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RUNGHOLT – Virtuelle Kunst feiert Premiere auf dem Wacken Open Air RUNGHOLT – Virtuelle Kunst feiert Premiere auf dem Wacken Open Air
Premiere auf dem Wacken Open Air! Was passiert, wenn surreale Kunst von Jens Rusch und weiteren Künstlern, künstliche Intelligenz und die Legende von Rungholt... RUNGHOLT – Virtuelle Kunst feiert Premiere auf dem Wacken Open Air

Premiere auf dem Wacken Open Air! Was passiert, wenn surreale Kunst von Jens Rusch und weiteren Künstlern, künstliche Intelligenz und die Legende von Rungholt auf dem W:O:A zusammentreffen? Das Ergebnis begeisterte tausende Besucher – und könnte den Auftakt zu einer völlig neuen Form des Ausstellens markieren.

Mit ihrer ersten virtuellen Ausstellung auf dem Wacken Open Air (WOA) wagten die Norddeutschen Surrealisten ein außergewöhnliches Experiment. Präsentiert durch Michael Thomas Holstein und Maler Jens Rusch präsentierte die Künstlergruppe 14 animierte Kunstvideos zum gemeinsamen Projekt RUNGHOLT – und unterstützte gleichzeitig die Präsenz des Netzwerks Patientenkompetenz, auf dem Festival vertreten durch Sebastian Kimstädt und Tim Kaatz .

Die Resonanz war beeindruckend. Mehrere tausend Besucher blieben vor dem Großbildmonitor stehen, auf dem die animierten Werke gezeigt wurden – ein Publikum, das eine klassische Galerie in dieser Größenordnung kaum erreicht hätte.

Mehr interessierte Ausstellungsbesucher könnte eine herkömmliche, analoge Ausstellung kaum generieren“, fasste Michael Thomas Holstein die ungewöhnliche Vernissage zusammen.

Die Ausstellung vereint Arbeiten von Michael Thomas Holstein, Jens Rusch, Thomas Demuth, Stephan Hesse, Guimar Will, Rolf Ohler und Jens-Peter Mickmann. Gemeinsam verbindet sie dieser innovative künstlerische Ansatz. Künstliche Intelligenz dient nicht als Ersatz kreativer Arbeit, sondern als Werkzeug, um auf der Grundlage eigener analoger Kunstwerke neue, bewegte Bildwelten entstehen zu lassen.

Im Mittelpunkt steht die sagenumwobene Stadt Rungholt. Die Künstler interessieren sich dabei weniger für historische Rekonstruktion als für den großen interpretatorischen Freiraum, den die Legende eröffnet. Aus einer surrealen Bildsprache entsteht ein eigenständiger Rungholt-Kosmos voller faszinierender Visionen. Zum Beispiel erhebt sich eine monumentale Walknochen-Kathedrale aus dem Watt, Walzahnschnitzer dokumentieren das Geschehen und eine gierige Fischersfrau treibt ihren Mann zur rücksichtslosen Ausbeutung der Meere. Dabei entstehen ganz bewusst Bezüge zu aktuellen Themen wie Umweltzerstörung, Hybris und dem Umgang des Menschen mit der Natur.

Auch literarische Bezüge fließen ein. So galoppiert Theodor Storms Geisterpferd aus dem Schimmelreiter durch die surrealen Rungholt-Visionen – eine Fortführung von Jens Ruschs langjähriger künstlerischer Auseinandersetzung mit dem steigenden Meeresspiegel und den Veränderungen der norddeutschen Küstenlandschaft.

Die Zusammenarbeit innerhalb der Künstlergruppe reicht weit über die Malerei hinaus. Michael Thomas Holstein animiert die Bilder, Rolf Ohler verfasst die Texte, Jens-Peter Mickmann entwickelt daraus Lieder, Stephan Hesse und Thomas Demuth steuern eigene Interpretationen bei. Darüber hinaus gestaltet Thomas Demuth ein virtuelles Puppentheater. So wird die Rungholt-Thematik auch für Kinder zugänglich gemacht.

Parallel entsteht mit Jan Eric Stahl (ehemals Karl-May-Festspiele) und Katharina Botzenhart ein Laienspiel-Theater – ebenfalls neu interpretiert.

Fazit: Die Premiere auf dem Wacken Open Air zeigte, wie analoge Kunst, digitale Animation und künstliche Intelligenz zu einer neuen Form des kulturellen Erlebens verschmelzen können. RUNGHOLT versteht sich dabei nicht nur als Ausstellung, vielmehr als wachsendes Gemeinschaftsprojekt, das Geschichte, Fantasie und Gegenwart miteinander verbindet und vielleicht den Beginn einer neuen Generation ähnlicher Ausstellungen markiert.

Die virtuelle Ausstellung RUNGHOLT ist bereits online frei zugänglich und lädt dazu ein, diesen außergewöhnlichen Kosmos selbst zu entdecken. Schaut euch auf der tollen Website des Teams einfach mal ein paar Videos an, entflieht dem Alltag und taucht ein in fremde Phantasiewelten.

https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/14973170/rungholt

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de