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Gießener Kultursommer – DONOTS, H-Blockx und Blackout Problems rocken das Kloster – FOTOSTRECKE und Nachbericht Gießener Kultursommer – DONOTS, H-Blockx und Blackout Problems rocken das Kloster – FOTOSTRECKE und Nachbericht
In wunderschönem Ambiente auf Kloster Schiffenberg musste letzten Freitagabend nicht lange auf Betriebstemperatur gewartet werden. Blackout Problems eröffneten den Konzertabend mit voller Energie und... Gießener Kultursommer – DONOTS, H-Blockx und Blackout Problems rocken das Kloster – FOTOSTRECKE und Nachbericht

In wunderschönem Ambiente auf Kloster Schiffenberg musste letzten Freitagabend nicht lange auf Betriebstemperatur gewartet werden. Blackout Problems eröffneten den Konzertabend mit voller Energie und Publikumsnähe. H-BLOCKX holten die 90er zurück und die Punkrocker DONOTS machten daraus ein Finale, bei dem selbst der Regen kaum stört. 

Was für ein bezeichnender Auftakt für einen Abend, an dem drei Bands nicht nur ihre Musik spielen, sondern Haltung zeigen. Die Blackout Problems aus München eröffneten den ausverkauften Konzertabend vor dem Kloster Schiffenberg. Ihr Alternative- und Indierock ist melodisch, aber kraftvoll. Schon früh ist vor der Bühne ordentlich etwas los.

Der VIP-Bereich, den man für eine Aufzahlung buchen konnte, bekam am Freitag Abend seine Überraschung geboten. Nicht etwa von einem Comedian, nein von Mario Radetzky, dem Sänger der Vorband Blackout Problems. Er hüpfte mitten in der Show ins Publikum, und tanzte auf einer Transportbox. Und er konnte sich eine kleine Ansage in Richtung der Menschen hinter der Absperrung nicht verkneifen. Er fragten, ob es sich die Leute dort gut gehen ließen und ob sie Essen und Getränke auch mit den anderen teilten.

Nach dem Auftritt der Münchner übernahmen H-BLOCKX, mein Highlight des Abends. Und mit ihnen kam ein Stück deutscher Rockgeschichte auf die Schiffenberg-Bühne. „Straight_Outta_Nowhere“, „How Do You Feel?“, „Countdown to Insanity“ und „Move“ standen auf der Setlist und das Publikum auf keinen Fall still. Später folgten unter anderem „Little Girl“ und „The Power“ – es gab in der tobenden Crwod kein Hakten mehr. Alles tanzte, alles sang, alles genoss die Musik, die und allen im Laufe der Jahre so viel Freude bereitet hatte. Die Münsteraner verbanden wie bei all ihren Auftritten, aktuelles Material mit den Songs, die viele im Publikum schon seit Jahrzehnten begleiten.

Das funktioniert gerade deshalb, weil die H-BLOCKX ihre Vergangenheit nicht wie ein Ausstellungsstück behandeln. „Time To Move“ ist inzwischen mehr als 30 Jahre alt, doch „Move“ wirkte auf dem Schiffenberg nicht wie ein Ausflug in eine vergangene Epoche. Einer dieser Songs, bei denen sich die Zeit zwischen Plattenregal und Konzertbühne plötzlich auflöst.

Auch Frontmann Henning Wehland fand Gefallen an der hübschen Kulisse. Die Bühne vor dem Kloster Schiffenberg bezeichnet der H-BLOCKX-Sänger als „Geschenk“. Für die Band ist der Abend nach einer langen Festivaltour in diesem Sommer wein weitere Teil ihrer Rückkehr auf die großen Bühnen.

Dann waren die sympathischen DONOTS an der Reihe. Für die Ibbenürener war das es bereits das zweite Gastspiel beim Gießener Kultursommer nach 2024. Diesmal begannen sie mit „Auf sie mit Gebrüll“ – und machten damit ziemlich schnell klar, dass Zurückhaltung nicht auf dem Programm steht. Es folgten „Calling“, „Whatever Happened to the 80s“, „Wake the Dogs“ und „Dead Man Walking“. Später wechselten die DONOTS selbstverständlich zwischen englischen und deutschen Songs.

Irgendwann begann es dann zu regnen. Aber das interessierte zu diesem Zeitpunkt kaum noch jemanden. Zu dicht stand das Publikum, zu viel Bewegung vor der Bühne, zu stark das Programm. „Keiner kommt hier lebend raus“ klingt dabei zwar dramatisch, blieb aber glücklicherweise nur ein Songtitel.

Die DONOTS spielten sich durch mehr als drei Jahrzehnte Bandgeschichte, ohne daraus einen Museumsrundgang zu machen. „Stop the Clocks“ gehört ebenso ins Set wie „Solid Gold“, „Kaputt“ und „So Long“. Dazwischen blieb Platz für einen akustischen Moment mit „Augen sehen“ – ein kurzer Kontrast zu dem Druck, den die Band ansonsten von der Bühne schickt.

Und dann wurde aus dem Doppelkonzert tatsächlich das, was die gemeinsame Geschichte von DONOTS und H-BLOCKX versprochen hatte: eine gemeinsame Bühne. Bei der Zugabe kamen nämlich H-BLOCKX für „Fight for Your Right“ von den Beastie Boys wieder auf die Bühne. Danach ging es mit „Eine letzte letzte Runde“, „We’re Not Gonna Take It“ und schließlich „So Long“ dem Ende zu.

Damit schloss sich ein Kreis, der lange vor diesem Abend begonnen hat. DONOTS und H-BLOCKX kennen sich seit den späten 1990er-Jahren, haben immer wieder gemeinsam gespielt, getourt und so manche Bühne geteilt. In Gießen wurde daraus kein aufgesetztes Freundschaftsritual, vielmehr ein ziemlich passender Schluss für einen Abend, an dem drei Bands auf unterschiedliche Weise Energie und Flagge gegen Rechts zeigten.

Viel Spaß beim Ansehen meiner FOTOSTRECKE. Die Bands sind nach Alphabet geordnet. Um solch eine Fotostrecke zusammenstellen zu können, ist stundenlange Arbeit nötig. Ich bekomme dafür kein Geld und bitte euch, sie nicht ohne Erlaubnis zu kopieren. Auch nicht aus den Socials. Wenn Interesse an Bildern besteht, seid bitte so ehrlich und setzt euch mit mir in Verbindung. 

Wenn ihr auf ein Bild klickt, wird es groß, dann könnt ihr blättern und weiterscrollen. Meist gibt es mehrere Seiten voller Bilder.

Blackout Problems

DONOTS

H-Blockx

 

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de