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Freitag auf dem Summer Breeze 2026 – Fotostrecke und Nachbericht Freitag auf dem Summer Breeze 2026 – Fotostrecke und Nachbericht
Der Freitag beim Summer Breeze kennt keine Genre-Grenzen und erst recht keine Verschnaufpause. Von ausgelassenem Heavy-Metal-Humor über Hardcore und Death Metal bis zu großen... Freitag auf dem Summer Breeze 2026 – Fotostrecke und Nachbericht

Der Freitag beim Summer Breeze kennt keine Genre-Grenzen und erst recht keine Verschnaufpause. Von ausgelassenem Heavy-Metal-Humor über Hardcore und Death Metal bis zu großen Festivalmomenten mit Lamb of God und Arch Enemy zieht sich ein musikalischer Spannungsbogen durch den Tag. Und irgendwo dazwischen bleibt Zeit für nette Gespräche und persönliche Begegnungen. Ich habe natürlich auch für Freitag ein paar Fotostrecken für euch zusammengestellt.

Der Freitag auf dem Summer Breeze bewegte sich  zwischen Abrissbirne und Lagerfeuer-Melancholie. Der Tag beginnt beim Summer Breeze nicht unbedingt mit der größten Bühne, eher mit der ersten schwierigen Entscheidung: Wohin zuerst? Während auf der Main Stage Nanowar of Steel (Bilder gibts von Claudi) den Tag eröffnen, wartet bereits auf den anderen Bühnen ein Programm, das eigentlich nach mehreren Paar Ohren verlangt. Kurz auf die Spaßband, die ich wegen heftiger Zahnschmerzen und einer schlaflosen Nacht leider verpasst habe, folgt Das Lumpenpack – mein Tag beginnt mit Future Palace danach. Zwei Acts, die kaum unterschiedlicher sein könnten und genau deshalb gut in diesen Festivalfreitag passen.

Mit Brothers of Metal nimmt der Tag auf der Main Stage weiter Fahrt auf, bevor The Butcher Sisters das Publikum übernehmen. Parallel dazu läuft das Programm auf den kleineren Bühnen längst auf Betriebstemperatur: Brainstorm, Misery Index, Speed und Unprocessed liefern ihre jeweiligen Spielarten harter Musik, während Blood Command und Illdispo­sed den Nachmittag zunehmend in Richtung Abriss verschieben.

Am frühen Abend wird es ernst. The Ghost Inside bringen ihren Hardcore auf die Main Stage, bevor mit Lamb of God einer der großen Namen des Tages übernimmt. 19:10 Uhr – und plötzlich ist aus dem Festivalnachmittag ein Abendprogramm geworden, bei dem man besser nicht zu weit hinten steht. Gleichzeitig geht es auf der T-Stage mit Deicide und anschließend Terror in deutlich härtere Gefilde.

Dann kommt einer dieser Slots, wegen denen ein Festival wie das Summer Breeze seinen eigenen Rhythmus entwickelt: Arch Enemy betreten um 21:15 Uhr die Main Stage. Eineinhalb Stunden später ist dort zwar noch lange nicht Schluss, doch der große Höhepunkt des Abends ist erreicht. Sound, Setlist und Stimmung passten perfekt – der Gig ließ keine Wünsche offen.

Wer danach eigentlich eine Pause eingeplant hat, hat ein Problem, denn Versengold übernehmen um 23:25 Uhr die Main Stage und setzen einen bewussten Kontrapunkt zum vorherigen Abriss. Auf den anderen Bühnen laufen derweil ten56., Der Weg einer Freiheit und schließlich Deafheaven. Und wer dann noch Energie übrig hat, nimmt den absoluten Pflichttermin wahr und beendet den Freitag auf der Mainstage mit der geilen Stimmung von Skindred auf der Main Stage oder Wolves in the Throne Room auf der T-Stage. Mit Schmerzstillern intus, konnte ich Skindred tatsächlich auch noch genißen. Der Abend ließ sich also locker noch bis weit nach Mitternacht verlängern.

Der Freitag beweist, was das Summer Breeze 2026 aus seinem Line-up herauszuholen vermach. Es gibt nicht den einen Sound und auch nicht den einen Festivalmoment. Es sind die Brüche dazwischen – zwischen Hardcore und Folk, zwischen Death Metal und Festivalparty, zwischen großer Bühne und kleinem Zelt –, die diesen Tag ausmachen.

Und wenn um zwei oder drei Uhr nachts immer noch irgendwo Musik läuft, ist die Frage ohnehin nicht mehr, welcher Act der beste war. Sondern nur noch: Wie lange hält man heute noch durch? Und auch beim Einschlafen helfen die fernen Klänge allemal und gehören zu einem perfekten Festival-Tagesabschluss.

Arch Enemy und Impressionen während des Gigs

Brothers of Metal und Impressionen während des Gigs

Future Palace und Impressionen während des Gigs

Nanowar of Steel – Bilder von Claudia Lude

Skindred und Impressionen während des Gigs

TBS und Impressionen während des Gigs

The Ghost Inside und Impressionen während des Gigs

Unprcossed – Bilder von Claudia Lude

Versengold und Impressionen während des Gigs

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de