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Review: NAILED TO OBSCURITY – Black Frost Review: NAILED TO OBSCURITY – Black Frost
Die Ausnahme-Progressive-Death-Metal-Band NAILED TO OBSCURITY ist am 11. Januar 2019 mit einem neuen Album am Start. "Black Frost" ist wie auch alle Vorgänger sensationell... Review: NAILED TO OBSCURITY – Black Frost

Die Ausnahme-Progressive-Death-Metal-Band NAILED TO OBSCURITY ist am 11. Januar 2019 mit einem neuen Album am Start. „Black Frost“ ist wie auch alle Vorgänger sensationell gut. Nicht nur Prog- und Deathfansfans werden ihr wahre Freude daran haben.

Die Esener NAILED TO OBSCURITY wurden 2005 von Jan-Ole Lamberti (Gitarre) und Volker Dieken (Gitarre) gegründet. Ihr Name bezieht sich auf einen Songtitel von HATE ETERNALs Debütalbum „Conquering The Throne“.

Den kreativen Kern der Band bilden auch heute noch die beiden Gitarristen Die Songs tüfteln jedoch alle gemeinsam aus.  Auch wenn die Aufnahmetechnik rasend schnell entwickelt und die Bandmitglieder in ganz Deutschland verteilt sind, trifft sich das Quintett an Wochenenden im Esenser Proberaum, um gemeinsam zu schreiben. So ist auch ihr neuestes Werk „Black Frost“ entstanden, erstmals via Nuclear Blast.

„Normalerweise schreiben Volker und ich den Großteil der Musik“, erklärt Jan-Ole Lamberti. „Wir schreiben die ganzen Riffs und sammeln die Grundideen für die Songs. Für „Black Frost“ haben wir vor einem Jahr damit begonnen. Wir haben wie üblich am Wochenende am neuen Material gearbeitet. Da wir mittlerweile nicht mehr allzu nahe beieinander wohnen, hatten wir aber auch schlichtweg keine andere Wahl. Also haben wir im September oder Oktober losgelegt, ehe wir uns im Januar mit dem Rest der Band zusammengesetzt haben, um die eigentlichen Songs zu arrangieren und weiterzuentwickeln. Ab März haben wir dann immer von Freitagabend bis Sonntagabend geprobt und das Album währenddessen geschrieben. Natürlich hatten Volker und ich die Möglichkeit, selbst Ideen aufzunehmen, doch die Songarrangements haben wir mit der kompletten Band im Proberaum vollendet, wie wir es eben schon immer gehandhabt haben. Und bis dato sind wir mit dieser Vorgehensweise ziemlich gut gefahren, “ erzählte Jan-Ole Lamberti Chris Dick von Nuclesar Blast.

NAILED TO OBSCURITYs neue Songs sind rastlos, schwer und lassen den Hörer einfach nicht zur Ruhe kommen. Sie gipfeln in den packenden, aber finsteren psychosozialen Texten Ennengas.

Der Albumtitel geht auf eine Theorie aus der Schifffahrt zurück. Diese besagt, dass Schiffe auf See durch schwarzen Frost aus dem Gleichgewicht geraten und kentern können. Bei dieser Naturerscheinung, gefrieren Nebel oder Regen an Tauen und Masten. Ennenga versucht dies auf Menschen zu übertragen, die Angst, Ärger oder Wut nicht kontrollieren können. Es soll ein Appell an uns, den schwarzen Frost daran zu hindern, Kontrolle über unseren Verstand zu gewinnen.

Dazu Ennenga zu Nuclear Blast „Es ist kein reines Konzeptalbum, es gibt verschiedene Themen, über die ich singe. Allgemein basieren sie auf möglichst interessanten Metaphern aus eigenen Problemsituationen, inneren Kämpfen und Konflikten….Es ist schwer für mich, über die Texte zu sprechen, da sie recht abstrakt sind. Wir alle machen in unserem Leben verschieden Phasen durch. …Es greift Ereignisse auf, die Seele und Verstand belasten. Das Album beschäftigt sich damit, was mit uns passiert, wenn wir mit derartigen Dingen kämpfen oder fertig werden müssen. So geht es beispielsweise in manchen Songs um Angst. …Folglich würde ich sagen, dass »Black Frost« vom Ringen mit dem eigenen Verstand handelt. Andererseits mag ich es aber auch, anderen Leuten die Interpretation der Texte zu überlassen.“Nailed To Obscurity - Black Frost - Artwork

Die Lyrics werden von Lambertis und Diekens großartigen Leads, melancholischer Dissonanz und gefühlsvoller Introspektion geleitet. Natürlich aber auch von Ennegas geilen Growls und Hillrichs und Schorns Meisterleistungen.

Für die Ausgestaltung der Songs  haben NAILED TO OBSCURITY im Sommer eine Woche und etwas später noch mal drei Wochen in V. Santuras Woodshed Studio bei Landshut verbracht. Studiobesitzer V. Santura war neben den Aufnahmen auch für die Produktion, den Mix und das Mastering von „Black Frost“ verantwortlich.

Wir hatten in V. Santura nicht nur einen Tontechniker, sondern auch einen Produzenten an unserer Seite. Er hat uns einfach verstanden und wir haben ihn verstanden.,“  So Lamberti zu Dick. „Und wir sind Fans der Bands, in denen V. Santura aktiv ist und die er produziert. Er ist wirklich ein Spitzentyp und ein klasse Toningenieur. Einfach der perfekte Produzent für uns. Uns blieb letztendlich keine andere Wahl, als zurück zu V. Santura in sein Woodshed Studio zu gehen.“

Das phantastische Cover-Artwork stammt aus der Feder des argentinischen Surrealisten Santiago Caruso (STARGAZER, OCTOBER FALLS) Er besitzt er ein Faible für Düsteres. Dies hat das Mitglied des Beinart Surreal Art Collective in sein Werk für „Black Frost“ einfließen lassen.

Zu den Songs: „Black Frost “ klingt schwer, tragend und etwas sphärisch. „Tears Of The Eyeless“ besticht vor allem durch den mehrstimmigen Gesang, der die Growls untermalt. „The Aberrant Host“ erinnert von den Growls her ein wenig an Amon Amarth und beschwingter. „Feardom“ ist wieder schwer und so auch „Cipher“. In „Resonance“ gibt es wieder jede Menge Klargesang und mehrstimmige Parts. „Road To Perdition“ sorgt mit Bombastik und unbändiger power für den würdigen Abschluss eines mehr als genialen Albums.

Fazit: Mit „Black Frost“ haben NAILED TO OBSCURITY etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen. Nicht nur Opeth- und Amon Amarth-Fans werden ihre Freude an „Black Frost“ haben, ich denke das in jeder Hinsicht großartige Album wird in der Metalszene einfahren wie der Blitz. Und wenn es das nicht tut, verliere ich den Glauben an die Menschheit 🙂

Tracklist:

1. Black Frost 7:40

2. Tears Of The Eyeless 5:02

3. The Aberrant Host 7:19

4. Feardom 5:32

5. Cipher 8:12

6. Resonance 5:07

7. Road To Perdition 7:56

Line-up:
NAILED TO OBSCURITY online:
Raimund Ennenga | Gesang
Jan-Ole Lamberti | Gitarre
Volker Dieken | Gitarre
Carsten Schorn | Bass
Jann Hillrichs | Schlagzeug

www.nailedtoobscurity.com
www.facebook.de/nailedtoobscurity
www.nuclearblast.de/nailedtoobscurity

Hörprobe auf YouTube

Quelle: Nuclear Blast/ Chris Dick

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de