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GREEN LUNG kehren mit ihrem vierten Album „NECROPOLITAN“ zurück GREEN LUNG kehren mit ihrem vierten Album „NECROPOLITAN“ zurück
Die Totenglocken läuten, die Raben haben den Turm verlassen – das lang erwartete vierte Album der Londoner Riff-Meister ist endlich da. Necropolitan erscheint am... GREEN LUNG kehren mit ihrem vierten Album „NECROPOLITAN“ zurück

Die Totenglocken läuten, die Raben haben den Turm verlassen – das lang erwartete vierte Album der Londoner Riff-Meister ist endlich da. Necropolitan erscheint am Freitag, den 11. September 2026 via Nuclear Blast Records. Ein monumentales Porträt der Macht der Natur über die Träume und die Herrschaft der Menschheit, zugleich eine Hommage an die okkulte Mythologie und die Heavy-Metal-Szene der Geburtsstadt der Band, London.

Der Albumtitel leitet sich von den sieben Gartenfriedhöfen, den Nekropolen, ab, die London umgeben, allesamt angelegt im viktorianischen Zeitalter. Diese prächtigen Friedhöfe wurden erbaut, um die Bestattungskrise des viktorianischen Zeitalters zu lösen. Als die Kirchhöfe der Stadt von den Leichen einer wachsenden Bevölkerung überflutet wurden, waren baute man prächtige Mausoleen, Obelisken im ägyptischen Stil und prunkvolle Marmorsarkophage, um den Ruhm ihrer Besitzer zu verewigen.

Doch Ende der 1960er-Jahre gingen die Betreibergesellschaften der Friedhöfe bankrott, und die Stätten verfielen zu Ruinen, überwuchert von Efeu und Moos.

Die sieben Friedhöfe bilden einen zentralen Punkt dieses Albums und verkörpern sowohl den Bandnamen „Green Lung“ – ein mitten in der Stadt verborgenes Stück Wildnis – als auch das zentrale Thema der Band, den Untergang der Menschheit durch entfesselte Naturgewalten.

Unter der Leitung von Produzent Tom Dalgety (Opeth, Ghost), der für dieses Album alles von der Aufnahme bis zum Mix übernahm, zog die Band im Januar 2026 in die Rockfield Studios und folgte damit den Spuren einiger ihrer wichtigsten Vorbilder wie Black Sabbath über Queen bis hin zu Judas Priest.

Klanglich waren Green Lung darauf bedacht, ihren gewaltigen Live-Sound so präzise wie nur möglich einzufangen. Dafür verzichteten sie auf Studiotricks, spielten die Songs unermüdlich im Proberaum und nahmen Schlagzeug, Bass und Rhythmusgitarren live auf, um ihre Sabbath-artige Schwere, die frenetischen Hammond-Orgeln und die eindringlichen Mellotron-Klänge möglichst originalgetreu einzufangen.

Das Ergebnis ist ein Album, das die mitreißende Hookline von „This Heathen Land“ mit Rohheit und Härte verbindet und den unverwechselbaren Stil der Band, Geschichten zu erzählen, auf neue Höhen katapultiert.

Der Opener „Dance to the Grave“ ist ein Memento mori für die aktuelle Allianz zwischen rechtsextremer Politik und Tech-Branche angesichts der Klimakrise – mit wuchtigen, swingenden Riffs und einem zum Mitsingen einladenden Mittelteil. Die Leadsingle „Evil in this House“ beantwortet die Frage: „Wie würde es klingen, wenn eine Stoner-Metal-Band paranormale Untersuchungen durchführt?“, inklusive eines ektoplasmischen Synthie-Solos.

Es gibt aber auch Überraschungen: „Ozymandias“ sinniert über den unausweichlichen Untergang von Imperien anhand eines Sonetts von Percy Bysshe Shelley aus dem Jahr 1818 und kombiniert von 70er-Jahre-Afrobeat inspirierte Percussion-Arrangements mit lässigen Riffs, maidenesken Erzählpassagen und einem jazzigen Solo.

Am anderen Ende des Spektrums verleiht „Together in Death“ der reichen Quelle gothic-mäßiger Psychedelia, die die Band auf all ihren Alben auslotet, einen barocken Touch und verbeugt sich vor den nekrophilen Balladen von Alice Cooper. Riley Pinkerton von den US-amerikanischen Fantasy-Doom-Musikern Castle Rat taucht auf „Alostrael (Be My Babalon)“ auf und trägt eine Erzählung aus der Offenbarung vor, ganz im Stil von Barry Clayton auf „Number of the Beast“.

Das Album führt aber auch den Strang „Mythen und Legenden“ von This Heathen Land fort: Der an Motörhead und Purple erinnernde Wahnsinn von „Necropolitan Line“ ist von der realen Nekropolenbahn inspiriert, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Toten unter die Stadt transportierte. So wird das Blackmore/Lord-Paradigma, mit dem die Band schon immer kokettiert hat, zu seinem atemlosen Finale geführt. „Black Magick Radio“ feiert einige der Proto-Goth-Subkulturen im London der Sechzigerjahre und verweist auf die Process Church und das Soho-Café Le Macabre, während es gleichzeitig Piratensender als okkultes Propagandainstrument neu interpretiert. Der epische Schlusstrack „To the Gallows Born“ greift Geschichten über den Galgen von Tyburn auf und kreiert so einen Abschied, der irgendwo zwischen Maidens „Hallowed Be Thy Name“ und Sinatras „My Way“ anzusiedeln ist.

Diese Band übernimmt mit ihrem neuen Album die Fackel der Heavy-Metal-Pioniere und führt sie mit der ganzen Musikalität und dem erzählerischen Talent, das die Flamme des Genres seit einem halben Jahrhundert am Brennen hält, weiter. Quelle: PM Nuclear Blast

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de