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Schlafmangel macht Kinder dick Schlafmangel macht Kinder dick
Schlafmangel kann ziemlich schlechte Laune machen – vermutlich hat das jeder schon einmal erlebt. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf ist man am nächsten... Schlafmangel macht Kinder dick
Schlafmangel kann ziemlich schlechte Laune machen – vermutlich hat das jeder schon einmal erlebt. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf ist man am nächsten Tag ziemlich gerädert und außer Form. Starker Schlafmangel führt zudem zu einer Leistungs- und Aufmerksamkeitsdefiziten. Häufig gesellt sich auch noch ein stark ausgeprägter Appetit dazu, insbesondere auf fettige oder stark gezuckerte Speisen. Grund dafür könnte das Belohnungssystem im Gehirn sein, das bei Müdigkeit mehr als sonst einfordert.

Schlafmangel wird aus diesem Grud auch immer häufiger in einen Zusammenhang mit der Entstehung von Übergewicht und Adipositas gebracht. Übergewicht und Adipositas werden üblicherweise mithilfe des Body Mass Index (kurz: BMI) klassifiziert. Zur Berechnung des BMI wird das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Die Formel lautet: kg/m2. Wiegt eine Person 80 kg bei einer Körpergröße von 1,70 m, beträgt ihr BMI 27,7 (80 / 2,89 = 27,68). Ein BMI von 25 kennzeichnet Übergewicht, sodass in dem Beispiel mit einem BMI vom 27 Übergewicht vorliegt. Von Adipositas, also krankhaftem Übergewicht, spricht man ab einem BMI von 30.

Forscher aus Großbritannien und den Niederlanden untersuchten in einer Studie nun, ob die Schlafdauer bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Übergewicht oder Adipositas steht. Die Forscher suchten in medizinischen Datenbanken nach Studien, die von anderen Forschern zu diesem Thema durchgeführt wurden. Insgesamt konnten sie 42 Studien finden.

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Eine kurze Schlafdauer begünstigt bei Kindern die Entstehung von Übergewicht

Sieben Studien zeigten, dass eine kurze Schlafdauer im Kleinkinderalter die Entstehung von Übergewicht und Adipositas begünstigt. Ähnliches konnte auch in der frühen und späten Kindheit beobachtet werden. Hierzu lagen den Forschern 8 beziehungsweise 3 Studien vor. Weitere 3 Studien zeigten, dass wenig Schlaf auch bei Jugendlichen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas mit sich brachte. Die zusammenfassende Auswertung von 16 Studien über alle Altersgruppen hinweg zeigte zudem, dass ein Anstieg der Schlafdauer zu einer Abnahme des BMIs führte.

Fazit: Wenig zu schlafen stellt den Ergebnissen dieser Studie zufolge einen wichtigen Risikofaktor für ein erhöhtes Körpergewicht bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen dar. Eltern können hier einen wertvollen Beitrag zum Schutz ihrer Kinder vor Übergewicht leisten, wenn sie auf eine angemessene Schlafdauer ihrer Kinder achten.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal,

Headerbild: 719391_original_R_by_Alexandra H._pixelio.de

Miller MA, Kruisbrink M, Wallace J, Ji C, Cappuccio FP. Sleep duration and incidence of obesity in infants, children, and adolescents: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Sleep. 2018 Apr 1;41(4). doi: 10.1093/sleep/zsy018.

(» https://academic.oup.com/sleep/article-abstract/41/4/zsy018/4833233?redirectedFrom=fulltext)

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de