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Norddeutscher Surrealismus trifft Wacken-Spirit Norddeutscher Surrealismus trifft Wacken-Spirit
Kunst, Kreativität und gesellschaftliches Engagement gehören beim Wacken Open Air längst zusammen. In diesem Jahr erweitert die Künstlergruppe „Norddeutsche Surrealisten“ das W*Art-Zelt mit einer... Norddeutscher Surrealismus trifft Wacken-Spirit

Kunst, Kreativität und gesellschaftliches Engagement gehören beim Wacken Open Air längst zusammen. In diesem Jahr erweitert die Künstlergruppe „Norddeutsche Surrealisten“ das W:O*Art Zelt mit einer außergewöhnlichen Videoausstellung – inspiriert von der Rungholt-Legende, norddeutscher Geschichte und dem unverwechselbaren Wacken-Spirit.

Was einst mit einer Idee von Dirk Illing und Jens Rusch begann, hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Wacken Open Air entwickelt. Ihr Ziel war es, der bildenden Kunst auf dem Festival mehr Raum zu geben. So entstand das W:O*Art Zelt im Wacken Foundation Camp – ein Ort, an dem Kunst und Musik aufeinandertreffen.

Parallel dazu wuchs auch das gesellschaftliche Engagement der Künstler. Jens Rusch, der für seinen Einsatz in der Krebsaufklärung und Patientenarbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, prägt heute beide Bereiche. Gemeinsam mit Holger Hübner, den Westküstenkliniken und der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft initiierte er das Netzwerk Patientenkompetenz e.V., das ebenfalls jedes Jahr auf dem Holy Ground vertreten ist.

Rund um diese Aktivitäten entwickelte sich zudem die Künstlergruppe „Norddeutsche Surrealisten“. Ihr gehören neben Jens Rusch Filmemacher, Regisseure, KI-Künstler, Komponisten, Texter und Schauspieler an. Gemeinsam arbeiten sie an einem außergewöhnlichen Projekt, das tief in der norddeutschen Mythologie verwurzelt ist, der Vision von Atlantis in der Nordsee – verkörpert durch die Legende der versunkenen Stadt Rungholt.

Dabei versteht sich die Gruppe ausdrücklich nicht als historische Illustration. „Wir lassen uns vom Thema inspirieren und herausfordern und gehen dann extrem eigene Wege. Nur so konnte unser norddeutscher Surrealismus überhaupt entstehen – respektlos, oft makaber und immer herausfordernd“, beschreibt Jens Rusch den kreativen Ansatz.

Das Ergebnis sind Werke, die historische Motive mit moderner Bildsprache, Animation und Musik verbinden. Titel wie „Rungholt Wasteland“ oder „Nordsee ist Mordsee“ greifen den rauen Charakter des Nordens auf und transportieren zugleich den unverwechselbaren Spirit des Wacken Open Air.

Erstmals präsentiert das W*Art-Zelt in diesem Jahr eine Monitor-Ausstellung mit surrealen Videos der Norddeutschen Surrealisten. Moderator Michael Thomas Holstein übernimmt dabei die Rolle des Brückenbauers zwischen der Kunstausstellung und dem Krebs-Pavillon des Netzwerks Patientenkompetenz und verbindet damit Kunst, Kultur und gesellschaftliches Engagement.

Fazit

Wer das Wacken Open Air mit offenem Blick erkundet, entdeckt neben den großen Bühnen auch Orte, an denen Kreativität, gesellschaftliche Verantwortung und norddeutsche Identität auf besondere Weise zusammenfinden. Das W*Art-Zelt und der Krebs-Pavillon laden dazu ein, den Festivalbesuch um inspirierende Perspektiven jenseits der Musik zu bereichern.

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de