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Fear Factory – Cybernetic Domination Tour in der SimmCity Wien Fear Factory – Cybernetic Domination Tour in der SimmCity Wien
Fear Factory machten auf ihrer „Cybernetic Domination Tour“ Station in der Wiener SiMMCity. Gemeinsam mit Crystal Lake, Hate und The Nocturnal Affair sorgten die... Fear Factory – Cybernetic Domination Tour in der SimmCity Wien

Fear Factory machten auf ihrer „Cybernetic Domination Tour“ Station in der Wiener SiMMCity. Gemeinsam mit Crystal Lake, Hate und The Nocturnal Affair sorgten die Industrial-Metal-Pioniere für einen großartigen Abend. Von düsterem Alternative Rock über starken Extreme Metal bis zu modernem Metalcore reichte der Genremix. Im Mittelpunkt eine Band, die seit mehr als drei Jahrzehnten die Grenzen zwischen Mensch, Maschine und Metal auslotet – mit Klassikern, brachialer Präzision und einer ordentlichen Portion Zukunftsvision.

Am Montag, dem 21. September 2026 vereinte die SiMM City in Wien-Simmering als würdiger Schauplatz vier sehr unterschiedliche Spielarten harter Musik unter einem Dach vereinte. Mit der „Cybernetic Domination Tour“ gastierten Fear Factory nun auch in Wien und brachten mit The Nocturnal Affair, Hate und Crystal Lake gleich drei hochkarätige Support-Acts mit.

Der Konzertabend begann um 19 Uhr. Den Auftakt machten The Nocturnal Affair aus Las Vegas. Das vom sympathischen Sänger und Songwriter Brendan Shane geleitete Projekt bewegt sich zwischen Dark Rock, Metalcore und Alternative Rock und verbindet melancholische Melodien mit einer düsteren, atmosphärischen Klangästhetik. Als musikalische Einflüsse nennt die Band unter anderem Type O Negative, HIM, David Bowie, Gary Numan und Nine Inch Nails. Gehört habe ich aber vorrangig superfeinen Metalcore. Die Band hätte sich eine bedeutend größeres Publikum verdient, denn am frühen Abend war die halle erst zu einem Drittel gefüllt.

Danach wurde es deutlich extremer und verdammt düster. Hate aus Warschau zählen zu den etablierten Größen der polnischen Extreme-Metal-Szene. Die 1990 gegründete Band um Gitarrist und Sänger Adam „ATF Sinner“ Buszko verbindet Death Metal mit Black-Metal-Elementen und kann inzwischen auf mehr als drei Jahrzehnte Bandgeschichte zurückblicken. Damit bildeten Hate an diesem Abend den krassen, aber sehr, sehr geilen Gegenpol zum atmosphärischen und ehe hellen Einstieg von The Nocturnal Affair. Sehr cool!

Für einen weiteren Stilwechsel sorgten anschließend Crystal Lake. Die japanische Formation wurde 2002 in Tokio gegründet und hat sich mit einer Mischung aus Metalcore, Hardcore und eingängigen Melodien international einen Namen gemacht. Die Band absolvierte bereits ausgedehnte Tourneen in Europa, Großbritannien, den USA, Australien und anderen Teilen Asiens. Aktuell steht Sänger PK am Mikrofon; Crystal Lake veröffentlichten zudem Musik über das renommierte Metal-Label Century Media Records. Die Band fetzte ihren gesamten Gig energiegeladen über die Bühne. Von einem Eck zum anderen. Der eine oder andere im Publikum fragte sich, was da wohl im Abendessen gewesen sein könnte 🙂

Die „Cybernetic Domination Tour“ setzt also nicht auf einen einzigen Sound, sondern auf einen Querschnitt moderner und extremer Gitarrenmusik. Und nun zum eigentlichen Headliner des Abends.

Fear Factory – wo Mensch und Maschine verschmelzen

Gegen 22 Uhr übernahmen schließlich Fear Factory die Bühne. Die 1990 in Los Angeles gegründete Band gehört zu jenen Formationen, die die Entwicklung des modernen Metal nachhaltig geprägt haben. Ihr Markenzeichen ist die Verbindung von aggressiven, präzise gespielten Metal-Riffs mit Industrial-Elementen, elektronischen Sounds und dystopischen Zukunftsvisionen.

Gitarrist und Mitgründer Dino Cazares ist heute das prägende Gründungsmitglied von Fear Factory. Die Band blickt mittlerweile auf mehr als drei Jahrzehnte Geschichte zurück und hat in dieser Zeit mit Größen wie Black Sabbath, Slayer, Iron Maidenund Metallica die Bühne geteilt. Ihr Einfluss reicht weit über den Industrial Metal hinaus. Die für Fear Factory typische Verbindung aus maschinenhafter Rhythmik, extremen Gitarren und elektronischen Klangflächen wurde für zahlreiche spätere Metal- und Industrial-Produktionen stilprägend.

Das Wiener Konzert setzte dabei stark auf die lange Bandgeschichte. Die Setlist umfasste insgesamt 18 Programmpunkte und spannte einen Bogen von frühen Songs wie „Martyr“ und „Arise Above Oppression“ über Klassiker wie „Demanufacture“, „Zero Signal“, „Replica“ und „Resurrection“ bis zu späteren Stücken wie „Soul Hacker“ und „Roboticist“. Auch „Linchpin“, einer der bekanntesten Songs aus Digimortal, war Teil des Sets.

Ein besonderer Moment war „Edgecrusher“, bei dem Crystal-Lake-Sänger PK als Gast zu Fear Factory auf die Bühne kam. Damit schloss sich der musikalische Kreis des Abends noch einmal – die junge Generation des modernen Metalcore traf auf eine Band, deren Sound bereits Jahrzehnte zuvor wichtige Grundlagen für diese Entwicklung geschaffen hatte.

Den Schlusspunkt des regulären Sets bildete „Archetype“, bevor Fear Factory für einen ausgedehnten Zugabenblock zurückkehrten. Mit „Demanufacture“, „Zero Signal“, „Replica“ und schließlich „Resurrection“ setzte die Band noch einmal mehrere ihrer bekanntesten Stücke an das Ende des Abends. Als abschließender Soundtrack erklang das „Main Title“-Thema aus Terminator 2: Judgment Day– eine passende Referenz zu jener dystopisch-technologischen Bildwelt, die Fear Factory seit den frühen Neunzigerjahren begleitet.

Die „Cybernetic Domination Tour“ erwies sich in Wien damit vor allem als stilistisch breit aufgestellte Metal-Reise. Fear Factory führten schließlich all jene Elemente zusammen, für die ihr Name seit Jahrzehnten steht: harte Gitarren, industrielle Klangästhetik, elektronische Präzision und eine konsequent futuristische Atmosphäre.

Die SiMM City wurde an diesem Abend zur Schnittstelle zwischen Dark Rock, Extreme Metal, Metalcore und jener maschinellen Härte, die Fear Factory seit über 30 Jahren zu einem unverwechselbaren Namen der internationalen Metalszene macht.

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The Nocturnal Affair

Hate

Crystal Lake

Fear Factory

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de