennoch fortgesetzt, obwohl sich die schrecklichen Ereignisse bereits abzeichneten. Während des Spieles war drei Mal ein lauter Knall zu hören. Präsident Hollande, der dem Match beigewohnt hatte, wurde sofort in Sicherheit gebracht. Unter den Zuschauern breitete sich Unruhe aus, als die ersten Informationen über die Anschlagsserie in das Stadion drangen. Eine Massenpanik konnte aber verhindert werden. Nach dem Spiel durften die Fußballfans das Stadion längere Zeit nicht verlassen und wurden gebeten sich auf dem Spielfeld zu versammeln. Den Menschen wurde empfohlen keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und sich bis auf Weiteres in ihren Häusern aufzuhalten.

Schon in den frühen Morgenstunden gab es erste Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Anschläge. Inzwischen hat sich der IS zu den feigen Terrorakten bekannt. Nach Angaben eines Augenzeugen nannten die Attentäter im Bataclan den französischen Militäreinsatz in Syrien als Grund für die Anschlagserie. Pierre Janaszak, der das Attentat überlebte, sagte zur Nachrichtenagentur AFP: „Ich habe deutlich gehört, wie sie zu den Geiseln gesagt haben: ‚Hollande ist Schuld, euer Präsident ist Schuld, er hat kein Recht in Syrien einzugreifen.“

Acht Attentäter sollen es insgesamt gewesen sein. Alle acht sind tot. Es wurde berichtet, dass sich drei beim Polizeieinsatz direkt im Konzerthaus Bataclan selbst in die Luft gesprengt hätten. Ein Terrorist wurde von der Polizei erschossen, die anderen Attentäter starben bei den weiteren Anschlägen in verschiedenen Teilen von Paris.

Foto: by_Sonja Mahr_pixelio.de

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Nach den Anschlägen auf die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt im Januar 2015 mit 18 Toten wurde Frankreich gestern Abend bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Opfer einer grausamen Attentatsserie. Die Anschläge lösten auf der ganzen Welt Entsetzen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Gauck und zahlreiche Politiker anderer Länder drückten ihr Mitgefühl für die Angehörigen der Todesopfer und die zahlreichen Verletzten aus. Die Politiker zeigten sich betroffen, erklärten sich solidarisch mit Frankreich und trauern mit dem schwer erschütterten Land. Bundeskanzlerin Merkel sagte in ihrer bewegenden Rede bei der spontan einberufenen Pressekonferenz heute morgen: „Ich bin in Gedanken bei den mehr als 120 Menschen, denen das Leben geraubt wurde, und ich bin in Gedanken bei den Familien und Angehörigen. Seien Sie versichert: Deutschland fühlt mit Ihnen in Ihrem Schmerz und in Ihrer Trauer. Ich denke auch an die Verletzten. Mögen sie genesen, körperlich und seelisch.“

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere bot dem Nachbarland die Hilfe deutscher Spezialkräfte an und Österreich schlug Frankreich die Unterstützung seiner Terroreinheit „Cobra“ zur Bekämpfung der kaltblütigen Barbaren vor.

Auch die arabischen Staaten distanzieren sich klar von den terroristischen Aktionen und versprechen Unterstützung bei den Ermittlungsarbeiten. Der iranische Präsident Hassan Ruhani verurteilte die Tat aufs Schärfste und bezeichnete die Anschläge als unmenschliche Verbrechen.

Präsident Hollande hat nun den Ausnahmezustand für ganz Frankreich verhängt und Grenzkontrollen angeordnet. Er ließ die Grenzen schließen, um eine Flucht von eventuellen weiteren Attentätern zu verhindern. Hollande sagte außerdem seine Teilnahme am G-20-Gipfel in der Türkei für das Wochenende ab. „Im Angesicht des Terrors muss Frankreich stark sein, es muss Größe zeigen und die staatlichen Behörden Härte. Das werden wir.“

Alle Rettungsdienste der Stadt wurden mobilisiert und rund 1500 Soldaten zum Schutz und zur Unterstützung der Französischen Hauptstadt entsandt.

Orte des pulsierenden Lebens und der Freiheit – Dem IS ein Dorn im Auge

Nahezu zeitgleich hatten die Attentäter mit Maschinengewehren und Sprengsätzen vor allem an Orten des „Pulsierenden Lebens“ und Kulturgenusses angegriffen. Orten an denen normalerweise Lebensfreude pur herrscht. Belebte Restaurants, Bars, ein Stadion und ein ausverkaufter Konzertsaal mit 1500 Kulturbegeisterten waren die Angriffsziele der Terroristen.

Die Vorstellung ist ein absoluter Horror. Die Konzertbesucher der Indie-Rockband mit dem irreführenden Namen „Eagles of Death Metal“ wollten Spaß und in der Pariser Konzerthalle Bataclan einfach mal den Alltag hinter sich lassen.

Und dann mitten unter der ausgelassenen und fröhlichen Stimmung plötzlich der feige Angriff der Terroristen. Sie schießen wahllos auf unschuldige Konzertbesucher. Panik bricht aus und jeder versucht sich in Sicherheit zu bringen. Laut Augenzeugen, exekutierten die Terroristen Menschen, die am Boden lagen und so Schutz vor den Kugeln der Kalaschnikows suchten. Das traurige Ergebnis 87 Tote und unzählige Schwerverletzte.

Eigentlich sollte der größte Angriff dem Stade de France gegolten haben. Aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen bei Fußballveranstaltungen, konnte dieses Attentat aber verhindert werden. Das Stadion fasst 80.000 Menschen. Unvorstellbar was passiert wäre, wenn der Angriff auf das Stade de France gelungen wäre.

Ein wahres Blutbad – Überlebende des Bataclan-Massakers berichten

Ein junger Konzertbesucher, schilderte der französischen Zeitung „Le Figaro“ die traumatischen Szenen, die er während des Attentats beobachtet hatte. „Ich sehe, wie der Sänger seine Gitarre abnimmt, ich drehe mich um und sehe einen mit einer automatischen Waffe bewaffneten Typen, der in die Luft schießt. Alle haben sich auf den Boden geworfen. Von da an hat der Instinkt die Oberhand bekommen. Bei jeder Gewehrsalve haben wir versucht, weiter von den Schützen wegzukriechen.“

Der Journalist Julien Pierce berichtet auf der Website des Rundfunksenders Europe 1: „Überall lagen Leichen„…“Es war ein Blutbad.“ Dem Fernsehsender CNN berichtet er „Die Menschen haben geschrien, gekreischt……“…“Zehn schreckliche Minuten, in denen alle auf dem Boden lagen und ihre Köpfe schützten.“„Leute versuchten zu fliehen und sind auf der Suche nach Ausgängen auf andere Menschen getreten, die am Boden lagen.“ Er selbst konnte sich retten indem er während einer Feuerpause auf die Bühne kletterte und von dort aus durch einen Notausgang flüchtete.

Wie der Facebook-Seite der „Eagles Of Death Metal“ zu entnehmen ist, hatte die Ehefrau des Schlagzeugers der Band Julian Dorio, gestern nacht der Washington Post versichert, dass die Band und alle Mitglieder überlebt haben “We are just holding our breath and saying prayers for everyone. He called to say that he loved me and he was safe. Everyone on stage was able to get off. French president François Hollande has declared a state of emergency and closed the country’s borders.“

Metalogy.de drückt allen Betroffenen tiefstes Mitgefühl und ehrliche Anteilnahme aus.

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Foto: Headerbild: 616263_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

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Dr. Lydia Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de