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N.O.A.F. 2026 – Neuborn Open Air Festival, die 20. Ausgabe – Freitag N.O.A.F. 2026 – Neuborn Open Air Festival, die 20. Ausgabe – Freitag
20. Ausgabe, sieben Bands und ein Festivalgelände voller Metal. Das Neuborn Open Air Festival in Wörrstadt feierte Ende August sein Jubiläum mit einem abwechslungsreichen... N.O.A.F. 2026 – Neuborn Open Air Festival, die 20. Ausgabe – Freitag

20. Ausgabe, sieben Bands und ein Festivalgelände voller Metal. Das Neuborn Open Air Festival in Wörrstadt feierte Ende August sein Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Line-up von Hardcore und Thrash Metal über Heavy Metal und Metalcore bis hin zu Ska und Alternative Metal. Zwischen Circle Pits, Wall of Death, musikalischen Hurrikans und jeder Menge guter Laune – das N.O.A.F. ist ein kleines Festival, aber ganz groß im Kurs. Ein Gastbeitrag von Gernot Döhne-Jochmann mit Fotostrecken von Lydia Polwin-Plass. 

Es ist Ende August, der Herbst klopft bereits an die Tür und es ist Zeit für ein weiteres Festival: das N.O.A.F. in Wörrstadt bei Mainz. Das Festivalgelände liegt ganz in der Nähe meiner Heimatstadt, sodass ich mein Auto diesmal nicht mit Campingausrüstung beladen muss. Stattdessen kann ich aufgrund der kurzen Entfernung von deutlich weniger als 50 Kilometern bequem zu Hause schlafen. Damit sind eine gute Nachtruhe, Kuscheln mit meinen Katzen und ein ordentliches Frühstück garantiert.

Für diejenigen, die campen, bietet die Metzgerei am Eichenhof direkt neben dem Festivalparkplatz dennoch Frühstück zu sehr fairen Preisen an.

Die Anreise am Freitag ist kinderleicht. Keine Staus und eine einfach zu findende Location direkt an der Landstraße L401. Ein etwa fünfminütiger Fußweg, vorbei am Camper-Parkplatz, führt zum Eingang. Bäume umgeben das gemütliche Festivalgelände und sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Ich schaue mich um. Die Essens- und Getränkestände, der Festival-Merchandise, externe Merch-Händler und natürlich meine Freunde von Metality e. V. sind bestens für das bevorstehende Spektakel vorbereitet.

In seinem 21. Jahr ist es die 20. Ausgabe des N.O.A.F. – Corona hat die Zählung etwas durcheinandergebracht …

Freitag

Nach dem zusätzlichen Warm-up am Donnerstag mit drei Coverbands ist es nun bald Zeit für die erste Band. TRUTH GRIP aus Frankfurt betreten um 14:50 Uhr die Bühne und verpassen dem bereits nicht gerade kleinen Publikum die erste Ladung Hardcore, Beatdown und Metal. Schwere Riffs und kraftvolle Breakdowns bestimmen den Sound. Die drei Musiker machen einen ordentlichen Job und die Menge vor der Bühne wächst schnell.

Eine Stunde später, nach einer kurzen Pause, ist es Zeit für WEDGE aus Berlin. Stilistisch ist das eine komplette Kehrtwende und ein totaler Kontrast zur vorherigen Band. Einige Metality-Kumpels und ich diskutieren über den Stil der Band, können uns aber nicht zwischen frühem Deep Purple, Pink Floyd und ein bisschen Dire Straits entscheiden. Lange Instrumentalpassagen dominieren den Auftritt. Vielleicht ist es am Ende einfach eine progressive Mischung aus allen dreien.

Um 16:55 Uhr wird es südamerikanisch. Aber erwartet keinen Samba, wenn NERVOSA aus Brasilien eine Salve feinsten Thrash Metal nach der anderen abfeuern. Die vier Frauen überzeugen das Publikum – „wie immer“. Ich habe noch nie eine schlechte Show von ihnen gesehen, und auch diesmal ist es nicht anders. Trotzdem hätte ich ihnen gerne noch ein paar Minuten länger zugehört und zugesehen.

Aber es ist, wie es ist, und die nächste Band steht bereits in den Startlöchern und brennt geradezu vor Bühnenpräsenz: ELWOOD STRAY aus Essen, aus dem sogenannten Ruhrpott.

Die Band fordert Circle Pits, Moshpits, eine Wall of Death und Crowdsurfing und das Publikum ist mehr als bereit, diesen Aufforderungen nachzukommen. Selbst wenn man kein Fan von Post-Hardcore oder Metalcore ist, muss man die Band für ihre wilde Bühnenperformance einfach mögen.

Wenn ihr eher traditionellen Heavy Metal bevorzugt, solltet ihr mit der nächsten Band glücklich werden. GRAVE DIGGER feiern 30 Jahre des legendären Albums Tunes of War, das die Geschichte von Schottlands historischem Freiheitskampf gegen England erzählt – vom frühen 11. Jahrhundert bis zur endgültigen Niederlage in der Schlacht von Culloden.

Dies ist auch der Moment, in dem Lydia von Metalogy für den Abend zu mir stößt. Wir fotografieren die folgenden Bands gemeinsam und führen dazwischen einige wirklich schöne Gespräche.

Es wird bereits dunkel, als PALEFACE SWISS bereit sind, ein wenig süße, kleine, unschuldige Musik für romantisches Heavy-Metal-Gedonner zu spielen. Einflüsse aus Beatdown, Hardcore, Deathcore und Nu Metal erzeugen einen echten und intensiven musikalischen Hurrikan, der einen schlicht umhaut.

Nicht mehr und nicht weniger. Und vor allem wird niemand verletzt, denn schließlich handelt es sich immer noch nur um ein kleines Familientreffen, bei dem man gemeinsam die Musik genießen möchte.

Der Headliner des Freitags beginnt seine Show um 22:45 Uhr und sie wird von Kostümwechseln und humorvollem Metal dominiert. Genau das erwartet das Publikum von den fünf Musikern aus Wales. Und genau deshalb gehören SKINDRED seit 1998 zu den erfolgreichsten Ska-, Rap. Reggae- und Alternative-Metal-Bands Großbritanniens. Fast 30 Jahre sind inzwischen vergangen, aber die Band klingt immer noch frisch.

Für mich ist es Zeit, mich für heute Abend zu verabschieden und nach einem langen Tag nach Hause zu fahren, der bereits um 5:15 Uhr begonnen hatte. Jede Minute Schlaf, die ich bekommen kann, ist wohlverdient.

Ich muss nur rechtzeitig für Samstagmorgen und den zweiten Festivaltag wieder fit sein.

Text von Gernot Döhne-Jochmann

Fotostrecken von Lydia Polwin-Plass

Grave Digger

Paleface Swiss

Skindred

Eine Fotostrecke vom Freitag UND Samstag von Gernot Döhne-Jochmann findet ihr unter dem morgigen Beitrag.

 

Gastbeitrag