Review: MISSION IN BLACK – ANTHEM OF A DYING BREED Review: MISSION IN BLACK – ANTHEM OF A DYING BREED
Female-fronted Thrash Metal ist die Mission, der sich MISSION IN BLACK verschrieben haben. Hierfür haben sich ehemalige Mannen von SPELLBOUND und MYSTIC PROPHECY mit... Review: MISSION IN BLACK – ANTHEM OF A DYING BREED

Female-fronted Thrash Metal ist die Mission, der sich MISSION IN BLACK verschrieben haben. Hierfür haben sich ehemalige Mannen von SPELLBOUND und MYSTIC PROPHECY mit Frontröhre Becky Gaber zusammengetan. Mit „Anthems Of A Dying Breed“ haben MISSION IN BLACK den Beweis geliefert, dass female-fronted Thrash Metal nicht nur geht, sondern auch mächtigst abgehen kann. Krachende Riffs, packender Groove und eine unglaubliche Becky Gaber machen „Anthem Of A Dying Breed“ zu einem Erlebnis.  

2010 formierten sich MISSION IN BLACK erstmalig. Acht Jahre, ein Demo („Black Infect“) und diverse Live-Shows später ist mit „Anthems Of A Dying Breed“ das Debüt-Album unter Dach und Fach. Hierzu haben sich die ehemaligen SPELLBOUNDer Daniel Tschoepe, Andy „Black“ Flache und Hannes Jäger mit dem ehemaligen MYSTIC PROPHECY-Gitarristen Martin Grimm zusammengetan. Das Mikro übernahm Ausnahmesängerin und Musiktherapeutin Becky Gaber, die 2014 gleich zweimal den Deutschen Rock und Pop Preis gewann – in der Kategorie Beste Metal Sängerin und Beste Country Sängerin. Auf „Anthems Of A Dying Breed“ lässt es Becky Gaber richtig krachen und zeigt eine unglaubliche gesangliche Bandbreite. Neben gefühlvollem Klargesang keift sie hohe Growls erster Metal-Güte raus, die teils mit tiefen Growls variieren. Der Wechsel zwischen Klargesang und Growls ist mehr als gekonnt und hebt den sowieso schon krachenden Thrash Metal auf einen neuen Level.

MISSION IN BLACK haben die Songs auf ihrem Debüt-Album „Anthems Of A Dying Breed“ aber nicht nur mit genialen Vocals versehen, sondern lassen es auch so ordentlichst abgehen. Knallharter Thrash Metal wird mit klassischem Heavy Metal und kraftvollem Power / Death Metal zu einem gewaltigen Metalgewitter gemischt. Neben dem Zwiegesang zwischen Growls und Klargesang tragen packende Hooklines, krachende Riffs und mitreißende Grooves die 13 Songs. Bei einer tendenziellen Trash Metal Scheibe ist das keine Selbstverständlichkeit. MISSION IN BLACK beschreiben das Album selber als eine „Mischung aus Brutalität und kompromissloser Härte auf der einen und DER Hookline und Melodie auf der anderen Seite„.

Drummer Andy „Black“ Flache erzählt über die Entstehungsgeschichte von „Anthems Of A Dying Breed“: „Es gab keinen Masterplan, das Songwriting von vorne herein in eine bestimmte Richtung zu lenken. Viel wichtiger war und ist es für uns, aus dem Bauch heraus zu agieren und trotzdem den ‚Kopf‘ in Bezug auf einen gewissen Anspruch an uns selbst und das musikalische Niveau nicht zu vernachlässigen.“

Ein besonderer Faktor zur Umsetzung der unbändigen Kraft ist, dass die Instrumente alle vom Sound her sehr klar gespielt sind und obwohl Thrash Metal die Grundtendenz ist, vor allem die Gitarren-Soli eher im Sinn des klassischen Heavy Metal gehalten sind. Durch diese Präzision wird eine enorme Energie in die Songs übertragen. Zudem wird die hervorragende Produktion der klaren Spielweise gerecht und schafft es die multiplen Gesangsdimensionen von Becky Gaber vollumfänglich in die Metalheadgehörgänge zu transportieren, was einen genialen Sound zur Folge hat. „Anthems Of A Dying Breed“ wurde im Stage-One-Studio aufgenommen und von Andy Classen produziert.MISSION IN BLACK – ANTHEM OF A DYING BREED

Nach dem Intro „Premonition Of Chaos“ startet das Debüt-Album mit dem eigentlichen Opener „Welcome The Apocalypse„, einer upspeed Metalnummer mit viel Power und einem gefühlten Hitpotential. Hier gibt es auch den ersten Vorgeschmack auf die gesangliche Bandbreite und die zwei Stimmarten von Becky Gaber. Mit „Cold Wings Of Vengeance“ folgt ein groovender Stampfer. Das folgende „World On Fire“ ist eine mitreißende und enorm groovende Power Metal-Nummer, die eingängig knallt und einen Hang zum modernen Party Metal hat. Brutalen Thrash Metal hauen MISSION IN BLACK im Folgenden mit „Judgement Day„, „Into The Flames„, „Godless“ und „First Comes The Blood“ aus den Boxen. Das schnelle „Mission In Black“ hat dazu Death Metal-Einflüsse. Auf kraftvollem, teils düsterem Heavy Metal fundieren „Where Demons Sleep„, „God Forbidden“ und „The Beast Within„.

Schlagzeuger Andy liegt aber besonders der anfängliche ruhigere und nachher düstere Song „Oceans Of Blood“ am Herzen. Er unterstützt seit Jahren die Organisation Sea Shepherd und seine Sorge um Meeres- und Tierschutz wird in diesem Song verarbeitet, was zeigt, dass die Songs auch eine echte Message haben. „Texte, die sowohl die persönlichen menschlichen Abgründe, die trostlosen Zustände auf unserem Planeten aber auch das „jetzt erst recht“-Gefühl und eine gehörigen Portion Revolutionsgedanken vereinen.“, wie Andy „Black“ Flache hervorhebt.

Fazit: Insgesamt ist „Anthems Of A Dying Breed“ ein extrem gelungenes Debüt-Album, das den Erfahrungsgrad der Bandmitglieder widerspiegelt. Und es ist der beste Beweis dafür, dass female-fronted Thrash Metal mehr als funktioniert. Trotz klassischer Elemente klingt der Sound frisch und modern. Becky Gaber insbesondere brilliert mit ihrem Klargesang und den antagonistischen Black Metal-inspirierten Growls. Dieses vereint mit einfach geilem Metal mit krachenden Riffs, mitreißenden Grooves, tollen Hooklines und interessanten Songs, unter denen sich kein einziger Ausfall befindet, macht einfach Spaß und wird jedem Metalhead hiermit wärmstens ans Herz gelegt.

Anspieltipps: Mission In Black, First Comes The Blood, Welcome The Apocalypse, World On Fire, Oceans Of Blood, Godless,

Tracks

  1. Premonition Of Chaos
  2. Welcome The Apocalypse
  3. Cold Wings Of Vengeance
  4. World On Fire
  5. Judgement Day
  6. Mission In Black
  7. Oceans Of Blood
  8. Into The Flames
  9. Godless
  10. Where Demons Sleep
  11. God Forbidden
  12. The Beast Within
  13. First Comes The Blood

Line up:

Becky Gaber – Gesang, Daniel Tschoepe – Gitarre, Andy „Black“ Flache – Schlagzeug, Martin Grimm – Gitarre, Hannes Jäger – Bass

Einbettungscode Youtube von „Welcome The Apocalypse“:

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