Epica, Amaranthe und Charlotte Wessels in der Jahrhunderthalle Frankfurt – Nachbericht und Fotostrecke
FotostreckenNewsRückblicke 23. März 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Ein letzter Tourabend voller Energie, Emotion und epischer Klangwelten – beim finalen Gig auf der „Arcane Dimensions Tour 2026“ verwandelten Amaranthe, Epica und Charlotte Wessels in Frankfurt die myTicket Jahrhunderthalle in ein brodelndes Meer aus melodisch epischen Klangmauern, gutturaler Härte und unzähligen emotionalen Gänsehautmomenten.
Frankfurt wurde am gestrigen Abend zum Schauplatz eines ganz besonderen Tourabschlusses – mit dem letzten Konzert ihrer gemeinsamen „Arcane Dimensions Tour 2026“ lieferten Amaranthe, Epica und Charlotte Wessels eine musikalische Machtdemonstration im wahrsten Sinne des Wortes. Dass diese drei Bands zu den ganz großen des Symphonic Power Metal gehören, war in jedem einzelnen Ton zu hören. Aber auch eine bisschen Melancholie war spürbar, angesichts des Abschieds von einer europaweiten Erfolgsreise.
Die Tour führte das Co-Headliner-Paket durch insgesamt 26 Städte in 13 Ländern und vereinte zwei der prägendsten Acts der modernen Metal-Szene. Während Amaranthe für ihren einzigartigen Mix aus Metal, Rock, Pop und elektronischen Elementen stehen und immer wieder aufs Neue durch ihr charakteristisches Drei-Vocal-Konzept beeindrucken, gelten Epica seit Jahren als Pioniere des Symphonic Metal. Orchestrale Wucht mit philosophischen Themen und technischer Virtuosität zu verbinden ist ihre Spezialität.
Charlotte Wessels – beeindruckender denn je
Den Auftakt des Abends machte Charlotte Wessels, die vielen noch als ehemalige Frontfrau von Delain bekannt sein wird. Mit ihrem Solo-Material schlug sie eine atmosphärische Brücke zwischen Alternative, Symphonic und Dark Pop. Sie zog das Publikum früh in ihren Bann und bot einen gleichermaßen stimmungsvollen wie virtuosen Einstieg in den Abend, sozusagen den Grundton für das was noch kommen sollte. Die wunderschöne Jahrhunderthalle war gut gefüllt und das Publikum in absoluter Feierlaune.
EPICA – immer wieder faszinierend
Als Epica dann als zweite Band des Abends die Bühne enterten, wurde es episch im wahrsten Sinne des Wortes. Frontfrau Simone Simons überzeugte wie immer mit ihrer unverwechselbaren Stimme, während die Band ein monumentales Klangbild aus orchestralen Arrangements, Growls und komplexen Songstrukturen entfaltete.
Die visuelle Inszenierung aus wunderschönen Licht- und Lasereffekten unterstrich die musikalische Wucht und machte den Auftritt zu einem intensiven Gesamterlebnis. Auch der Sound in der Halle war absolut spitze.
Amaranthe – unverwechselbar und Power pur
Im Anschluss und last but not least zeigten Amaranthe eindrucksvoll, warum sie seit ihrer Gründung 2008 als eine der innovativsten Kräfte im modernen Metal gelten. Mit einer Setlist, die sowohl Fan-Favoriten als auch neuere Tracks umfasste, gelang es ihnen mühelos, die Halle zum Beben zu bringen. Eingängige Hooks trafen auf brachiale Riffs, während die drei Vocalisten – zwei Männer und eine Frau – im geschickten Wechselspiel und perfekt eingespielter Harmonie für mitreißende Dynamik sorgten. Nils Molin und Elyze Rid, beide mit klassischem Background, verkörpern den weichen Teil von Amaranthe während Mikael Sehlin auf unbeschreiblich geniale Weise mit seinen Growls und Shouts den harten Touch in die großartige Musik der Band bringt. Oh Gott, wie sehr ich seinen Gesangsstil liebe. Ähnlich beeindruckend wie Jonathan Davis‘ (Korn) Stil.
Zwischendurch traten die Frontfrauen der Bands auch gemeinsam auf – man kann sich denken, dass diese Duette und Terzette unfassbar eindrucksvoll waren.
Doch über allem lag an diesem Abend eine besondere Stimmung – das Ende einer Tour bringt immer ein bisschen Melancholie aufs Parkett, aber auch unfassbar viele Liebe und Zuneigung unter den Bands und zum Publikum. Das gestrige Publikum feierte alle drei Bands mit Mitmachen, Tanzen, Mitsingen und schließlich frenetischem Applaus. Zwischen den Songs richteten die Frontfrauen immer wieder persönliche Worte ans Publikum, Dankbarkeit, aber auch Wehmut waren spürbar. Niemand wollte, dass dieser Abend jemals zu Ende geht – weder auf noch vor der Bühne.
Als die letzten Töne verklangen, blieb nicht nur der Eindruck eines hochkarätigen Konzertabends, auch das Gefühl, Teil eines besonderen Moments gewesen zu sein durfte mit nach Hause getragen werden. Ein würdiger Abschluss für eine Tour, die wieder einmal eindrucksvoll gezeigt hat, wie facettenreich, virtuos und emotional Metal sein kann.
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AMARANTHE
EPICA
Charlotte Wessels
Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de














































































































































































































