Review: STEPFATHER FRED – ENHANCER Review: STEPFATHER FRED – ENHANCER
STEPFATHER FRED machen geilen Heavy Alternative Rock. Und das machen die vier Jungs aus dem Allgäu auf ihrer neuen Scheibe „Enhancer“ noch besser, da... Review: STEPFATHER FRED – ENHANCER

STEPFATHER FRED machen geilen Heavy Alternative Rock. Und das machen die vier Jungs aus dem Allgäu auf ihrer neuen Scheibe „Enhancer“ noch besser, da ausgefeilter, als je zuvor. STEPFATHER FRED fusionieren Alternative Rock mit Groove Metal zu einem genialen Mix aus Energie, Emotionen und jede Menge Spaß am Rocken.  

Die Allgäuer STEPFATHER FRED haben mit ihrem vierten Album „Enhancer“ einen richtigen Heavy Rock Kracher auf die Menschheit losgelassen. Das Quartett hat Alternative Rock mit einer ordentlichen Packung Groove Metal gemixt und daraus ein Album gezimmert, auf dem es vor Hymnen und Hits nur so wimmelt. Dafür gibt es zwei Hauptgründe. Die Songs auf „Enhancer“ grooven ohne Ende. Die Gitarren rocken in allen vorstellbaren Variationen, der rhythmisch dröhnende Bass treibt den Groove und das Schlagzeug hämmert alles gnadenlos in den Metallerschädel. Der zweite Grund ist die einfach geniale Rockröhre von Sänger Basti. Hätten Joe Cocker und Lemmy einen gemeinsamen Sohn, würde der wahrscheinlich ähnlich genial klingen. Ein rotziges Reibeisen-Rock-Organ auf der einen Seite, einfühlsamer Klargesang dazwischen und auf der anderen Seite fette Metal-Shout. Die gesangliche Bandbreite gibt den Songs zudem unglaublich viel Spielraum. Fusioniert wird alles mit sehr viel Energie, vielen groovenden Rhythmen und einem ordentlichen Schuss Härte landet man bei „Enhancer“.

Dabei fallen alle Songs sehr individuell aus, auch wenn sie zusammen den eigenen Sound von STEPFATHER FRED alle widerspiegeln. Das spricht sehr für das Songwriting auf „Enhancer“ und das Können der einzelnen Musiker mit viel Kreativität und musikalischer Bandbreite.

Die Heavy Rock-Hitparade auf „Enhancer“ darf die geile Heavy Rock-Nummer „I Have To End“ starten. Mit „Alone In The Ground“ folgt ein rhythmischer Stampfer, der von viel Emotionalität, besonders in der Stimme, lebt. Bei „This Is Me“ wird es noch etwas ruhiger und gefühlvoller. Der Song brilliert mit einem coolen Bassrhythmus und einem sensationell emotionalen Gesang. Mit „Prime Time“ geht es dann richtig nach Vorne – geile Hookline, rotzige Vocals und eine Metal-Infusion = ein Brett. Mit „Die Hard – Live Fast“ folgt darauf eine fette Heavy Rock-Hymne. Bei „Full Metal Jacket“ werden sogar Samples aus dem Film in eine sehr cool Heavy Rock-Nummer mit packendem Refrain eingebaut. Die ruhige Alternative Rock-Nummer „Cut My Strings“ glänzt durch einen tollen Basslauf, den sehr gefühlvollen und energiegeladenen Gesang und eine geniale Hookline. Bei „Speed Of Life“ geht es dann wieder richtig ab. Mehr Groove geht nicht. Auch bei „One Second Alive“ geht es ordentlich nach vorne. Sänger Basti zeigt hier seine metalischen Shouter-Qualitäten. Bei „Take Control“ wird dann wieder munter gerockt – mit Metaleinspritzung, Sprechgesang und coolem Refrain. „Halo“ ist dann ein gutes Beispiel für den STEPFATHER FRED Sound. Wo andere Scheiben Füllmaterial bieten kommen STEPFATHER FRED mit einem groovenden Brett daher und halten das Metalhead-Blut in Wallung. Mit „Focus“ folgt kurz vor Schluss der härteste Song auf „Enhancer“, der sich zunächst in Fahr stampft, um dann mit Vollgas die Metalschiene mit massig Groove und fettem Refrain zu fahren. Der Abschluss „My way to you“ ist eine ruhige Nummer im Klargesang und viel Rhythmus – nett, aber im Vergleich zu den anderen Songs blass.Stepfather Fred - Enhancer - Artwork

Insgesamt ist „Enhancer“ ein Heavy Rock–Hammer mit unglaublich viel Groove und von hoher musikalischer Qualität. Das Besondere ist aber vor allem die grandiose Qualität der Songs. Egal bei welchen Song man anfängt reinzuhören: Er zündet. Geile Hooklines ohne Ende. Ein grandioser Gesang von gefühlvoll über rotzig rockig bis heftig hart. Dazu sind

Songs wie „This Is Me“ oder „Prime Time” sind schlicht und einfach genial. Es gibt viel Grund mit zu grölen und sich einfach mitreißen zu lassen. Und  live sollten die Songs von „Enhancer“ sowieso granatenmäßig abräumen und für viel Moshpitaktivitäten sorgen. Geniales Album – Punkt.

Anspieltipps: This Is Me, Prime Time, Cut My Strings, Speed Of Life, Focus

Review: Michael Glaeser

Tracks

  1. I Have To End
  2. Alone In The Ground
  3. This Is Me
  4. Prime Time
  5. Die Hard – Live Fast
  6. Full Metal Jacket
  7. Cut My Strings
  8. Speed Of Life
  9. One Second Alive
  10. Take Control
  11. Halo
  12. Focus
  13. My Way To You 

Line up:

Sebastian Schuster – Gesang

Simon Schweiger – Gitarre, Gesang

Matthias Gaßner – Bass, Gesang

Julius Dollinger – Schlagzeug, Gesang

 

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