Großartiges Death Metal-Paket gestern im Colos-Saal Aschaffenburg – Omnium Gatherum, Fallujah und In Mourning
FotostreckenNewsRückblicke 27. Februar 2026 Lydia Dr. Polwin-Plass
Gestern verwandelte sich der Colos-Saal in Aschaffenburg in einen Treffpunkt für Liebhaber anspruchsvollen Death Metals. Mit In Mourning, Fallujah und Omnium Gatherum stand ein ebenso abwechslungsreiches wie hochkarätiges Package auf dem Programm – dramaturgisch klug aufgebaut vom atmosphärischen Einstieg bis zum melodischen Headliner-Finale.
In Mourning – Phantastischer Auftakt mit epischer Tiefe
Den Abend eröffneten In Mourning aus Schweden, die seit 2000 für ihre eigenständige Mischung aus Melodic Death Metal, Doom-Anleihen und progressiven Strukturen stehen. Mit ihrem aktuellen Album The Immortal haben sie seit Ende August letzten Jahres neues Material im Gepäck, das kompromisslose Härte mit melancholischer Atmosphäre verbindet.
Schon nach wenigen Minuten legte sich eine dichte, fast schon hypnotische Stimmung über den Saal. Schwer rollende Riffs trafen auf weite Melodiebögen, während die Dynamik zwischen Growls und klaren Passagen für emotionale Kontraste sorgte. Für mich der absolute Höhepunkt des Abends. Einfach sesnationell.
Fallujah – Präzision und futuristische Klangarchitektur
Mit Fallujah verlagerte sich der Schwerpunkt deutlich in Richtung technischer Raffinesse. Die 2007 in San Francisco gegründete Band gilt als feste Größe im Progressive/Technical Death Metal und verbindet komplexe Gitarrenarbeit mit sphärischen, fast schon schwebenden Klangflächen.
Ihr 2025 erschienenes Album Xenotaph erweitert den Bandsound um eine deutliche Sci-Fi-Note und verstärkt den atmosphärischen Ansatz. Live zeigte sich diese Ausrichtung gestern im Colos-Saal in dichten Soundlandschaften, präzise gesetzten Breaks und einer beeindruckenden instrumentalen Virtuosität.
Im angenehm gefüllten Raum entwickelte sich daraus ein intensiver Spannungsbogen, der das Publikum forderte – und genau dafür feierten die Fans die Band.
Omnium Gatherum – Melodie, Konzept und Spielfreude
Als Headliner betraten Omnium Gatherum die Bühne – 1996 in der finnischen Küstenstadt Karhula gegründet und seit jeher an der Schnittstelle zwischen traditionellem Heavy Metal, Göteborg-inspiriertem Melodic Death Metal und progressiver Finesse unterwegs. Nicht ohne Augenzwinkern wird ihr Stil auch als „Adult-Oriented Death Metal“ bezeichnet.
Auf ihrem aktuellen Werk May The Bridges We Burn Light The Way wollte Hauptsongwriter Markus Vanhala – ebenfalls aktiv bei Insomnium und Cemetery Skyline – das gesamte Spektrum der Band bündeln: eingängige Hooks, prägnante Soli, einfallsreiche Keyboards und variable Vocals zwischen Aggression und Melodie.
Als loses Konzeptalbum erzählt „May The Bridges We Burn Light The Way“ „Geschichten von der Straße“. „Walking Ghost Phase“ thematisiert Sucht und Verzweiflung, „Ignite The Flame“ steht für Brüderlichkeit und Rebellion.
„In diesen Texten steckt ein bisschen 90er-Jahre-Spirit“, so Vanhala. „Auch wenn sie nicht autobiografisch sind, spiegeln sie doch wider, wo wir herkommen – Straßenecken, lauter Metal und große Träume.“
Aufgenommen wurde das Album in verschiedenen finnischen Studios – teils in umgebauten Industriegebäuden mit gespenstischer Stille. Die Vocals von Jukka Pelkonen entstanden in Schweden gemeinsam mit Björn Strid von Soilwork, der als Co-Produzent fungierte und zusätzliche Shouts beisteuerte.
Im Colos-Saal zeigte sich die Band schließlich in absoluter Spiellaune. Druckvolle Riffs, hymnische Leads und eine spürbare Nähe zum Publikum machten den Headliner-Auftritt stark und kraftvoll. Zuvor bereits als Special Guest von Insomnium europaweit unterwegs, bewiesen Omnium Gatherum auch gestern, warum sie live zu den verlässlichsten Größen des Genres zählen.
Fazit: Der gestrige Abend im Colos-Saal Aschaffenburg zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich moderner Death Metal klingen kann. Ein perfektes Gesamtpaket, das sowohl Herz, Tanzbeine als auch Nackenmuskulatur forderte.
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Omnium Gatherum
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Lydia Dr. Polwin-Plass
Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de













































































































































