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Review: Leader of Down – Cascade into Chaos Review: Leader of Down – Cascade into Chaos
Lemmy lebt! Zumindest nochmals im Einsatz und im Geiste beim „Leader of Down“ – Erstling  „Cascade into Chaos“. Review: Leader of Down – Cascade into Chaos

Lemmy lebt! Zumindest nochmals im Einsatz und im Geiste beim „Leader of Down“ – Erstling  „Cascade into Chaos“.

Die Teilnehmerliste auf dem Tonträger „Cascade into Chaos“ von der von Tim Atkinson und dem bereits 2011 verstorbenen Michael „Würzel“ Burston gegründeten Formation „Leader of Down“ liest sich wie ein letztes Vermächtnis einer der wohl bekanntesten Rockgruppen der Musikgeschichte: „Motörhead“.

Zahlreiche Weggefährten gaben sich quasi zur Huldigung der glorreichen Errungenschaften der britischen Urgesteine ein Stelldichein.

Den Anfang und den Schlusspunkt des Albums hat man wirkungsvoller Weise mit den 2015 noch von Mr. Kilmister eingesungenen „ Paradise turned into Dust“ und  „Laugh at the Devil“ besetzt, die ihm wie auf den Leib geschrieben sind.

Zwischendrin darf sich Hauptsänger Matt Baker mit seiner im Vergleich zu Lemmy melodiöseren und deutlich weniger angerauhten Stimme unter anderem beim flotten Titellied „ Cascade into Chaos“ und der letzten Nummer unter Würzels Mitwirkung „Killing Rain“ beweisen.

Für das fast schon balladeske „Children of Disease“ stand Whitfield Crane (Ugly Kid Joe) am Mikrophon und an den Saiten gab Phil Campbell, der bis zum Ende an Kilmisters Seite stand, ein Gastspiel.Leader of Down – Cascade into Chaos_Artwork

Fast Eddie Clarke darf als ebenfalls Ehemaliger in diesem illustren Kreis gleichermaßen nicht fehlen und konnte noch seine Gitarrenarbeit zum abschließenden „Laugh at the Devil“ und zum roh schnauzigen „Snakebite“ zusätzlich den Gesang beisteuern.

Mit dieser posthumen Ehrung ist eine lässige und sowohl auch würzige Rock’n’Roll-Scheibe entstanden, die nicht nur bei den Motörhead-Fans Anklang finden dürfte.

Den verbliebenen Musikern des Bandstamms mögen der große Status und die Alleinstellungsmerkmale der Aushängeschilder fehlen, doch stehen sie bereit das Erbe einer Ära anzutreten.

Anspielempfehlung: Paradise turned into Dust, Cascade into Chaos, Children of Disease

Review: Daniel Oestreich

Besetzung:  Matt Baker – Gesang, Michael „Würzel“ Burston (RIP) – Gitarre, Alex Ward – Gitarre, Tim Atkinson –  Bass, Steve Clarke – Schlagzeug

Gastmusiker:  Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister (RIP)  – Gesang (Titel 1 & 10), Whitfield Crane  – Gesang, Fast Eddie Clarke (RIP)   – Gesang / Gitarre, Lee Richards  – Gesang, Phil Campbell – Gitarre, Cliff Evans – Gitarre, Bruce Foxton – Bass

Titelliste:

  1. Paradise turned into Dust 4:04
  2. Cascade into Chaos 3:29
  3. People say I’m crazy 3:11
  4. Serial Killjoy 3:29
  5. Children of Disease 4:14
  6. Snakebite 3:21
  7. Punch & Geordie 2:59
  8. Feelgood 2:57
  9. The Killing Rain 3:21
  10. Laugh at the Devil 3:54

Hörprobe auf Youtube von „Paradise turned into Dust“


 

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