Rage – „Seasons of the Black“-Tour 2018 – Nachbericht Rage – „Seasons of the Black“-Tour 2018 – Nachbericht
Für metallische Veranstaltungen in München ist das „Backstage“ einer der ersten Anlaufpunkte. Und das aus sehr guten Gründen. Am zweiten Dienstag des noch jungen... Rage – „Seasons of the Black“-Tour 2018 – Nachbericht

Für metallische Veranstaltungen in München ist das „Backstage“ einer der ersten Anlaufpunkte. Und das aus sehr guten Gründen. Am zweiten Dienstag des noch jungen Jahres war das Backstage der ideale Auftrittsort für die drei Mannen von „Rage“, samt ihren genialen Unterstützern „Firewind„ und „Darker Half“.

Im recht zentral, östlich des Hirschgartens, gelegenen „Backstage“ kann sich der Münchner Metalhead auch abseits der Konzerte im separaten Club einfinden.

Rage_Daniel Oestreich

Rage_Daniel Oestreich

Firewind_Andreea-Schneider

Firewind_Andreea-Schneider

Außen stehen Imbisswagen für die Verpflegung und sogar eine Biergartensektion parat. Zudem sorgt ein üppig bepflanzter Eingangsbereich für das Idyll einer grünen Metaloase.

Die Klangqualität in der Halle ist äußerst gut. Egal von welcher Position aus, man hatte stets vollstes Hörvergnügen. Sogar direkt neben die Boxen konnte man sich stellen, ohne befürchten zu müssen einen Hörsturz zu erleiden. Die Töne waren nie zu laut oder gar übersteuert. Somit blieb den Besuchern ein unangenehmer Nachhall, in Form eines Fiepen in den Ohren, nach dem Konzert erspart.

Bei den beginnenden Australiern „Darker Half“ jagte ein Solo das andere, wobei sich der Gitarrist und der Sänger, ebenfalls mit einem Sechssaiter ausgerüstet, abwechselten.

Darker Half

Darker Half_Daniel Oestreich

Die Vier legten sich gehörig ins Zeug und boten straighten Heavy Metal mit einem Gesang, der ein hohes Stimmlagenrepertoire aufweist. Dominant waren zudem genretypische, langgezogene Schreie, die zusätzlich Würze einbrachten.

Und immer wieder wurden zwischendurch Soli dargebracht. Diese wirkten wohl strukturiert eingesetzt und zu keiner Zeit überladen. Auch der Spaß kam bei ihnen nicht zu kurz, wie eine kleine AC/DC-Einlage zeigte.

In gewohnter Manier füllten danach die Barden von „Firewind“ die Bühne aus. Gus G. gab seine Gitarrenkünste zum Besten und bewies nach Mitgründungen von Bands wie „Dream Evil“, „Mystic Prophecy“ und „Nightrage“ einmal mehr, dass alles was er musikalisch anpackt zu höherer Güte reift.

Sänger Henning Basse, bekannt von „Metallium“ und aus den Anfangszeiten von „Brainstorm“, ist seit bald drei Jahren mit von der Partie und hat sich überzeugend in das Bandkollektiv eingefügt.

Der zweite Gitarrist Bob Katsionis übernahm behände zusätzlich die Tastenarbeit am Keyboard. Die beiden restlichen Protagonisten standen ihren Kollegen in puncto Spieleifer in nichts nach.

Darker Half_Andreea-Schneider

Darker Half_Andreea-Schneider

Zusammen fegten die Fünf einen ordentlichen, musikalischen Feuerwirbel vom Podest.

Die Kultmetaller„Rage“ brachten dann alle ihre Erfahrung und reichlich Spaß mit, der sich ohne weiteres auf das Publikum übertrug. Nicht nur technisch einwandfrei, sondern auch sehr lebhaft in der Präsentation, wurde durch ihr beeindruckendes Lebenswerk geführt.

Rage_Andreea-Schneider

Rage_Andreea-Schneider

Peavy Wagner ist mit seinen drei Dekaden im Geschäft nicht nur ein Urgestein der Szene.

Er ist auch ein großer Sympathieträger, der es immer wieder schafft großartige Musiker um sich zu scharen. Zwar sind Marcos Rodríguez an der Gitarre und Schlagzeuger Vassilios Maniatopoulos erst seit 2015 in der Formation tätig. Jedoch hatte es den Anschein als wären die beiden neuen Mitglieder schon seit einem weitaus längerem Zeitraum an Peavys Seite.

Firewind_Andreea-Schneider

Firewind_Andreea-Schneider

Auch schön zu sehen ist, daß sich das einzig verbliebene Gründungsmitglied nach all der Zeit eine erfrischende Natürlichkeit bewahrt hat.

Nachdem das Trio sich verabschiedet hatte, stimmten einige der Zuhörer „Higher than the Sky“ an. Nur kurz darauf wurde dieser Ruf erhört und die Mitsing-Hymne als Zugabe gespielt. Der Gitarrist durfte als Intermezzo ein selbst gesungenes Dio-Medley einbringen, bis es wieder mit dem Himmelstitel endete. Sichtlich gerührt empfingen Peavy und Co. die ihnen entgegenschallenden, eifrig mitsingenden Stimmen aus hunderten Kehlen. Für eine Band dürfte es kaum ein geileres Gefühl geben, als derart gefeiert zu werden.

Nachbericht: Daniel Oestreich, Fotos: Daniel Oestreich und Andreea Schneider

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