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IMMUNITY – BREATHE IMMUNITY – BREATHE
IMMUNITY sind ein aufregender, brandneuer Metalcore-Act aus Nürnberg. Die Debüt-Scheibe heißt BREATHE und erscheint am 12.08.22 als CD und digital via Recordjet. IMMUNITY – BREATHE

IMMUNITY sind ein aufregender, brandneuer Metalcore-Act aus Nürnberg. Die Debüt-Scheibe heißt BREATHE und erscheint am 12.08.22 als CD und digital via Recordjet.

Die Band sorgte bereits mit ihren ersten beiden in kompletter Eigenregie, aber auch mit professionellen Videoclips veröffentlichten Digital-Singles „Trust The Algorithm“ und „Trainwreck“ für reichlich Furore.

Mit BREATHE folgt nun der von einer mittlerweile beachtlichen Anhängerschaft ersehnte Debüt-Longplayer, der sowohl klanglich als auch spielerisch und kompositorisch locker internationalen Ansprüchen gerecht wird. Den Kern von IMMUNITY bilden Frontmann und Texter Dominik „Nik” Maiser, der nicht nur mit cleanem, emotionalem und angenehm melodischem Gesang begeistert, sondern genauso markerschütternde Shouts und Screams drauf hat, und Multiinstrumentalist Adrien Dembowski. „Alles begann, als ich Anfang 2020 mit der Situation in meiner damaligen Deutschrock-Band zusehends unzufriedener wurde”, erinnert sich Maiser. „Mir schwebten sehr viel härtere Klänge vor, um mich künstlerisch authentischer ausdrücken zu können.” Da er in seinem näheren Dunstkreis niemanden kannte, der oder die in diese Richtung helfen konnte, ging Maiser den klassischen Weg, auf dem sich Bands seit Dekaden zusammenfinden.

„Ich hatte eine lokale Online-Kleinanzeige geschaltet, so nach dem Motto ‚Sänger sucht Musiker‘“, lacht er. Dembowski, der zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Drummer und einem Bassisten zusammen spielte, antwortete und die vier trafen sich. „Obwohl wir aus der geographisch gleichen Ecke kommen und hier seit einiger Zeit aktiv sind, kannten wir uns bis dahin nicht. Adrien und ich waren aber sofort auf einer Wellenlänge. Das zeigte sich spätestens dann, als wir kurz darauf anfingen, erste gemeinsame Versuche in Richtung Songwriting zu unternehmen.”

Nicht nur musikalisch und stilistisch zeigen sich IMMUNITY ausgesprochen variabel, wenn sie etwa nahtlos vom aggressiv groovenden „Saturn Ascends“ zum eher nachdenklichen, melancholischen „Lost The Flame To The Storm“ übergehen. Auch textlich könnten die Songs kaum unterschiedlicher sein. So geht es in ersterem um ein Fantasie-Szenario, in dem die römische Gottheit Saturn auf die Erde kommt, um laut Nik „unseren Dreckstall aufzuräumen”, während letzterer sich an alle richtet, deren Beziehungsstatus auf „kompliziert” steht.

Zudem gibt es auf BREATHE neben sehr persönlichen, emotionalen Songs wie dem Trennungs-Track „Symbiosis” auch tiefsinnige Betrachtungen unserer Gesellschaft und aktueller Strömungen in ihr zu hören. So beleuchtet das düster treibende „Faceless Void“ den beängstigenden Trend, dass sich mehr und mehr Menschen nach persönlichen Enttäuschungen nahezu komplett aus der realen Welt in die virtuelle Realität der sozialen Medien zurückziehen. „Diese mag uns zunächst vielleicht warm und komfortabel erscheinen”, stellt der Schöpfer der Textzeilen fest. „In Wirklichkeit bietet sie aber nichts weiter als eine dunkle Leere.” 

Das mitreißend hymnische „Of Hopes And Fears“ wiederum entstand während des weltpolitisch dunkelsten Moments unserer Gegenwart: „Am Tag, als Putin die Ukraine angriff, sind wir früh am Morgen für drei Tage nach Halle ins Studio gefahren. Von den Geschehnissen hatten wir gar nichts mitbekommen, bis wir dort ankamen und alle ganz blass um die Nase waren. Gerade hatte ich mich noch aufs Studio gefreut und plötzlich herrschte Krieg in Europa. ‚Was sind meine Sorgen von gestern heute noch wert?‘, habe ich mich da gefragt. Die Stimmung dieses Moments hat mich zu dem Text bewegt – quasi zwischen Aufnahme und Newsfeed.“ 

Deutlich positivere Vibes strahlt da das geradezu euphorische Titellied aus. Nik erklärt, dass es hier oberflächlich um „das Durchatmen nach dem Auftauchen“ ginge. „Auf einer unterschwelligen Ebene illustriert „Breathe“ aber auch die Aufbruchstimmung und Erleichterung, die uns alle nach dem stufenweisen Wegfallen der COVID-Beschränkungen erfasst und in deren Zuge wir endlich wieder etwas zusammen unternehmen können.”

Während IMMUNITY an ihrem Album arbeiteten und die Restriktionen langsam, aber sicher gelockert werden konnten, erweiterten Maiser und Dembowski das Line-Up der Gruppe. Mit dem zweiten Gitarristen Heinz Christian Oetken, Bassist Max Neuner und Drummer Johannes Noderer ist die Truppe nun komplett. Die drei neuen Mitglieder konnten während der finalen Sessions sogar noch kleine Parts zum Album beitragen. Aufgrund der bisher so kurzen Bandgeschichte und der äußeren Umstände der letzten zwei Jahre hat das Quintett leider noch keinen Auftritt vor Publikum gespielt. „Wir proben allerdings seit etwa einem halben Jahr regelmäßig und mit viel Spaß an der Sache für den Ernstfall”, freut sich der Sänger. „Ich kann es kaum erwarten, uns und unsere Songs live zu präsentieren. Wir haben mittlerweile ein etwa einstündiges, sehr schlagkräftiges Programm beisammen und fühlen uns absolut bereit für diesen Schritt.” 

Gut zu wissen. Denn aggressive Brecher wie der Titeltrack und das mit einem brillanten Breakdown ausgestattete „Breaking Character“, das breitwandige „Post Human Empire“ oder die atmosphärische Power-Ballade „Symbiosis“ haben es mehr als verdient, nicht nur in Studioversionen, sondern auch von der Bühne herunter ihr Publikum zu beeindrucken.

Quelle: Alexandra Doerrie, PromoJukeBox

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de