Das kann doch einen Metalhead nicht erschüttern….. Das kann doch einen Metalhead nicht erschüttern…..
Nun ist es wieder vorbei das legendäre Wacken Open Air. Feuerwehr, Polizei und Veranstalter zeigen sich trotz des suboptimalen Wetters äußerst zufrieden. Und auch... Das kann doch einen Metalhead nicht erschüttern…..

Nun ist es wieder vorbei das legendäre Wacken Open Air. Feuerwehr, Polizei und Veranstalter zeigen sich trotz des suboptimalen Wetters äußerst zufrieden. Und auch die Metalfans freuen sich bereits auf das nächste Jahr. Die Bandauswahl war wieder sensationell und das Angebot an Shows und Veranstaltungen unvergleichlich. Auch einige Headliner des nächsten Jahres stehen bereits fest.

Das W:O:A ist ein internationales Metal Festival und das macht es aus. Man hört viele Sprachen, nach Aussage von Veranstalter Thomas Jensen sind es über 80 Nationen die hier vertreten sind, und viele spannende Geschichten aus allen Ecken und Enden dieser Erde. Und das Festival bewies ein weiteres Mal – es geht multinational und doch friedlich. Und das bei 100.000 Menschen aus allen Nationen auf engstem Raum. Dazu Thomas Jensen: „Wir sind sehr stolz darauf die United Nations of Wacken hier zu haben. Es ist unser Ziel alle Nationen der ganze Welt zusammenzubringen um dieses Fest zu feiern.

Wie ich bereits in meinem Nachbericht des letzten Jahres geschrieben hatte, ist der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Metalheads besonders ausgeprägt. Würde die Welt so funktionieren wie in Wacken, wäre sie eine gute Welt.

Thomas Jensen

Auch die Polizei zeigte sich mehr als zufrieden. Dazu der Einsatzleiter Sven Adomat auf der Pressekonferenz: „Die Straftaten insgesamt, obwohl wir einen Tag mehr zu betreuen hatten, sind weiterhin rückläufigVon insgesamt 175 angezeigten Straftaten waren ungefähr 150 Diebstähle aus Autos oder Taschendiebstähle. Besonders erfreulich ist, dass vor allem die körperlichen Auseinandersetzungen deutlich rückläufig sind. Es gab lediglich acht Körperveletzungen, Fälle wo sich Menschen nicht mehr verbal einigen konnten. Also noch weniger als im Vorjahr, wo es 20 waren. Es gab nur einen einzigen richtigen Einsatz als ein 18-Jähriger gewaltsam auf das Festival-Gelände gelangen wollte. Für die enorme Menge an Menschen, die hier zusammentreffen, ist das extrem wenig.“ Diese Bilanzen sprechen für den Geist von Heavy Metal.

Holger Hübner

Holger Hübner

Dazu scherzt der Vertreter des Ordnungsamtes:“Hut ab vor den Fans, der Produktion und den Veranstaltern. Der Schlamm gehört halt auch schon inzwischen zu Wacken dazuIch würde mich wie letztes Jahr vor euch verbeugen, aber ich tu’s diesmal nicht denn ich hab Rücken,

Auch die Rettung spricht von vorbildlichem Verhalten der Metalfans. „Es ist jedes Jahr wieder ein gigantisches Ereignis, das wir hier erleben dürfen. Es gab rund 1600 Behandlungen und ungefähr 240 Einsätze. Wacken ist im Verhältnis von Einwohnern und Rettungskräften im Vergleich zu ganz Deutschland am besten versorgt, mit dem besonderen Unterschied, dass wir hier ein Klientel erleben, das wir draußen so nicht haben. Ich bin gestern mit einigen Einsatzkräften unterwegs gewesen und es kam eine Horde schwarz gekleideter Menschen auf und zu und sagte: „Danke, dass ihr euren Job so toll machtfreut sich Christian Mandel, der Sprecher des Rettungsdienstes Schleswig-Holstein.

Es gab laut Mandel dieses Jahr auch keine Kreislaufzusammenbrüche aufgrund der Hitze, keine Unterkühlung wegen extremer Kälte, lediglich einige Schnittverletzungen durch das Barfußlaufen oder Sliden im Schlamm. Die meisten der 700 Rettungskräfte freuen sich auch schon auf ihren Dienst auf dem W:O:A im nächsten Jahr.

Auch für die Feuerwehr war das 28. Wacken Open Air ein sehr ruhiges Fest. Es gab lediglich zwei Einsätze,

wobei der eine wegen eines Wohnwagenbrandes stattfand und der andere wegen brennender Dixies. Ansonsten konnte sich die Feuerwehr auf ihre präventiven Aufgaben konzentrieren und auf ihre Rundfahrten auf dem Gelände.

Etwas mühsam war nur der Schlamm.

Thomas Hess, der für Logistik und Technik zuständig war, sagte auf der Pressekonferenz: „Bis Mittwoch hatten wir wunderschöne grüne Wiese und dann am Donnerstag kamen 30 l Wasser innerhalb von 10 Minuten herunter und alles war futsch. Die Wassermassen konnten gar nicht mehr ablaufen – das konnten wir einfach nicht in den Griff bekommen – die müssen halt irgendwohin und die Kanäle waren überfordert. Es mussten sogar Straßen gesperrt werden. Da aber immer alle aufeinander aufpassen, schaffen wir auch sowas gemeinsam immer wieder.“

Zur neuen Drainage und deren Erfolg bei der Schlammvermeidung sagte Co-Veranstalter Holger Hübner: „Es ist noch zu früh zu sagen was die Maßnahme bringt. Wir müssen uns jetzt erst einmal ansehen wie das war und daraus dann weitere Pläne schmieden. Oder wir haben besseres Wetter, dann brauchen wir das alles nicht.“ Sein Wort in Gottes Ohr.

Man muss das Schlammstapfen ein bisschen als Training sehen und für Kurpackungen muss man normalerweise viel Geld bezahlen, das ist hier alles all in,“ resumierten Jensen und Hübner lachend.

Neue Bierpipeline lieferte 10000 Liter Bier pro Stunde

Sehr zufrieden zeigten sich die Gründer des Festivals Holger Hübner und Thomas Jensen auch über den Debut-Einsatz der neuen einen Kilometer langen Bierpipeline. Durch die reibungslose Zulieferung der Unmengen an Bier, die Metalheads so verdrücken, mussten keine Lastwägen Nachschub ankarren. Das sorgte auf der einen Seite für weniger benötigte Stellplätze für die Fässereinlagerung, auf der anderen Seite konnte der durch die drei Jahre in Folge Regen und Schlamm sowieso schon stark beeinträchtigte Boden auf diese Weise  etwas geschont werden. In etwa 400.000 Liter Bier werden auf dem Festivalgelände jährlich von den Besuchern des Wacken Open Air mit viel Freude und Genuss vertilgt. Dennoch bleiben die Menschen weitgehend friedlich und freundlich.

Nach Wacken ist vor Wacken

Doro Pesch

Doro Pesch

Laut Holger Hübner war das Publikum und auch die Bands zum Teil etwas jünger als die letzten Jahre. Ein Zeichen, dass die Szene lebt. Ein weiteres Zeichen ist das große Interesse an Veranstaltungen wie Wacken. Innerhalb weniger Minuten wurden auch dieses Jahr die 10.000 vergünstigten X-Mas Tickets verkauft, die jedes Jahr ab Mitternacht des Abreisetages online angeboten werden. Insgesamt wurden bisher über 25000 Tickets verkauft.

Für nächstes Jahr wurden bereits einige namhafte Bands wie Running Wild, Nightwish, Sepultura, Arch Enemy, Knorkator, Epica, Amorphis, Dirkschneider, In Extremo, etc. angekündigt.

 

In den nächsten Tagen ist hier auf Metalogy ein weiterer Nachbericht geplant mit weiteren Details zum Festival und zu einigen Auftritten.

Beachtet auch unsere 4 teilige Fotostrecke.  Zwei Teile könnt ihr bereits sehen:

Teil 1

Fotostrecke: Eindrücke vom W:O:A 2017 Tag 1 (Serie Wacken 2017)

und Teil 2

Fotostrecke: Eindrücke vom W:O:A 2017 Tag 2 (Serie Wacken 2017)

Weitere Nachberichte von anderen Veranstaltungen findet Ihr unter dem Menüpunkt „Rückblicke auf Metalogy.de, dem etwas Metal Magazin.

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Denn Heavy Metal ist nicht nur eine Musikrichtung sondern eine Lebenseinstellung.

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de