Steve’n’Seagulls – „Grainsville“-Tour – Nachbericht Steve’n’Seagulls – „Grainsville“-Tour – Nachbericht
Nach gut eineinhalb Jahren kehrte am 23. Februar das lustige Quintett „Steve'n'Seagulls“ aus Finnland in dass an diesem Tag ausverkauften Frankfurter „Zoom“ zurück. Steve’n’Seagulls – „Grainsville“-Tour – Nachbericht

Nach gut eineinhalb Jahren kehrte am 23. Februar das lustige Quintett „Steve’n’Seagulls“ aus Finnland in dass an diesem Tag ausverkauften Frankfurter „Zoom“ zurück.

Dieses Mal traten sie aber nicht ganz allein am Samstag Abend auf das Parkett. Mit dem Solokünstler „Kēpa“ aus dem baskischen Bayonne hatten sie einen ungewöhnlichen, aber durchaus nicht unpassenden Vorakt dabei. Der ehemalige Skateboarder und jetzige Alleinunterhalter mit dem bürgerlichen Namen Bastien Duverdier schwang, lediglich mit Gitarre und Mundharmonika gerüstet, mit seinem Garage Blues die Besucher auf die nachfolgenden Bluegrass-Helden aus Jyväskylä ein. Auch wenn seine Darbietung licht- und stimmungstechnisch eher düster gehalten war,  konnte er einen großen Teil des aus allen möglichen Bereichen zusammengewürfelten Publikums für sich gewinnen.

Die fünf skandinavischen „Seemöwen“ legten im Anschluss gleich schwungvoll mit „Paradise City“ von Guns’n’Roses los, dem eine ebenso turbulente Interpretation von Iron Maidens „The Trooper“ folgte. Das selbst entworfene „Down to the River“, das genauso gut als Klassiker hätte durchgehen können, wurde vom Bassisten Pukki auf wunderbar verständlichem Deutsch angesagt. Der Hauptsänger Remmel machte sich allerdings einen Spaß und kündigte seinerseits den Titel nochmals auf englisch an, als hätten die Zuschauer die vorige Ansage nicht verstehen können. Im späteren Verlauf durfte der Saitenzupfer Pukki seine ausgeprägteren Kenntnisse in der Landessprache der Gastgeber bei Rammsteins „Ich will“ erneut zur Schau stellen.

Vom neuen, bereits dritten Album „Grainsville“ entstammten an diesem Abend unter anderem „Give me all your lovin’“ der Langbärte ZZ Top  und die melancholische Reiseatmosphäre versprühende Eigenkreation „Ghost Town“, die gleichfalls sehr gut ankam.

Immer wieder war der heitere Trupp für Späße aufgelegt. So verkauften sie ein vom hünenhaften Hiltonen angestimmtes „Oh, Tannenbaum“ als das texanischste Liedgut, das ihnen bekannt wäre.

Stets unterhaltsam führten sie durch ihr kurzweiliges Programm. So ließen sie mal die Fetzen fliegen bei Titeln wie „Seek and Destroy“ oder boten schmusige und bedächtige Ansätze bei „November Rain“.

Zu den flotteren Nummern gehörte auch deren Spielweise von „Over the Hills and far away“, die eine der knalligsten bislang gehörten Varianten des viel nachgespieltem Stücks ist und bleibt.

Nach einem wahrlich donnernden „Thunderstruck“ verabschiedeten sich die Musiker. Doch nach kurzer Zeit der Zugaberufe kamen sie erneut auf die Bühne und stimmten die rockige Freiheitshymne „Born to be wild“ an. In dessen Mittelteil trat Vorspieler „Kēpa“ hinzu und zusammen verbanden sie ihr musikalisches Können zu einer kleinen, ausgedehnten Jam-Session.

Eineinhalb Stunden nach Beginn der Vorstellung, die wie im Flug vergingen, legten sie ihre Instrument dann endgültig nieder. Gemäß des ebenfalls aufgetischten „You shock me all night long“ hätte es, so kann  man wohl für die meisten Besucher sprechen, genauso gut die ganze Nacht weiter gehen können.

Nachbericht und Fotos : Daniel Oestreich

Setlist

– Paradise City / Guns’n’Roses

 

– The Trooper / Iron Maiden

 

–  Down to the River / Eigenkreation

 

– Give me all your lovin / ZZ Top

 

– Ich will / Rammstein

 

– Aces High / Iron Maiden

 

– Self Esteem / The Offspring

 

– The Pretender / Foo Fighters

 

– You shock me all night long / AC/DC

 

– Ghost Town / Eigenkreation

 

– Seek and Destroy / Metallica

 

– November Rain / Guns’n’Roses

 

– Over the Hills and far away / Nightwish (Original : Gary Moore)

 

– Thunderstruck / AC/DC

 

– Born to be wild / Steppenwolf

Hier ein paar Fotos vom Gig

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