Thornbridge – Theatrical Masterpiece Thornbridge – Theatrical Masterpiece
„Thornbridge“ erweitert mit dem Zweitling „Theatrical Masterpiece“ das Angebot an richtig gutem epischen Power Metal. Thornbridge – Theatrical Masterpiece

„Thornbridge“ erweitert mit dem Zweitling „Theatrical Masterpiece“ das Angebot an richtig gutem epischen Power Metal.

Power Metal-Fans aufgehorcht. Den vier Mannen von „Thornbridge“ aus Aschaffenburg gelingt auch auf ihrem zweiten Langspieler „Theatrical Masterpiece“ eine kraftvolle Symbiose aus den Essenzen zahlreicher, bekannter Genrevertreter und sie erschaffen dadurch eine markante Eigenkreation, die mehr als nur an die guten, alten Tage dieser Spielart erinnert.

Von flotten Instrumental – und Gesangssequenzen á la „Halloween“ oder „Gamma Ray“ bis über mystischen Tongebilden nach Art von „Blind Guardian“ sind noch viele weitere Bestandteile schön in das musikalische Gebilde eingewoben.

Dabei entstand keine bloße Kopie von Vorbildern, sondern ein homogenes Klanggemisch im prall gefüllten Schmelztiegel aus dem das Meisterstück gegossen wurde.

Abgemischt wurde die zweite Platte abermals von „Orden Ogans“ Hauptantrieb „Sebastian Levermann“, der schon einigen aufstrebenden Bands zu einer Aufmerksamkeit erweckenden Aufnahme verholfen hat.

Das Titellied „Theatrical Masterpiece“ stellt die Weichen für eine Hörreise durch von feiner Gitarrentechnik, heroisch, euphorischen Melodien und stimmungsvollen Chören geprägten Liedern.

Das hochmelodiöse „Revelation“, in dessen animierenden Refrain die tatkräftige Unterstützung von „Andy B. Franck“ zu hören ist, sprudelt, wie fast alle Nummern auf der Scheibe, quasi vor Energie. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Sänger von „Brainstorm“ verleiht diesem Stück eine besondere Note. Mit vereinten Kräften formten sie ein Juwel, das als hochansteckend für den Gehörgang zu betrachten ist.

Auch Liedern wie  „Demon in your Heart“ und „Journey to the Other Side“ kann man sich nur schwer entziehen. Flinkes Tempo vereint sich nicht nur hier mit einprägsamen Melodien zu griffigen Songstrukturen.

Nicht mehr ganz so auffällig wie auf dem Debüt „What will prevail“ ,aber dennoch eindeutig vernehmbar, ist die hohe Wandlungsfähigkeit in Jörg Naneders Gesangsstimme.    Thornbridge-Theatrical_Masterpiece_Artwork

Verdeutlicht wird dies vor allem bei „Helmsman“, wo der Sänger scheinbar mühelos von den eher höher angeschlagenen Tönen in dunklere Gefilde wechselt.

Handwerklich ist die Meisterprüfung mit „Theatrical Masterpiece“ wie schon beim etwas rauheren Vorgänger „What will prevail“, der hiermit ebenfalls sehr ans Herz zu legen ist, mit Bravur abgelegt worden. Mit Recht und Fug lässt sich behaupten, dass „Thornbridge“ schon jetzt als ein bedeutendes, zusätzlich belebendes Element des Power Metal aus Deutschen Landen anzusehen ist.

Anspielempfehlung: Revelation, Journey to the Other Side, The Helmsman

Review: Daniel Oestreich 

Besetzung:  Jörg „Mo“ Naneder  – Gesang / Gitarre, Patrick „Pat“ Rogalski – Gitarre, Patrick „Burghi“ Burghard –  Baß, Maximilian „Lucky“ Glück – Schlagzeug

Titelliste:

  1. Take to the Oars 1:27
  2. Theatrical Masterpiece 3:46
  3. Keeper of the Royal Treasure 4:13
  4. Revelation 6:23
  5. Demon in your Heart 4:31
  6. Journey to the Other Side 4:28
  7. Ember in the Winter Grove 4:42
  8. Trace of Destruction 4:57
  9. The Helmsman 5:34
  10. Set the Sails 4:15
  11. The Dragon’s sleeping 1:01

 

Titans of Metal #6 – Cervet, Thornbridge & Metal Attack – Nachbericht + FOTOSTRECKE

Das interessiert euch bestimmt auch:

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de