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Review: LUSTFINGER – ES GIBT NICHTS ZU  BEREUEN Review: LUSTFINGER – ES GIBT NICHTS ZU  BEREUEN
Die Münchener Kult-Punkrocker LUSTFINGER melden sich mit ihrem elften Album „Es gibt nichts zu bereuen“ zurück. Nach Line-Up-Wechsel und unter neuem Produzenten sind LUSTFINGER... Review: LUSTFINGER – ES GIBT NICHTS ZU  BEREUEN

Die Münchener Kult-Punkrocker LUSTFINGER melden sich mit ihrem elften Album „Es gibt nichts zu bereuen“ zurück. Nach Line-Up-Wechsel und unter neuem Produzenten sind LUSTFINGER druck- und schwungvoller alles je zuvor. „Es gibt nichts zu bereuen“ ist vollgepackt mit Hymnen und Ohrwürmern mit Wucht, Präzision, Gossenromantik und Gefühl. Einfach klasse Punkrock, so wie er sein muss.    

Nach jahrelangem Auf und Ab melden sich die süddeutschen Punkrock-Matadoren LUSTFINGER mit ihrem elften Album „Es gibt nichts zu bereuen“ zurück. Hierfür hat Sänger, Gitarrist und Songschreiber Tom Fock das Line-Up etwas durchgewürfelt, wobei sich vor allem Danny Raygun als neuer Gitarrist positiv auf das Ausdrucksspektrum der Band auswirkte. Dazu wurde mit Warthy Wartmann (Eisbrecher, Unheilig) ein absoluter Erfolgsproduzent für „Es gibt nichts zu bereuen“ gewonnen. So ist ein Album entstanden, das die bekannten LUSTFINGER-Qualitäten enthält, aber ein völlig neues Produktionsniveau und einen frischen Spirit präsentiert.

Die 13 Songs auf „Es gibt nichts zu bereuen“ haben es in sich. Jeder einzelne Song sitzt. Da sind jede Menge Ohrwürmer mit Mitgröhlfaktor, wie „Wir feiern unseren Untergang“, „Niemals vergessen“, „Unser Weg“, „Bier“ und „Mofa fahren“.

Aber gerade Songs, die musikalischer ausgefeilt sind und einen ordentlichen Schuss Rock haben, wie „Gegen die Schwerkraft“, „Damenklo“ oder „Wir sehen uns“ geben dem Album richtig Power. Die Songs haben aber insgesamt ordentlich Wucht und eine ungewohnte Präzision. Vor allem die Gitarrenarbeit hat dabei ein beachtliches Niveau. Beachtlich sind zum Beispiel die Gitarrensoli bei „Bumsilaki“ oder „Wir sehen uns“.

LUSTFINGER – ES GIBT NICHTS ZU  BEREUEN

Dazu findet man in Hülle und Fülle augenzwinkernde Selbstironie, für die LUSTFINGER so geliebt wird. Der Titelsong „Es gibt nichts zu bereuen“ ist dabei eine Anspielung auf die Bandsituation und die durchgemachten Veränderungen. Auch Songs wie „Unser Weg“ oder „Vergeben, Vergessen“ gehen in diese Richtung. Ein Song wie „Dafür, Dagegen“ hat irgendwie einen Green Day-Einschlag, aber einem viel  cooleren Text, weil klar gemacht wird, dass man sich nicht anpassen will. Bleibt zum Abschluss die sehr gelungene Ballade „Lass mich los“.

Insgesamt ist „Es gibt nichts zu bereuen“ die Quintessenz aus vielen Jahren LUSTFINGER und damit auch aus vielen Jahren leidenschaftlich gelebtem deutschen Punk-Rock. Jeder Song hat eine sein eigenes Leben, ist interessant und klingt frisch. Auch der nötige Tiefgang wird immer wieder geboten. Das musikalische Upgrade steht LUSTFINGER dabei sehr gut. So ist „Es gibt nichts zu bereuen“ ein tolles Punkrock-Album mit Ohrwürmern und Tiefgang. Absolut gelungen. Absolut hörenswert. Wer auf Die Toten Hosen steht, sollte an LUSTFINGER nicht vorbeigehen.

Anspieltipps: Wir Feiern Unseren Untergang, Bumsilaki, Damenklo, Wir sehen uns

Tracks

  1. Wir feiern unseren Untergang 3:27
  2. Bumsilaki 2:58
  3. Dafür, Dagegen 3:06
  4. Es gibt nichts zu bereuen 3:13
  5. Niemals vergessen 4:30
  6. Gegen die Schwerkraft 3:20
  7. Unser Weg 4:08
  8. Bier 3:20
  9. Damenklo 3:28
  10. Wir sehen uns 3:32
  11. Mofa fahren 3:21
  12. Vergeben, Vergessen 3:33
  13. Lass mich los 3:23

Line up:

Tom Fock – Gesang

Mike “Strinxx” Voglmeier – Gitarre

Danny Raygun – Gitarre

Tom Schill – Bass

Tommy Wagner – Schlagzeug

 

Veröffentlichungstermin: 12.04.2019

 

Review: Michael Glaeser

 

Hörprobe auf Youtube von „Wir feiern unseren Untergang“:

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