Kein Platz für Rassisten in der Metalszene – Videobotschaft von Machine Head Frontman Robb Flynn zu den Nazi Allüren von Ex-Pantera Phil Anselmo Kein Platz für Rassisten in der Metalszene – Videobotschaft von Machine Head Frontman Robb Flynn zu den Nazi Allüren von Ex-Pantera Phil Anselmo
Machine Head-Frontman Robb Flynn verurteilte in einer Video-Botschaft den Hitlergruß und die Nazi-Allüren des ehemaligen Pantera-Sängers Phil Anselmo aufs Schärfste. Der Metalszene in den... Kein Platz für Rassisten in der Metalszene – Videobotschaft von Machine Head Frontman Robb Flynn zu den Nazi Allüren von Ex-Pantera Phil Anselmo

Machine Head-Frontman Robb Flynn verurteilte in einer Video-Botschaft den Hitlergruß und die Nazi-Allüren des ehemaligen Pantera-Sängers Phil Anselmo aufs Schärfste. Der Metalszene in den USA wirft Flynn vor, sich nicht ausreichend und klar von Rassismus zu distanzieren 

Down- und Ex Pantera Sänger Phil Anselmo leistete sich beim Dimebash 2016 am 22. Januar einen unverzeihlichen Eklat. Und das leider nicht zum ersten Mal. Mit einem Hitlergruß und dem Ausruf „White Power“ beendete er seinen Auftritt. Dabei wurde er von einem Fan gefilmt. Nachdem diese Handlung einen unbeschreiblichen Shitstorm auf Facebook und in den Medien ausgelöst hatte, behauptete Anselmo das wäre nur Spaß gewesen. Er bediente sich der fadenscheinigen Ausrede der Ausruf beziehe sich auf den Weißwein, den er backstage getrunken habe.

Machine Head Frontman Robb Flynn beteuert in seinem Video es hätte gar keinen Weißwein beim Dimebash 2016 gegeben. Außerdem hätte Anselmo bereits vorher gegenüber Robb Flynn geäußert, dass er die „Nigger-Ära“ von Machine Head immer gehasst hätte. Im rund 10 minütigen YouTube Video verurteilt Robb Flynn die rassistischen Ansichten Anselmos auf’s Schärfste und fordert auch die Amerikanischen Metalfans auf, sich klarer von solchen Tendenzen zu distanzieren und nicht alles was ihre Idole sagen oder tun zu entschuldigen, zu bagatellisieren oder zu ignorieren. Die Metalszene ist nach Ansicht Robb Flynns zu passiv, was solche Äußerungen und Ansichten betrifft. Wenn zum Beispiel Justin Biber so etwas sagen würde, wäre es das Ende seiner Karriere. Besonders beeindruckend ist der Schlusssatz des Machine Head Frontman. „Es gibt für diesen Scheiß keinen Platz im Metal. Und wenn es ihn doch gibt? Dann ohne mich!“

Abschließend verspricht Flynn bis ans Ende seines Lebens keinen Pantera-Song mehr zu spielen.

Bereits 1994 ist Anselmo von MTV auf rassistische Elemente in seiner Musik angesprochen. Damals erklärte er öffentlich, dass Pantera keine rassistische Band sei. Doch schon kurze Zeit später beschuldigte er Rap-Musiker dafür, die Weiße Kultur zu verraten.

Auch andere Musiker der Szene verurteilen Anselmo für seine Ansichten und geschmacklosen rassistischen Auswüchse. Darunter Musiker wie Evanesvence Gitarrist Jen Majura, Mike Schleibaum von Darkest Hour, die Metalcore-Band All Shall Perish, ehemaliger Skid Row Frontman Sebastian Bach und viele andere.

Hoffentlich nehmen sich die Amerikanischen Metalfans diese klaren Absagen an Rechtsextremismus im Metal und das mutige Statement von Robb Flynn zu Herzen, beweisen etwas Rückgrat und Intelligenz und distanzieren sich ebenfalls klar von Rassismus und damit von Phil Anselmo.

Hier das vollständige Video:

Weitere Artikel zu ähnlichen Themen findet ihr auf metalogy.de, dem etwas anderen Metal Magazin 

Das interessiert euch bestimmt auch:

Dr. Lydia Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de