
Madball – Not Your Kingdom – Rebellion im Herzen
AnkündigungenNeue Scheiben, Film- und BuchtippsNews 28. September 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass

Die New Yorker Band Madball ist und bleibt authentisch und veröffentlicht Jahr für Jahr wichtige Alben. Diese treffen den Zeitgeist und werden begleitet von konstant mitreißenden Live-Auftritten, strotzend vom Energie und vor allem Integrität und Leidenschaft. Auch beim neuen Album „Not Your Kingdom“ bleibt alles beim Alten.
Madball kümmern sich nicht um Online-Debatten über alte Zeiten versus Gegenwart, denn die Band pflegt stolz beides. Die Essenz des Hardcore liegt ihnen im Blut – buchstäblich im Blut ihres Frontmanns Freddy Cricien, was nicht zuletzt an seiner Verwandtschaft mit Roger Miret, einer Ikone der Agnostic Front, liegt. „Die Brücke zwischen Alt und Neu zu schlagen, ist etwas, das wir, glaube ich, schon immer getan haben, bewusst oder unbewusst“, erklärt Freddy gegenüber Nuclear Blast Records. „Unser neues Album ‚Not Your Kingdom‘ erreicht genau das, vielleicht sogar auf einer persönlicheren Ebene als je zuvor. Wir haben uns quasi neu erfunden, ohne dabei etwas von dem zu verlieren, was uns ausmacht.“
Freddy und seine Bandkollegen verkörpern Herz und Seele der Hardcore-Bewegung. Das ist Fakt. Und diese Verkörperung kommt auf ihrem neuesten Album auch wieder zum Ausdruck. Die Sammlung enthält all die musikalischen Zutaten, die Madball seit fast 38 Jahren zu dem gemacht haben, was die Band ist. Lautstärke, Energie, Groove, Power und Wucht, aber auch geschmackvolle und gut platzierte Wendungen.
Textlich ist Cricien nach wie vor so desillusioniert von unserer Gesellschaft und ihren Gepflogenheiten wie eh und je. Der Sänger erklärt: „Auf ‚Not Your Kingdom‘ gibt es definitiv einige nostalgische Geschichten, Überlebensgeschichten. Die Erlebnisse, die uns geprägt und uns unsere Härte verliehen haben, werden immer wichtig sein. Aber viele der Texte spiegeln auch meine Sicht auf den Zustand der Welt und die Reaktionen der Menschen darauf wider.“
„Not Your Kingdom“ wurde in Nashville, Tennessee, dem nicht gerade für seine Hardcore-Szene bekannten Zentrum, von Andrew Baylis und der Band produziert. Freddy erzählt: „Wir haben mit Musikern aus Nashville zusammengearbeitet, und die haben einen super Job gemacht. Sie haben genau den Sound und die Töne getroffen, die wir wollten. Ich bin extrem stolz auf das Ergebnis.“
Cricien fügt hinzu: „Der Songwriting-Prozess lief super. Keine Eitelkeiten – wir hatten einfach den gemeinsamen Wunsch, etwas Großartiges zu schaffen, und die Songs sprudelten nur so aus uns heraus. Kein Grübeln, nichts Gekünsteltes, einfach Madball auf einem neuen Level. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass dies bereits das zehnte Album von Madball ist.“
Um seine Position, die er eigentlich schon immer vertreten hat, zusammenzufassen, erklärt Freddy: „Die Textzeile ‚Not Your Kingdom‘ kommt im Song ‚What Say You‘ vor. Der vollständige Text lautet: ‚You Hold the Keys but it’s Not Your Kingdom.‘ Kurz gesagt: Wir regieren diese extrem dysfunktionale Welt, in der wir leben, nicht. Selbst die Politiker und ihre ‚Gangs‘, über die sich alle streiten, haben nichts zu sagen. Es gibt eine Gruppe extrem reicher und mächtiger Leute, die die Fäden ziehen.“ Er fährt fort: „Ich teile die ‚Normalität‘ anderer nicht und lebe in vielen Dingen eher am Rande. Das ist eine sehr punkige/Hardcore-Lebensweise, die ich nie aufgegeben habe. Ich bin mit vielem, was politisch, sozial und wirtschaftlich passiert, nicht einverstanden… Deshalb lebe ich mein Leben so, wie ich es für richtig halte und so autark wie möglich. Ich sorge so gut ich kann für meine Familie und habe einen Job, der es mir erlaubt, meine Meinung zu sagen und mich weder etwas noch jemandem beugen zu müssen.“
Rebellische Kids folgen keinen Trends.
Nicht in meiner Jugend.
Wir haben alles hinterfragt.
Scheinbar hat das jetzt ein Ende.
– Rebel Kids
Quelle: PM Nuclear Blast
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de





