Eisheilige Nacht – Bericht und Fotostrecke von Gernot Döhne-Jochmann
NewsRückblicke 27. Dezember 2025 Gastbeitrag
Mein lieber Kollege und Freund Gernot Döhne-Jochmann hat die „Eisheilige Nacht“ besucht und mir dazu einen schönen persönlichen Bericht mit Fotostrecke geschickt. Viel Spaß beim Lesen!
Es ist für mich mittlerweile Tradition geworden, mein Konzertjahr entweder mit Eisheilige Nacht oder einer Schweizer Band zu beenden. Dieses Mal konnte ich beides kombinieren und das Wochenende mit meinen beiden Metal-Kumpels in der Nähe von Basel verbringen. Ich holte sie beide vom Basler Flughafen und Bahnhof ab und checkten in unserem Hotel in Sissach ein.
Die erste Show, die wir uns ansahen, war der Tourstart von Eisheilige Nacht im legendären Z7 in Pratteln. Wir mussten zuerst mit dem Zug dorthin fahren und trafen unterwegs einige andere Metalheads, die ebenfalls auf dem Weg zum Veranstaltungsort waren und teilten mit ihnen das erste Wegbier.
Sobald wir am Veranstaltungsort ankamen, schauten wir uns die Merchandise-Stände und natürlich die Bar an. Das Z7 hat sein eigenes Bier, also probiert es unbedingt, wenn ihr auch mal dort seid – es ist ein leckeres, nicht zu schweres IPA.
Nach einer Weile wurde das Licht gedimmt und ein Mann mit einer Sackpfeife betrat die Bühne. Dieser Mann war natürlich Eric Fish, der Frontmann unserer Gastgeber des Abends, Subway to Sally. Er spielte das Intro zu einem ihrer ältesten Songs, erzählte ein wenig über Eisheilige Nacht und stellt die Bands vor, die in den nächsten fünf Stunden auftreten würden.
Die erste Band kommt aus Köln und ihr Musikstil lässt sich am besten als mittelalterlicher Folk-Rock beschreiben. Vielleicht habt ihr schon von ihnen gehört – bitte begrüßt Haggefugg! Während ihres Auftritts nahmen sie uns mit auf eine Reise durch zehn Jahre Bandgeschichte und spielten vor einem begeisterten Publikum. Nach Haggefuggs kurzem Auftritt sah ich nur glückliche Gesichter – niemand schien enttäuscht zu sein! Gut gemacht, Haggefugg, sehr gut gemacht!
Die kurze Pause gab uns genug Zeit, um auf die Toilette zu gehen und uns an der Bar etwas zu trinken zu holen, bevor die zweite Band zum ersten Mal in der Schweiz auftritt. Wie Haggefugg kommen sie aus Köln und machen schon Witze darüber. Mit Kupfergold und ihrer beeindruckenden Sängerin geht es wieder weiter mit Folk Rock. Die Band ist drei Jahre jünger als Haggefugg, aber nicht weniger inspirierend. Kupfergold Live bedeutet jede Menge Spaß auf der Bühne und im Publikum. Das schafft eine solide Grundlage für die beiden Headliner.
Der Co-Headliner ist Schandmaul aus Gröbenzell bei München. So, wie Kupfergold ihr erstes Konzert in der Schweiz spielten, war es auch das erste Mal, dass Schandmaul Teil der Eisheilige Nacht-Tour war, obwohl sie schon seit langem mit Subway to Sally befreundet sind. Es war schön zu sehen, wie gut der neue Sänger Till Herence von den treuen Fans angenommen wurde. Jedoch war es herzzerreißend, den ehemaligen Sänger Thomas Lindner über Krebs und den Verlust seiner Stimme sprechen zu hören. Dennoch sollten wir dankbar sein, dass er noch unter uns ist und mit Schandmaul auftreten kann, auch wenn er sich heute nur noch auf seine Fähigkeiten an Gitarre und Keyboard verlassen kann. Nichtsdestotrotz lieferten diese Folk-Rock-Veteranen auch nach 27jähriger Bandgeschichte eine großartige Show.
Dann war es Zeit für die Band, die seit 2009 Gastgeber der Eisheiligen Nacht ist. Ein Fantasievogel, vielleicht inspiriert vom Phönix, tanzte vor dem Schlagzeug, bis die Bandmitglieder nacheinander die Bühne betraten. Wir freuten uns natürlich sehr, Eric Fish und Subway to Sally auf der Bühne begrüßen zu dürfen. Sie sind die am längsten bestehende Band der Tour und seit 1992 aktiv – obwohl sich die ursprünglichen Mitglieder schon seit 12 Jahren länger kennen.
Subway to Sally ist auch die härteste Band der Tour, obwohl sie noch weit von Bands wie Metallica oder Slayer entfernt sind. Mittelalterliche Instrumente standen die nächsten 90 Minuten im Mittelpunkt des besten deutschen Folk-Metal. Die Show war großartig und unterhaltsam; jeder im Publikum spürte den Spaß auf der Bühne und die Begeisterung, wieder im Z7 zu sein. Zum Finale wurden alle drei vorherigen Bands eingeladen, sich Subway to Sally auf der Bühne anzuschließen.
Fazit: Was die Eisheilige Nacht-Tour in der Tat so einzigartig macht, ist, dass sie viel mehr ein Familientreffen als eine einfache Rockshow ist. Nach dem letzten Song war es Zeit, die Bands an den Merchandise-Ständen zu treffen. Die Bands zeigten sich mehr als glücklich, mit allen Fotos zu machen oder etwas zu trinken, und das Publikum nutzte diese Gelegenheit gerne. Irgendwann musste das Publikum schließlich nach Hause gehen, während Haggefugg, Kupfergold, Schandmaul und Subway to Sally zum Im Wizemann in Stuttgart weiterreisten, der nächsten Station der Tour.
Wir drei gingen natürlich mit einem Lächeln im Gesicht, denn wir wussten, dass uns am Samstag in Basel und Sissach weitere Abenteuer erwarteten. Mehr dazu bald.
Text und Bilder: Gernot Döhne-Jochmann


































































