
TRAVO – WASTELAND – Metal aus Portugal
AnkündigungenNeue Scheiben, Film- und BuchtippsNews 11. September 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass

Die aus Braga, Portugal, stammende Psychedelic-Rock-Band TRAVO meldet sich mit neuem Album zurück. „WASTELAND“ ist das bisher härteste und metallischste Album der Band und das erste mit dem neuen Label Fuzz Club.
Aufgenommen Anfang 2026 in den ARDA Recorders in Porto und produziert, gemischt und gemastert von Jaime Arellano (Ghost, Ulver, Behemoth), markiert TRAVOs viertes Studioalbum eine Abkehr von den Fantasy-Themen des Vorgängeralbums „Astromorph God“ (2023) hin zu etwas deutlich Persönlicherem, Greifbarerem und in den Ängsten der Gegenwart Verwurzeltem.
„WASTELAND“ erscheint am 2. Oktober 2026 via Fuzz Club und folgt auf drei Jahre intensiver Tourneen durch Europa. Die berüchtigten, energiegeladenen Live-Shows wurden in einer mitreißenden KEXP-Session während der Tournee festgehalten.
Um ihren Erfolgskurs fortzusetzen, nutzte die Band eine der ganz seltenen Tourpausen und ging mit neuem Elan und Tatendrang direkt ins Studio: „Die Aufnahmesession fand ohne fertiges Material statt und das gesamte Album entstand schließlich in etwas mehr als einem Monat intensiver Proben. Der Druck, mit dem nächsten Album einen Schritt nach vorn zu machen, machte sich bemerkbar und führte zu internen Spannungen. Dieses Gefühl der Dringlichkeit übertrug sich natürlich auf die Songs und verlieh ihnen einen Charakter, den sie in einer entspannteren Arbeitsatmosphäre wahrscheinlich nicht gehabt hätten.“
Auf den sieben Tracks von „WASTELAND“ werden Themen wie Techno-Angst, Entfremdung, Dystopie, Liebe, Tod, Wiedergeburt und die Suche nach kollektiver Spiritualität behandelt. Jeder Song ist laut Band lose von einem anderen Abschnitt aus T.S. Eliots Gedicht „Das wüste Land“ inspiriert, „dessen Themen und Motive heute besonders relevant erscheinen.“
Musikalisch vereint das Album düstere Psychedelic- und Industrial-Einflüsse mit den bekannten Elementen der Portugiesen. Laute, aggressive und temporeiche Songs wechseln sich mit erdrückenden, langsam aufbauenden Epen ab.
Der Gesang reicht von eingängigen Falsettmelodien bis hin zu kraftvollem Growling und Screams. Die Gitarren interagieren miteinander und erzeugen entweder wunderschöne Harmonien oder ungewöhnliche Dissonanzen. Die Rhythmusgruppe ist tight, energiegeladen und hypnotisch. Es ist zudem das bisher synthielastigste Album der Band.
Insgesamt ist „WASTELAND“ ein aggressives und genreübergreifendes Rockalbum. Es klopft an die Tür des ganz harten Metal, bietet aber dabei mitten im Chaos ausreichend Luft zum Atmen. Das Album ist eine intensive Reise zum Headbangen zwischen schnellen, psychedelischen Jams und kontemplativen Ambient-Passagen.
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de






