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Wie viel Metal steckt in Game of Thrones? Wie viel Metal steckt in Game of Thrones?
Kaum eine Serie hat die Welt so gebannt, wie das Fantasy-Epos Game of Thrones. Zu der großen Fangemeinde zählten auch unzählige Metalheads, die in... Wie viel Metal steckt in Game of Thrones?

Kaum eine Serie hat die Welt so gebannt, wie das Fantasy-Epos Game of Thrones. Zu der großen Fangemeinde zählten auch unzählige Metalheads, die in den abenteuerlichen Geschichten von George R. R. Martin viele Elemente fanden, die sie in ihrer Musik lieben. Mittelalterliche Kulissen, düstere Gestalten und jede Menge Fantasy prägten sowohl Game of Thrones als auch viele Songs und Alben berühmter Metal-Bands. Kein Wunder also, dass sich die Anhängerschaft des Metal mit der der Serie zu überschneiden scheint. Viele Musiker haben sogar in ihren Songs auf das HBO-Format Bezug genommen und den Helden eigene Metal-Balladen gewidmet. Und was viele gar nicht wissen: Die Serie weiß über ihre Fans Bescheid und hat ein paar Musiker in einem ultimativen Cameo-Auftritt versteckt. Wer wissen möchte, wie viel Metal wirklich in Game of Thrones steckt, der ist hier genau richtig!

Eine Serie erobert die Welt

Die Bücher von George R. R. Martin waren in der Fantasy-Szene schon Jahre vor dem Erscheinen der ersten Staffel ein echter Hit. Trotzdem erlangten sie nicht denselben Status im Mainstream, wie das HBO-Format, das förmlich die Welt – oder besser gesagt die Unterhaltungswelt – eroberte. 2011 kam es zur Erstausstrahlung von Game of Thrones, die schon damals als bahnbrechend im Genre galt. Im Bereich von Fantasy werden viele Filme, Serien und Bücher gewissermaßen als Nischenprodukte ab

geschrieben. Sie werden nur von eingefleischten Fantasy-Fans gelesen und schaffen es nicht in die Mainstream-Unterhaltung. Ausreißer aus diesem Klischee war bereits die Filmreihe Herr der Ringe, die durch ihre mitreißende Thematik und die klare Darstellung von Gut und Böse die Herzen von Millionen Zusehern eroberte. Zu dem enormen Publikumserfolg konnten die drei Filme außerdem 17 Oscars abstauben. Viele unter ihnen waren ursprünglich keine großen Fantasy-Liebhaber, konnten mit der universellen Botschaft etwas anfangen und ließen sich in die Welt von Mittelerde hineinziehen. Game of Thrones zeigte ein ähnliches Phänomen, obwohl die Serie moralisch weniger aufgeladen war. Manche fieberten mit der Drachenkönigin Daenerys mit, andere wurden zu Anhängern von Cersei Lannister oder weiteren Hauptcharakteren.

Der Hype geht weiter

Nach acht mitreißenden Staffeln fand die Serie ein – für viele unbefriedigendes, aber doch dramatisches – Ende und ließ bei Fans ein Loch zurück, das wohl kaum eine neue Serie füllen kann. Um sich weiterhin mit den Charakteren der Serie beschäftigen zu können, begannen Fans die Bücher erneut zu lesen oder sich in die Gaming-Welt zu flüchten. Mittlerweile sind nämlich zahlreiche Spiele in den verschiedensten Genres zur Serie entstanden. Beispielsweise wurde ein Telltale-Spiel mit einer Nebenhandlung zur originalen Geschichte herausgebracht, das in derselben Welt spielt und immer wieder Szenen aus der Serie einbaut. Auch ein passender Online Slot ist zur Serie erschienen, der im Betway Casino gespielt werden kann. Auf den Walzen lassen sich viele bekannte Symbole oder Motive wie der Eiserne Thron finden. Außerdem findet man zahlreiche Apps für mobile Geräte, darunter das Rollen-Strategiespiel Game of Thrones: Conquest und ein strategisches Kartenspiel der Reihe Reigns mit offizieller Lizenz. Die düsteren Spiele gefielen natürlich vielen Metal-Fans. Kein Wunder, denn die Serie und die Musikrichtung teilen sich eine große Fangemeinde.

 

Game of Thrones bekennt sich zum Metal

Dass auch die Serienmacher die Verbindung zwischen der Serie und dem Musikgenre erkannt haben, macht sich in einer besonderen Szene bemerkbar. Zwar finden sich Metalsongs nicht sehr oft im Soundtrack der Serie wieder – diese sind oft zu dominant für die Dramatik der Szenen – hat man jedoch einen ganz besonderen Cameo-Auftritt im Finale der siebten Staffel eingebaut. In einer Szene, in der die große Gruppe der White Walker in den Kampf zieht, sieht man nämlich die Mitglieder der Band Mastodon ebenfalls zu Untoten werden. Dank großartigen Make-up-Artisten verwandelten sie sich in schreckenerregende Eismonster, wahre Fans haben sie aber trotzdem erkannt. Übrigens war dies nicht der erste, sondern schon der zweite Auftritt der Metal-Band. Bereits in der vierten Staffel durften sie in die Rolle von Wildlingen schlüpfen und hatten dabei offensichtlich einen riesigen Spaß.

Inspiration für neue Musik

Für viele Metal-Bands war die Serie eine wahre Fundgrube für Inspirationen und neue Ideen zu Songtexten. Einige Lieder und Alben nehmen ganz offensichtlich Bezug auf die Serie und spiegeln dies in den Namen ihrer Stücke wider. Die Band Crystal Viper nannte ihr neuestes Album z. B. Tales of Fire and Ice – ähnlich wie die Buchreihe, von der die Serie abstammt. Diese heißt im Original nämlich A Song of Ice and Fire. Eine Band benannte sich sogar nach einem Ort in der Game of Thrones-Welt: Die Band Winterfell. Ihr Song Winter is Coming ist natürlich ein ganz klares und berühmtes Zitat aus der Serie. Die Power-Metal-Band Seven Kingdoms wurde sowohl bei ihrem Bandnamen als auch bei vielen ihrer Musikstücke durch die Werke von George R. R. Martin inspiriert. Ihr Song After the Fall handelt von dem Charakter Bran Stark, der nach seinem Sturz aus einem Turmfenster spezielle Visionen erlangt und durch die Augen eines Raben blicken kann. Dass Metal-Fans es kaum erwarten konnten, die neueste Folge der Serie zu sehen, zeigte sich ebenfalls am Festival Wacken 2017. Hier wurde sogar ein eigenes Screening für alle Interessierten organisiert.

Die Erfolgsserie Game of Thrones hat viele Metalheads schwer begeistert. Kein Wunder, denn die Gemeinsamkeiten sind kaum zu übersehen!

Bilder, Headerbild: IMAGE SOURCE: pixabay.com (game-of-thrones-4180794 und concert-1748102)

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de