Review: Traitor’s Gate – Fallen Review: Traitor’s Gate – Fallen
Neues vom einzig wahren Metal! Eine Veröffentlichung alle dreißig Jahre muss reichen. Die neue Scheibe von Traitor's Gate "Fallen" - Klassischer Brit-Metal, leicht renoviert. Review: Traitor’s Gate – Fallen

Neues vom einzig wahren Metal! Eine Veröffentlichung alle dreißig Jahre muss reichen. Die neue Scheibe von Traitor’s Gate „Fallen“ – Klassischer Brit-Metal, leicht renoviert.

Auch Manowar sehen keinen Grund, ihrem seit den Achtzigern gepflegten Stil untreu zu werden, da sie Musik für die Fans und nicht für die Kritiker machen. So gesehen, macht „Fallen“ absolut Sinn. NWOBH hatte seine Qualitäten, die es wert sind, hochgehalten zu werden.

1984 erschien die EP „Devil Takes The High Road“, danach geriet die Band in einen Strudel aus internen Reibereien und Streits mit Labels. Nach 1989 gab es keine Live-Shows mehr, aber richtig aufgelöst hatte sich die Band nie. 2016 spielten sie dann ein Festival, was allgemein Begeisterung und Anfragen bezüglich weiterer Live Gigs in ihrer englischen Heimat zeitigte. Nun also bringen die in Würde gealterten und an Jahresringen reicheren Herren,  ihre erst zweite Veröffentlichung, eine full lenght CD.

Die Erstveröffentlichung nachgehört, zeigt sich ein modernerer Sound, als vor über dreissig Jahren. Dennoch bleibt man bei den Grundfesten der Band, was sich offensichtlich bewährt hat.

Traitor's Gate - Fallen_Artwork

Traitor’s Gate – Fallen

Nehmt Judas Priest und Iron Maiden zusammen und es ist ziemlich alles gesagt. Simple Songstrukturen, meist im Midtempobereich mit Nachdruck und fetzig vorgetragen. Die typischen gedämpften Gitarrenakkorde dominieren das Klangbild, die Soli sind rasant und virtuos. Sogar Satriani kommt in den Sinn.

Der neuerdings verpflichtete ex Mayhem Messiah Sänger Sy Davies hat in den höheren Lagen ein bisschen was Dickinson’sches und macht seinen Part ausgezeichnet. Speziell in „Edge Of Destruction“, wo er Rob Halford Konkurrenz machen könnte. Daß die Lyrics keinen Erkenntniswert für das eigene Dasein beinhalten, ist genretypisch und daher kein Reklamationsgrund!

Auch die anderen Musiker sind nach all den Jahren über jeden Zweifel erhaben, was auf einem Youtube – Video, leider in schlechter Qualität, nachgehört werden kann.

Fazit:  Klassischer, wuchtiger NWOBHM ohne Schnörkel, für dessen Fans ist das Album absolut empfehlenswert. Der Sound der Band hat sich seit den Achtzigern weiterentwickelt, aber die Revolution findet nicht statt.  Sing along Tunes, ein Dampfhammer, der alles plättet, was in der Nähe der Boxen steht.  Da und dort gibt es wirklich große Momente in den Songs. Die Musik ist simpel gestrickt, wuchtig, pathetisch vorgetragen und macht den Kopf heftig nicken.

Review: Michael Neumann

Tracklist:

1.  Retribution

2.  Homeland

3.  Deceiver

4.  Mean Streets

5.  Edge Of Destruction

6.  Solar Plains

7.  Fall from Grace

8.  Sign of the Cross

9.  Only the Strong

10. Fallen

No Remorse Records 2018

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