Review: Noturnall – 9 Review: Noturnall – 9
Mit der Komplexität von progressive Metal und den mitreißenden Riffs einer erfahrenen Powermetal-Band beweisen die ehemaligen Mitglieder von „Shaman“, dass sie mit ihrem neuen... Review: Noturnall – 9

Mit der Komplexität von progressive Metal und den mitreißenden Riffs einer erfahrenen Powermetal-Band beweisen die ehemaligen Mitglieder von „Shaman“, dass sie mit ihrem neuen Projekt Noturnall noch einiges zu bieten haben.

 Du fettes Schwein, mach mal den Fernseher aus und geh raus!“ Mit dieser nicht besonders originellen, aber dafür recht motivierenden Message eröffnen Noturnall ihr Album. Musikalisch könnte man den Stil der Band am ehesten als einen Mittelweg zwischen Dream Theater und Avenged Sevenfold bezeichnen, wobei jedes Lied eine andere Stelle in diesem breiten Spektrum trifft.  So könnte der erste Song „Hey“ sehr gut auf eine der neueren Dream Theater-Platten passen, sowohl aufgrund des geilen Sounds als auch wegen der sehr vagen und unspezifischen Sozialkritik.

Auch der zweite Track hat Ambitionen, den Hörer direkt anzusprechen und zu belehren. Dies erreicht er, indem Sänger Thiago Bianchi den Refrain mit leicht- bis mittelverletzenden Beleidigungen unterlegt, in einem Tonfall, den ich als „diabolisch verstopft“ bezeichnen würde. „You shit the bed, you chickenshit“, ist zwar eine kreative Phrase, um die Revolution einzuläuten, bewegt hat sie allerdings weniger mein Herz und mehr meine Mundwinkel.Noturnall_9

Ihre Powermetal-Wurzeln zeigt die Band bei meinem persönlichen Liebling des Albums, „Mysterious“. Mitreißend, erhebend und unfassbar kitschig, klingt der Song wie etwas, das Helloween zu ihren besten Zeiten gemacht hätten. Ein weiteres Vorteil: Da der werte Herr Bianchi eine sehr variable Stimme hat, kann er diesem Lied klassischen, extrem hohen Kopfstimmen-Sound verleihen, was verhindert, dass der Zuhörer eventuelle Beleidigungen im Gesang überhaupt bemerkt.

Fazit: Wirklich beeindruckend ist an diesem Album das breite und qualitativ hochwertige Spektrum an verschieden Stilen, vermutlich das Ergebnis von erfahrenen Musikern, die nach einer langen Zeit in einer Band jetzt von neuer Inspiration getroffen sind. Wenn jedes Ende einer Band ein so tolles neues Projekt zur Folge hätte, wäre die Welt der Musik ein noch viel schönerer Ort.

Review: Marius Moll

Hörprobe auf YouTube:

 

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